CUBE Frankfurt · 01|24

01 | 24 Das Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart für Frankfurt und die Rhein-Main-Region WOHNGEBÄUDE Unkonventionelle Lösung – Holzhybridhaus verbindet gute Aussicht mit schützender Privatsphäre INNENARCHITEKTUR Junges Gesicht und alte Seele – Neue Elemente kontrastieren dezent mit historischem Bestand OUTDOOR SPEZIAL Viele Plätze an der Sonne – Im Trend: Terrasse und Garten werden zu Multifunktionsflächen KUNST UND KULTUR Elizabeth Catlett – Erste umfassende Werkschau der Künstlerin im Tower MMK www.cube-magazin.de © Lars Gruber Garten und Landschaft Spezial

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3 INHALT wir hoffen, dass Sie einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches neues Jahr hatten und sich auf ein spannendes 2024 voller inspirierender Architektur freuen. Seit einigen Jahren reagieren Architekten und Architektinnen auf den Klimawandel oder auch die digitale Transformation und schaffen mit ihren Entwürfen neue Formen des Wohnens, Arbeitens, Lernens und der Freizeitgestaltung. Einige der Projekte möchten wir Ihnen vorstellen. Wie immer in unserer Frühjahrsausgabe, gibt es ein Garten und Landschaft spezial. Entdecken Sie daher in der 1. CUBE 2024, wie Architektur, Gartenräume und Landschaften unsere Lebensqualität verbessern, gesellschaftlichen Wandel voran treiben und unsere Zukunft gestalten können. Wir laden Sie ein, uns auf dieser Reise zu begleiten und sich von nachhaltigen Lösungen und frischen Ideen inspirieren zu lassen! Lesen Sie zu CO₂-freundlich umgesetzten Wohnhausprojekten oder dem weltweit ersten Feuerwehrgebäude, dem das Zertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) verliehen wurde. Schlendern Sie mit uns im Geiste durch grüne Oasen und entdecken Sie darüber hinaus noch viel mehr Schätze – auch aus den Bereichen Innenarchitektur und Design. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre. Ihre CUBE-Redaktion Liebe Leserin, lieber Leser, SICHTHOLZ STATT SICHTBETON – Massivholzbau sorgt für schnelle und CO2-freundliche Umsetzung 4 UNKONVENTIONELLE LÖSUNG – Holzhybridhaus verbindet gute Aussicht mit schützender Privatsphäre 6 KLARE LINIEN – Kompaktes Zweifamilienhaus in Mainz mit kleinen Extras 12 AM HANG AUS EINEM GUSS – Ein Doppelhaus besticht durch seine konsequente skulpturale Gestaltung 15 MIT NEUEM HERZSTÜCK – Gymnasium von Grund auf erneuert und an heutige Standards angepasst 18 VERBINDUNG VON ALT UND NEU – Hybrid-Lösung für ein Dorfgemeinschaftshaus 22 AUSGEZEICHNET – Die weltweit erste DGNB-zertifizierte Feuerwehr entstand in Hessen 25 NEUE IMMOBILIEN in der Rhein-Main-Region 28 OFFEN UND TRANSPARENT – Glückstein-Quartier mit Stadtverwaltung, Wissenschaft und Wohnen 30 PERFEKTE SYMBIOSE – Interior-Designer inszeniert Lifestyle-Apartment im Hafenpark Quartier 31 JUNGES GESICHT UND ALTE SEELE – Neue Elemente kontrastieren dezent mit historischem Bestand 32 EINE AUSGEWOGENE BALANCE – Außen- und Innenarchitektur treten bei dieser Villa in Wechselwirkung 34 GANZ SCHÖN MOTIVIEREND – Anbau schafft eine neue Arbeitswelt 36 TOR ZU EINER ANDEREN WELT – Besonderes Design und Konzept prägen das „Roomers“ 38 VIELE PLÄTZE AN DER SONNE – Im Trend: Terrasse und Garten werden zu Multifunktionsflächen 40 URLAUBSFEELING IN DER STADT – Kindgerechter und pflegeleichter Garten mit modernen Strukturen 44 GRAU RAUS – FARBEN REIN – Ein ehemals versiegelter Innenhof wird zur grünen Oase 46 KREATIVER SCHIRMHERR – 1931 wurde eine Entwicklung von Albert Glatz junior zur Wegmarke 48 UPCYCLING-GLASSCHAUM – Der innovative, ökologische Dämmstoff ist ein Material mit Zukunft 54 AUS LIEBE ZU FRANKFURT – Alex Habermehl teilt seinen persönlichen Blick auf die Mainmetropole 56 BESONDERE ANZIEHUNGSKRAFT – Modernes Interieur und erlesene Weine im „Y Wine & Kitchen“ 61 DAM PREIS 2024 – Eine Ausstellung der 26 besten Bauten in / aus Deutschland im DAM Ostend 62 ELIZABETH CATLETT – Erste umfassende Werkschau der Künstlerin im Tower MMK 64 IMPRESSUM 70 Wohngebäude Öffentliche Gebäude Immobilien Mixed-Use Gebäude Innenarchitektur Hotels Garten und Landschaft Spezial Möbelklassiker Energetische Sanierung Design aus der Rhein-Main-Region Restauranttipp Kunst und Kultur Impressum

