CUBE Hamburg · 01|20

56 GARTEN UND LANDSCHAFT SPEZIAL Rasenflächen handelt. Hatte der ältere Garten teilweise noch geometrisch geformte, klassische Rundungen, einen auf zwei Seiten offenen Tee- pavillon mit vorgelagertemHolzdeck, so hat der jüngere Teil etwas moderner anmutende Linien, Terrassenflächen in eckigen Plattenformaten und scharfkantig geschnittenen Fugen, eine Fünfer- Baumreihe entlang der Nachbargrenze sowie eckige Leuchten. Klassische Doppelhäuser in rotem Backstein aus der Fritz-Schumacher-Ära sind prägend für diese von viel Grün durchzogenen Straßen im Hamburger Norden. Noch bis in die Nach- kriegszeit hinein wurden solche Flächen „hinter dem Haus“ überwiegend als Ertragsgarten für die Selbstversorgung genutzt. Nur selten fand sich hier ein reiner Ziergarten, wie wir ihn heute kennen und schätzen. Für einen langjährigen Eigentümer einer solchen Doppelhaushälfte bot sich die Gelegenheit, die andere Hälfte des Hauses zu übernehmen. So erhielt er folgerichtig auch einen zweiten Garten. Das Team von Jensen Landschaftsarchitekten gestaltete für ihn – zeitlich versetzt um rund vier Jahre – beide Gärten. Im zuerst geplanten Garten für die westliche Haushälfte hatte sich über die vier Jahre eine schöne Bepflanzung entlang der ehemaligenMittelgrenze entwickelt. So entschied man sich, diese so zu belassen und den zweiten Gartenteil in einer eigenen, leicht abgewandelten Formensprache, aber im gleichen Stil zu entwi- ckeln. Es sollte der Eindruck bleiben, dass es sich nach wie vor um zwei Gärten mit zwei separaten EINS + EINS = EINS PLUS Fotos: Jensen Landschaftsarchitekten Aus zwei Doppelhausgartenhälften wird ein prächtiges Ganzes

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