CUBE Hamburg · 01|21

68 zeptanzzunahme. Der zügige Anstieg von E-Au- to-Zulassungen steht aber demweniger schnellen Errichten von Ladesäulen gegenüber. Würde es bei fortwährend konstanten Neuzulassungen bleiben, benötigte man bis 2030 etwa eine Mil- lion öffentliche Ladepunkte. Das bedeutet eine wöchentliche Aufstellkapazität von 2.000 Stück und entspricht etwa dem Zehnfachen jetziger Errichtungen. Dies scheint kaum realistisch und bedarf zusätzlicher Ladeangebote. Die Bedarfs- lage wollen beispielsweise Hotels decken, denn sie suchen aufgrund des Pandemiegeschehens ohnehin nach Diversifizierungsmodellen. Als Vorreiter erweist sich die Plattform Emobil- Hotels, der sich schon 200 exklusive Hotels im Alpenraum anschlossen. Voraussetzung sind Es braucht exakt 28.198 Kilometer um festzu- stellen, dass Deutschland ein gutes Stück in der Elektromobilität vorangekommen sei. So lautet zumindest das Fazit der ID.3 Deutschlandtour. Der längste jemals durchgeführte E-Streckentest endete nach 65 Tagen imDezember letzten Jahres auf der Insel Sylt. Im Fokus standen die Ladeinf- rastruktur und das Ladeerlebnis in Deutschland. In der Tat nahm die Anzahl der Ladepunkte in den letzten Jahren deutlich zu, denn deutsch- landweit können die Elektromobilisten auf ca. 30.000 öffentliche Stromsäulen zugreifen. Hinzu kommen die Ladepunkte der Automobilherstel- ler, die zumeist ihre eigenen Ladesysteme offerie- ren. Für das dynamische Wachstum sorgten neue staatliche Förderprogramme, leistungsfähigere und attraktivere Autos sowie der vor zehn Jah- ren initiierte Masterplan „Energiewende“. Darin wurde bekanntlich das Ziel verankert, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos zugelassen zu haben. Noch immer sind wir mit 137.000 E-Cars (Stand: Ende 2020) weit davon entfernt, aber die steigen- den Zahlen deuten auf eine bemerkenswerte Ak- © Hier steht ein Fotocredit © ARAL/DLR: Vision „Die Großtankstelle 2040“ MOBILITÄT MIT STROM VON A NACH B Elektrisch betriebene Mobilität schubst klassische Antriebe zur Seite

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