4 sich ein massiver Betonkern. Dieser erfüllt neben konstruktiven auch klimatische Aufgaben, indem er an heißen Tagen durch seine Masse Wärme aufnehmen und somit die Temperaturen im Innern regulieren kann. Die Wände und Decken wurden alle in Massivholz ausgeführt und roh belassen, was verschiedene Vorteile mit sich brachte: Neben der hervorragenden EnergiebiBei einem Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie in der Nähe von Mainz zeigt sich, wie sich Nachhaltigkeit, Kostenreduktion und Ästhetik miteinander verbinden lassen. Auf dem Grundstück mit leichter Hanglage, am Rande einer dörflichen Struktur, streckt sich der Holzbau mit Satteldach aus Brettsperrholz über einem massivem Betonsockel in die Höhe. In seiner weißen Filzputz-Fassade sitzen nahezu flächenbündige Fenster. Durch die leichte Hanglage entstand auch ein tiefer gelegener Außenbereich, der über eine Betontreppe vom Wohnbereich aus erschlossen werden kann. Eigentlich hatte sich die Bauherrenschaft einen Massivbau mit Sichtbeton und ausgebautem Keller gewünscht. Die beiden Architekturbüros Marc Flick und Fröhlich Gassner haben ihre Auftraggeber jedoch von einem Massivholzbau überzeugt, der wesentlich schneller ausgeführt wird und um ein Vielfaches CO₂-freundlicher ist. Aus Sichtbeton wurde also Sichtholz. Lediglich ein Kern aus Beton blieb: Im Zentrum des klar zonierten Grundrisses, der sich in Richtung Süd/West zum Garten hin orientiert, befindet WOHNGEBÄUDE SICHTHOLZ STATT SICHTBETON Fotos: David Schreyer Massivholzbau sorgt beim Wohnhaus für schnelle und CO2-freundliche Umsetzung

5 Leitidee war es, ein nachhaltiges Haus umzusetzen. Zum einen trägt der Holzbau und Holzweichfaserdämmung dazu bei, zum anderen das alles roh belassen und viele Schichten weggelassen wurden“, erläutert Architekt Marc Flick. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.marcflick.de www.f-g-architekten.de lanz leistet das Brettsperrholz auch einen Beitrag zum Raumklima. Und kostensparend ist es außerdem. Die Konstruktion ist simpel und traf mit bereits fertiger Oberfläche auf der Baustelle ein. Der Keller besteht nur aus Beton und wurde kalt gelassen. Wie bei vielen Häusern auf dem Land gehört er nicht zur thermischen Hülle und ist nur von außen begehbar. Der Boden wurde mit Kautschuk belegt. Kluge und kompakte Räume erscheinen durch Fenster und Raumgeometrie großzügig. „Unsere WOHNGEBÄUDE

