CUBE Hamburg · 01|18

12 der 40 cm starken Porenbetonwände ist durch verschiedenartig strukturierte Edelkratz- Putzoberflächen gegliedert. Das Dach ist mit Aluminiumblechen verkleidet und die Regen- rinnen liegen verdeckt, was den puristischen Charakter des Hauses betont. Sowohl die Wahl des Putzes und der Aluminiumdeckung sind eine modern interpretierte Reminiszenz an das frü- here Siedlungshaus. Der Neubau nimmt die Ku- batur der ursprünglichen Doppelhaushälfte auf, Die von einer jungen Familie mit drei Kindern erworbene Doppelhaushälfte bot nicht mehr ausreichend Platz. Die Bauherren beauftragten das Büro SieckmannWalter Architekten, um zu untersuchen, ob zum Beispiel durch eine Gaube mehr Wohnfläche geschaffen und das vorhande- ne Gebäude erhalten werden könnte. Aufgrund des hohen Sanierungsaufwandes, unter ande- rem durch eine notwendige Asbestentsorgung, standen die Kosten für eine Sanierung in kei- nemVerhältnis zu denen eines Neubaus, sodass sich die Bauherren entschieden, die vorhandene Doppelhaushälfte abzureißen und angepasst an die räumlichen Bedürfnisse neu zu errichten. Die Wünsche der Familie an das neue Haus umfassten eine möglichst offene Grundrissge- staltung im Erdgeschoss und die Anordnung der privaten Schlafräume und Bäder für drei Kinder und Eltern im Obergeschoss. Der von den beiden Architekten in monolithi- scher Bauweise und klarer Architektursprache erstellte Baukörper erhielt eine weiß verputzte Fassade und ein Metalldach. Die äußere Hülle WOHNGEBÄUDE MEHR PLATZ FÜR DIE FAMILIE Fotos: Kay Riechers Ein neues Haus am alten Standort war günstiger und erfüllt alle Wünsche

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