CUBE Hamburg · 01|18

66 entsprechenden Grip und eignet sich somit ins- besondere für Nassbereiche wie Wellnessflächen, Poolanlagen oder den Schiffsbau. Beschränken möchte die Firma die Anwendungsbereiche da- rauf nicht, denn nach eigenen Angaben wäre der Einsatz gleichermaßen für den Möbelbau oder den Garten- und Fassadenbau prädestiniert. Die Produkte können gebohrt, geschraubt, gefräst, geschliffen und geklebt werden. Zudem sind diese thermoverformbar, was eine vielseitige Formge- staltung ermöglicht. Um den ökologischen Pfad konsequent zu beschreiten, hat Lizenzgeber Resysta mit einigen Herstellern einen Recyc- lingkreislauf ins Leben gerufen. Hierbei sollen während der Produktion anfallende Reste wie Abschnitte oder Schleifstaub demRecyclingvor- gang rückgeführt werden. Auf dieseWeise werden aktuell jährlich ca. 170 TonnenMüll der Umwelt erspart und stattdessen als ökologisch verwertba- res Material neuen Aufgaben zugewiesen. Die Ökobilanz eines Materials hat im Zuge von Ressourcenschonung und klimatechnischen As- pekten mehr denn je eine Relevanz. Immer mehr Produkte werden nach Vorbild des Cradle-to-Cr- adle Prinzips entwickelt, dessen erstes Kriterium sich auf die These stützt – Müll existiert nicht. Das ist auch die Kernbotschaft des kürzlich vor- gestellten Materials Resysta des gleichnamigen Unternehmens. In 15 Jahren Forschungsarbeit entstand ein Naturfaser-Polymer-Composit, welches ein natürliches Abfallprodukt nutzt, um eine Alternative zumWerkstoff Holz zu schaffen. Extrudierbar, langlebig und zu 100 Prozent recy- clebar. Insgesamt setzt sich das faserverstärkte Hybridmaterial aus ca. 60 Prozent Reishülsen, 22 Prozent Steinsalzen und zu 18 Prozent aus Mineralöl zusammen. Dieser Aufbau macht es umweltverträglich und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse, wie Sonne, Regen, Schnee oder Chlor- und Salzwasser, aber auch gegen Pilzbe- fall undModerfäule. Auf Grund eines speziellen Schleifverfahrens entsteht eine leicht angeraute Oberfläche, die optisch kaum von echtem Tro- penholz zu unterscheiden ist. Zudem sorgt sie für © Resysta © Resysta © Mario Romano © Mario Romano MATERIAL NEWS RECYCELBARES RESYSTA Von der Nahrungskette in den Materialkreislauf

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