6 UNKONVENTIONELLE LÖSUNG Holzhybridhaus verbindet gute Aussicht mit schützender Privatsphäre Fotos: Lars Gruber

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8 Bei diesem Haus im Spessart ist den Architekten die Quadratur des Kreises gelungen: Ausgerechnet in Richtung des herrlichen Talblicks liegt ein Nachbargebäude, das die Bauherren natürlich nicht ständig im Blick haben wollten. Außerdem sollte der größtmögliche Ausblick genau in die Richtung gehen, in der sich die Bauherren die größtmögliche Privatsphäre wünschten. Um das zu erreichen, entstand eine neue unkonventionelle Orientierung, die das Nachbarhaus aus dem täglichen Leben zu Hause einfach ausblendet: Das Architekturbüro Next Habitat aus Flörsbach plante ein Einfamilienwohnhaus aus drei zueinander verdrehten Kuben, deren einzelne Wohn- und Nutzungsbereiche sich in einem gemeinsamen und offenen Erschließungskern verbinden, was sich auch hervorragend mit dem Wunsch der Bauherren nach einem jungen, dynamischen, lebendigen und etwas speziellen Haus trifft. Das Raumprogramm verteilt sich auf mehrere Funktionsbereiche: Wohnen, Kochen, Essen und Nebenräume im Erdgeschoss, Eltern-, Kinder- und weitere Nebenräume im Obergeschoss. Diese Funktionsbereiche wiederum wurden auf die drei Gebäudekuben verteilt und je nach Funktion und gewünschter Aussichtsachse zueinander verdreht. Neben der Form fällt die schwarze Fassade in den Blick, die sich jedoch dezent zurücknimmt. Um die hölzerne Außenfassade haltbarer zu machen, WOHNGEBÄUDE

9 der Innenwandverkleidung heraus. Das Material Holz bildet ein zentrales Thema, das nicht nur den klaren und minimalistischen Eindruck unterstützt, sondern auch zu einem positiven Raumklima beiträgt und den Feuchtigkeitshaushalt reguliert. Das Gebäude wurde auf einer tragenden und flügelgeglätteten Bodenplatte mit Betonkernaktivierung errichtet, die bereits als fertiger Sichtbetonboden ohne weiteren Belag genutzt werden konnte. Darauf wurde ein zweigeschossiger Holzrahmenbau gestellt, der im Erschließungskern entschieden sich Bauherren und Architekten für diese schwarz verkohlte Holzfassade, basierend auf der traditionellen japanischen Technik Yakisugi (auch Shou sugi ban genannt). Nicht nur bei der Fassade setzten die Architekten auf Holz: Die Kombination aus Massivholzelementen, Sichtbeton und Glas sowie Holzverkleidungen an der Außenfassade und im Innenraum verbindet sich zu einer wirtschaftlichen Hybridlösung mit größtmöglichem Gestaltungsspielraum. So entwickeln sich auch einige der Möbelstücke aus WOHNGEBÄUDE

10 durch eine Sichtbetonwandscheibe sowie eine farblich akzentuierte Treppe als besondere Eyecatcher inszeniert wird. Die Fassadenarbeiten, Innenwandverkleidungen sowie den kompletten Innenausbau übernahm der Bauherr (Schreinermeister mit eigenem Betrieb) selbst. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.nexthabitat.de WOHNGEBÄUDE Wohnfläche: 200 m² Grundstücksgröße: 1.091 m² Bauzeit: 26 Monate Bauweise: Holzbau Energiekonzept: Eisspeicherwärmepumpe und Kaminofen Erdgeschoss Obergeschoss

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12 aktivieren die Funktionszone in der Mitte. Im Obergeschoss befinden sich zwei Kinder- und ein Arbeitszimmer sowie ein Bad. Die großzügigen Kinderzimmer sind jeweils in einen Schlaf- und einen Spielbereich zoniert. Über eine Aussparung in der Geschossdecke über dem Spielbereich reicht die Raumhöhe hier bis unter das Dach und ermöglicht über eine In einem Mainzer Neubaugebiet wollten die von MundS Architekten beauftragten Bauherren ein Einzelhaus mit zwei Wohneinheiten errichten lassen. Da der Bebauungsplan mit seinen klaren Vorgaben nicht viel Spielraum ließ, um sich architektonisch stark zu entfalten, sollte das Gebäude zumindest klare Linien bekommen. Schließlich wünschte sich die Bauherrschaft ein Haus mit einer gewissen individuellen Note. Zugunsten der Klarheit haben sich die Architekten auch entschlossen, auf den Dachüberstand zu verzichten und stattdessen innenliegende Fallrohre und Dachrinnen zu planen. Als Dachränder an den Giebelseiten des Hauses (Ortgänge) wählten sie Attikaabschlüsse, die die klaren Linien zusätzlich verstärken. Das Konzept für das Zweifamilienhauses bedient sich dabei der Typologie des klassischen Doppelhauses. Im Erdgeschoss nimmt ein zentraler Block die Funktionen Erschließung, Küche, WC und Abstellraum auf. Diele und Essbereich auf der einen und Wohnbereich mit Anschluss an den Garten auf der anderen Seite WOHNGEBÄUDE KLARE LINIEN Fotos: Maximilian Wulf Kompaktes Zweifamilienhaus in Mainz mit kleinen Extras

