CUBE Hamburg · 4|23

6 aber eine herausfordernde Aufgabe, da der Bestandsbau für die Gründung und Erschließung hangseitig gänzlich tiefergelegt werden musste. Ziel war es, das elbseitige Erscheinungsbild der Hamburger Kaufmannsvilla nicht zu stören, sondern vielmehr mit dem neuen Hanggeschoss aufzuwerten. Von der in moderner Architektursprache ausgeführten Erweiterung profitiert das ganze Gebäude. Die Fassade, die sich zur Elbe durch Panoramafenster großzügig öffnet, Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. beauftragte das Büro Cattau Architekten, das ehemalige Gästehaus der Stiftung an der Elbchaussee in ein Wohnhaus mit vier Wohneinheiten umzuwandeln. Das Bestandsgebäude wurde 1937 vom Architekten Max Zoder entworfen. Der Unternehmer Alfred Toepfer ließ es als Wohnhaus für seine Eltern erbauen. Die zweigeschossige rote Backsteinvilla mit weißen Fenstern wurde zeittypisch ganz im traditionellen Stil als Landhaus mit Walmdach gestaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie zuerst der Stadt Hamburg und dann der Stiftung als Gästehaus. Nach einem erheblichen Wasserschaden, bei dem auch die gesamte Innenausstattung verloren gegangen war, wurde das historische Landhaus vom Architekturbüro komplett entkernt und neu aufgebaut. Die bevorzugte Lage auf der „nassen“ Seite der Elbchaussee, mit großartigem Blick auf Hafen und Elbe, galt es dabei zu nutzen. So wurde der elbseitige Hang ausgehöhlt, um das Haus mit einem weiteren Hanggeschoss auf Kellerebene zu versehen. s dient der unteren Wohnung als Wohn- und Atelierebene. Technisch war dies WOHNGEBÄUDE ZU NEUEM LEBEN ERWECKT Fotos: © Jakob Börner / @jakob_boerner Stipendiat:innen leben und arbeiten im historischen Landhaus an der Elbchaussee

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