CUBE Hamburg · 01|21

4 Die Gliederung des Hauses wird von drei Raumprinzipien und den damit verbundenen Erfahrungen bestimmt. Die gemeinschaftlichen Wohnbereiche im Erdgeschoss wickeln sich als offene Raumfolge um ein hoch installiertes kompaktes Kernmöbel, das sämtliche Neben- räume integriert. Diese Ringform ermöglicht durch ihre Wegeführung in zwei Richtungen je nach Stimmung ein Aufeinander-Zugehen oder Sich-aus-dem-Weg-gehen. Im Kontrast Der Neubau steht auf einem schmalen Grund- stück in Bergedorf zwischen zwei konventionel- len Wohnhäusern, ein kleines mit Satteldach und ein großes mit Walmdach. Die Geometrie des Entwurfes der Berliner Architekten Bettina Kraus und Alexander Thomass vermittelt zwi- schen den angrenzenden Volumen. Unter Bezug- nahme auf bestehende Baufluchten und Höhen wird eine eigenständige Kubatur geformt, die sich unaufgeregt in den Ort einfügt und das Landhaus neu interpretiert. Durch die besondere Randlage des Grundstücks hat man aus den Obergeschos- sen einen weiten Blick über die Landschaft der Vierlande bis nach Niedersachsen. Die räumliche Organisation des Hauses wurde aus den präzisen Vorgaben der Bauherren zu Ge- wohnheiten des Zusammenlebens und persön- lichen Vorlieben entwickelt. Bei der Verortung der gemeinsamen Familienrituale, dem Essen, Musizieren und Saunieren, stehen schöne Aus- blicke und Außenraumbezüge imVordergrund. Bei den individuellen Räumen und Nutzungen sind Rückzug und individuelle Bedürfnisse maßgebend. WOHNGEBÄUDE DREI UND DREI MACHT EINS Fotos: Filip Kujawski Familienrituale prägen ein maßgeschneidertes Zuhause

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