13 Ein einheitliches Lichtkonzept beleuchtet die Räume gleichmäßig in dem Haus, das – wie von den Bauherren gewünscht – energetisch einen KfW-55-Standard erreicht. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.munds-architekten.de Leiter den Zugang zu einer zweiten Ebene über dem Schlafbereich. Und durch einen Einschnitt im Dach profitiert das Elternschlafzimmer von einer privaten Dachterrasse. Im ganzen Haus wurden Feinsteinzeugfliesen aus einem Material und in einer Farbe verlegt. Dies schafft eine farbliche Ruhe. In den Bädern wurde lediglich das Format als Mosaik gewählt, damit es sich von den restlichen Räumen abhebt. Auch die Attikableche, Fensterbänke und sichtbaren Metallteile präsentieren sich farblich aufeinander abgestimmt. Der Keller wurde aus WU-Beton hergestellt und ab dem Erdgeschoss ein monolithischer Porotonstein (42,5 cm) verbaut. Die Holzoptik der Kunststofffenster schließt gut an die Echtholztüren und die Echtholztreppenharfe an. WOHNGEBÄUDE

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15 jeweils als Tiefgaragen geplant werden. Sie werden von der Straße aus jeweils an gegenüberliegenden Seiten des Grundstückes erreicht und liegen unter Gartenniveau, mit Zugang zum jeweiligen Kellergeschoss. Von den Grundstücksseiten aus erfolgt über jeweils eine eigene Außentreppenanlage der Zugang zum Erdgeschoss der beiden aneinandergefügten Häuser. Die in die Tiefe des GrundManchmal sind es die pragmatischen Lösungen, die der Bauaufgabe eine neue Dimension verleihen: Auf der Suche nach einem Grundstück im Frankfurter Umland hatte ein Bauherrenpaar ein Grundstück in einer Bestandssiedlung gefunden, das für die Raumansprüche und -wünsche der fünfköpfigen Familie eigentlich zu groß war, durch seine erhöhte Hanglage aber einen besonderen Fernblick eröffnete. Die mit dem Entwurf des Hauses beauftragten Ricardo Ferreira Architekten aus Meerbusch bei Düsseldorf entwickelten mit den Bauherren die Idee für ein repräsentatives Doppelhaus – wobei sich erst im Laufe des Verkaufsprozesses der rechten Grundstückshälfte herauskristallisierte, dass auch der zweite Eigentümer den Vorplanungen der Architekten folgen wollte. Entsprechend stimmig wirkt das gestaffelte und skulptural durchgebildete Gebäude zur Straße – unterstrichen auch durch die einheitlich gestalteten Außenanlagen, die dem Ganzen eine mediterrane Note verleihen. Bei der Planung entpuppte sich vor allem die Hanglage als eine besondere Herausforderung. Um die verschiedenen Nutzungen optimal zu gruppieren, mussten die Garagen für die beiden Hauseinheiten WOHNGEBÄUDE AM HANG AUS EINEM GUSS Fotos: Julia Vogel Ein Doppelhaus besticht durch seine konsequente skulpturale Gestaltung

16 Elterntrakt mit großzügiger Ankleide und Masterbad ensuite sowie zwei Dachterrassen ausgestattet sind. Die im Materialmix stark reduzierte Gestaltung des Interiors lag bei beiden Häusern in den Händen der Architekten. Für die richtige Raumtemperatur sorgt eine Fußbodenheizung, die über eine Gasbrennwerttherme betrieben wird, wobei die kontrollierte Wohnraumlüftung eine zusätzliche Wärmerückgewinnung bietet. Bei der Haustechnik kam ein KNX-Smart Home-System zum Einsatz. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.rfcv.de stückes entwickelten Baukörper gruppieren sich dabei so, dass nach außen ein skulpturales Spiel entsteht – unterstrichen auch durch die differenzierte Fassadengestaltung mit farblich voneinander abgesetztem Glatt- und Besenstrichputzbereichen. Im Erdgeschoss zeigen sich beide Häuser mit einem offenen Grundriss und doch klar zonierten Wohn-, Ess- und Kochbereichen. Diese sind optimal belichtet und ermöglichen aufgrund großer Schiebefensterelemente vielfältige Bezüge in den Garten. Zugleich eröffnet sich als räumliches Highlight ein etagenübergreifender Luftraum mit Galerie über dem Essbereich, der von einem opulenten Oberlicht effektvoll belichtet wird. Nach Süden und Osten schließen sich Terrassen und Freisitz an, ohne von der jeweiligen Nachbarhälfte einsehbar zu sein. Eine langgestreckte Treppe führt zu den beiden oberen Stockwerken, die komplett als Kinderetage bzw. als WOHNGEBÄUDE

