CUBE Hamburg · 01|19

10 en gemeinsam nutzen. Die Bauordnung sah auf diesemGrundstück ein eingeschossiges Gebäude plus Dachgeschoss vor. Die Schrägen beginnen also bei 2,30m Höhe, was durch maßgefertigte Einbauten eine sehr gute Nutzbarkeit gewährleis- tet und der oberenWohnung einen besonderen Charakter verleiht. Was auf den ersten, flüchtigen Blick wie ein Einfamilienhaus aussieht, entpuppt sich bei genaueremHinsehen als ein Doppelhaus. Klas- sischerweise sind die beiden Wohneinheiten ja nebeneinander angeordnet, aber das den Bau- herren – zwei befreundete Familien mit jeweils zwei Kindern – zur Verfügung stehende Grund- stück war schmal und langgestreckt. Damit war die übliche Vorgehensweise für ein Doppelhaus hinfällig. Johannes Walther von Sieckmann Walther Ar- chitekten löste die Aufgabe, dort trotzdem ein Gebäude mit zwei gleichwertigenWohneinhei- ten zu bauen, indem er die beiden Wohnungen übereinander anordnete. Dadurch erhalten bei- de Hausbereiche sowohl die gleiche Größe von 140m² als auch eine gleichberechtigte Orientie- rung zumGarten. Durch das asymmetrisch an- geordnete Satteldach konnte auch in der oberen Wohnung eine vollwertige Fensterfassade Rich- tung Süden ausgebildet werden. Die raffiniert in die Loggia eingestellte Treppe ermöglicht auch für die obere Wohnung einen fast unsichtbaren, direkten Zugang zumGarten, den beide Famili- WOHNGEBÄUDE ZWEIMAL SÜDSEITE Fotos: Kay Riechers Ein unkonventionelles Doppelhaus für zwei Familien

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