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18 einst ungemütlichen und düsteren Hof wurde ein überdachtes Medienzentrum, das nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und sozial den neuen Mittelpunkt des gesamten Gebäudes bildet. Tageslicht und zusätzliche Lichtdecken schaffen eine helle und einladende Atmosphäre, die die hochwertigen Einbaumöbel und stilvollen Holzregale zusätzlich unterstreichen. So Viel Positives wurde mit den 8.750 m2 der neu- und umgebauter Bruttogeschossfläche erreicht: Lichtdurchflutete, helle und mit der neuesten Technologie ausgestattete Klassenräume, die einen differenzierten Unterricht ermöglichen, 13 Sonderräume, darunter für Kunst, Musik, darstellendes Spiel und den Ganztagsbetrieb, eine von der schuleigenen GmbH betriebene Cafeteria mit Kiosk für die Schüler:innen oder auch ein verbreiterter und um ein Geschoss erweiterter Schulflügel. Dabei erfüllt die Gießener Herderschule nach der kompletten Entkernung und Neuplanung nicht nur moderne Bildungsstandards. Dank des neuen Aufzugs ist sie nun auch barrierefrei zugänglich. Aufgrund des hohen Flächenmehrbedarfs (quantitativ/qualitativ) haben Christl+Bruchhäuser Freie Architekten das große Gießener Gymnasium von Grund auf um- und neugestaltet, um einen Neubau erweitert und an die heutigen pädagogischen Bedürfnisse der Schüler:innen angepasst. Neues Herzstück ist zweifellos der ehemalige Innenhof, der im Zuge der Neugestaltung eine wahre Metamorphose erlebte: Aus dem ÖFFENTLICHE GEBÄUDE MIT NEUEM HERZSTÜCK Fotos: Norbert Miguletz Gießener Gymnasium wird von Grund auf erneuert und an heutige Bildungsstandards angepasst

19 es, die Wärmeenergie aus der Abluft zu nutzen und in die Frischluftzufuhr zurückzuführen, wodurch der Energieverbrauch erheblich reduziert wird. Dies trägt zur Senkung der Heizkosten bei und verringert auch den ökologischen Fußabdruck sowie den CO2-Ausstoß der Schule. www.cba-ffm.de entstand eine inspirierende Lern- und Aufenthaltslandschaft mit Bücherausleihe, Lesesaal, PC-Arbeitsplätzen und großzügigen Ruhezonen. Ein dezidiertes Konzept für Gebäudetechnik sorgt durch aktive Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung für eine hohe Luftqualität in den Klassenräumen (konstante, frische Luftzufuhr), was sich positiv auf die Gesundheit und das Lernumfeld auswirkt. Doch das Konzept bringt auch nachhaltige und ökologische Vorteile mit sich: Die Wärmerückgewinnung ermöglicht ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

20 genauso wie die dunkle Akzentwand, die dem luftigen Raum ein wenig Tiefe und Abgrenzung verleiht. Um dieses einzigartige Duett zwischen Alt und Neu in solcher Perfektion zu realisieren, war dem Ehepaar bewusst, dass es einen Partner braucht, der es mit Expertise und Know-how unterstützen kann. Daher begann für die beiden alles mit der Frage: „Haben Sie Brillux?“ Erschaffen auch Sie Ihr Traumzuhause! Lassen Sie sich auf brillux.de/zuhause inspirieren und ermitteln Sie mit dem Fachbetriebsfinder Betriebe in Ihrer Region, die auf die Qualität von Brillux setzen. Oder fragen Sie einfach bei Ihrem Malerbetrieb: „Haben Sie Brillux?“ www.brillux.de/zuhause Ein Paar mittleren Alters, das lange in einer Wohnung im Großstadttrubel gelebt hatte, erfüllte sich seinen langgehegten Traum vom Wohnen im grünen Gürtel der Metropole. Es gelang ihnen, ihr neues Zuhause – einen alten Gutshof – in einen luxuriösen und modernen Hingucker zu verwandeln, ohne den Charme aus vergangenen Zeiten zu verlieren. Hohe Decken, fließende Wände im Wohnbereich, Luft zum Atmen: Die offenen Strukturen der alten Scheune verleihen dem Haus des Paares eine unübertroffene Großzügigkeit. Gemeinsam mit einem Malerfachbetrieb, den sie über den Fachbetriebsfinder auf brillux.de/zuhause gefunden haben, und den Materialien von Brillux wurden innovative Designlösungen geschaffen, die aus dem ehemaligen Gutshof ein echtes Schmuckstück werden ließen. Raffiniert: Die tragenden Holzbalken wurden sorgfältig aufbereitet, denn der Bauherrschaft war es wichtig, diese zeitlose Ursprünglichkeit zu bewahren und mit den Trends der Gegenwart verschmelzen zu lassen. So sticht beispielsweise die Küche mit ihrem angesagten 70er-Jahre-Look besonders hervor, Anzeige INNENAUSSTATTUNG INNOVATIVE DESIGNLÖSUNGEN Fotos: Brillux Zuhause Fachbetriebsfinder, Ratgeberthemen und Inspirationen auf „Brillux Zuhause“

..und alles begann mit einem: „Haben Sie Brillux?“ Worauf warten? Vom Wohnraum zum Wohntraum. Lassen Sie Ihre Wünsche Wirklichkeit werden. Fragen Sie Ihren Malerbetrieb einfach: „Haben Sie Brillux?“ Mehr auf brillux.de/zuhause

22 Gestaltungskonzept ist insgesamt an eine ortstypische „Scheune“ angelehnt – und modern interpretiert (keine Dachüberstände, flache Tonziegel, viel Glas mit Blickbezüge in die Natur). So bilden nun große Glasflächen, eine Akustikdecke und diverse Funktionsbereiche (einschließlich Gastro Küche) den Rahmen für diverse Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten. Der erweiterte, massiv Ein bestehendes Dorfgemeinschaftshaus entsprach samt ungenutzter angrenzender Gebäude nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Bürgerhaus. Künftig sollte ein zentrales Gebäude sämtlichen Vereinen der vier Ortsteile die Möglichkeit bieten, deren Veranstaltungen darin durchzuführen. Abriss oder Neubau – diese Frage ergab sich für CCM Architekten, die als Sieger aus dem Bewerbungsverfahren hervorgingen und verschiedene Lösungen untersuchten. Durchgesetzt hat sich eine „Hybrid-Variante“. Diese sah zunächst eine Kernsanierung der Bestandsgebäude vor: Nach dem Abriss des alten Saals wurde dieser, der die eigentliche Veranstaltungsfläche beinhaltet, in einer Holzkonstruktion aus Dreigelenkrahmen neu errichtet sowie die Technik, Oberflächen und Dämmung erneuert. Der neue, mit Linoleum ausgelegte Saal, besticht mit scheinbar rahmenlosen Verglasungen sowie einer voll verglasten Giebelseite und verfügt nun über schwellenlose Ausgänge. Ein Zwischenbau, der den Haupt- sowie Nebeneingang mit Anlierung zur Küche beinhaltet, schafft eine Verbindung zwischen Alt- und Nebau. Das ÖFFENTLICHE GEBÄUDE VERBINDUNG VON ALT UND NEU Fotos: Jörg Hempel Hybrid-Lösung für ein Dorfgemeinschaftshaus

23 eine Fläche für einen neu gestalteten Marktplatz mit Parkplatz. Gleichzeitig wurden auch eine Sichtverbindung sowie Erschließung zwischen der Ortsdurchfahrt (Bundesstraße) und dem Haupteingang des Dorfgemeinschaftshauses geschaffen. www.ccm-architekten.de gemauerte Altbau , der sich eher geschlossen präsentiert, beinhaltet Lagerflächen und Sanitärbereiche. Die Außenanlagen wurden großflächig neu gestaltet und integrieren den vorhandenen Bachlauf. Der Gebäude-Komplex wird mittels Wärmepumpe beheizt, Lastspitzen werden über eine Gastherme sowie eine PV-Anlage gesenkt. Das umgesetzte Bauprojekt trägt auch städtebaulich zu einer Aufwertung bei: Nach dem Abriss der ungenutzten Gebäude zwischen Hauptstraße und dem Dorfgemeinschaftshaus entstand ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

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25 haben die Architekten flächeneffizient und flexibel nutzbar geplant ohne auf zeitgemäße Standards zu verzichten. Äußerlich zeichnen sich dabei die grundlegend unterschiedlichen Nutzungen der Gebäudeteile über den Materialwechsel in der Fassade ab. Im vorderen, weiß verputzten Bereich ist die Fahrzeughalle mit allen technischen Nebenräumen untergebracht. Auf Höhe der hinterlüfteten Holzfassade befinden sich, auf zwei Ebenen angelegt, die Sozial- und Ausbildungsräume. Hier kann sich die Gruppe sowohl zu geselligen Runden als auch zu einem BeisamAn Feuerwehrbauten werden naturgemäß besondere Ansprüche gestellt: Schließlich zählt im Ernstfall jede Sekunde. So auch bei der Feuerwehr in Caldern, die eine tragende Rolle bei der Bekämpfung von Feuer, Hochwasser und sonstigen Katastrophen spielt. Weil das ehemalige Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr den heutigen technischen und funktionalen Anforderungen an eine zeitgemäße Feuerwehr entsprach und der alte Standort beengt war, wurde daher im Auftrag der Gemeinde Lahntal ein Neubau auf einem Grundstück am südlichen Ortsrand geplant. Das mit Entwurf und Ausführung beauftragte Architektur- und Ingenieurbüro apd aus Frankfurt entwickelte auf dem 5.000 m² großen Hanggrundstück ein kompaktes Gebäude, das sich mit seinem dynamisch auskragenden Vordach und den Freianlagen in die leicht hügelige Landschaft einfügt. Ihre einfache und reduzierte Gestaltung findet dabei Ausdruck in einer zeitlosen und eleganten Formensprache. Das komplexe Raum- und Funktionsprogramm für rund 35 freiwillige Feuerwehrleute sowie 15 Jugendfeuerwehrmitglieder © Andreas Ochs und Lars Sehrt ÖFFENTLICHE GEBÄUDE AUSGEZEICHNET Fotos: Rafal Rogalski und Frank Wagenknecht Die weltweit erste DGNB-zertifizierte Feuerwehr entstand in Hessen

26 haben sich gelohnt: Wenn ein Notruf eingeht, rücken die Feuerwehrfrauen und -männer aus einem Gebäude aus, das mit dem Zertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet wurde. Es ist die erste Feuerwehr, die in der Geschichte der DGNB den Zertifizierungsprozess durchlief. www.apd-architekten.de mensein nach schwierigen Einsätzen treffen. Auch der Nachwuchs wird hier ausgebildet und das Funktionieren der reibungslosen Abläufe durch Weiterbildungen und Trainings gewährleistet. Um ein möglichst nachhaltiges Gebäude zu schaffen, haben die Planer nicht nur flächeneffizent und flexibel nutzbar geplant, auch umweltverträgliche Materialien und Produkte wurden verwendet, deren Rohstoffgewinnung und Verarbeitung anerkannten ökologischen und sozialen Standards entsprechen. Gut sichtbare Installationsführungen sorgen ebenfalls für Nachhaltigkeit: ermöglichen sie doch eine einfache Wartung und unkomplizierte Nachrüstung. Als gemeinschaftliches Projekt wird die ausgediente Feuerwehrausstattung durch Upcycling weiterverwendet. Die ganzheitliche und nachhaltige Planung und Realisierung ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

bega.com /zuhause Das gute Licht.

28 NEUE IMMOBILIEN IN DER RHEIN-MAIN-REGION Gegründet im Jahr 2014, hat die Wohnkompanie Rhein-Main schon 242 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von 97.400 m² und 999 Stellplätzen im Großraum Frankfurt realisiert. Nun feiert der zur Zech Group gehörige Wohnbauentwickler zehnjähriges Jubiläum und freut sich über weitere positive Entwicklungen: „Wir können stolz darauf sein, dass wir in diesen Zeiten die Vollvermarktung unseres Projekt OstStern seit Dezember 2023 melden können. Immerhin sind das in Summe 376 Wohneinheiten, von denen 135 von einem Investor übernommen und die restlichen 271 Eigentumswohnungen im Einzelvertrieb verkauft wurden“, so Sven Ehnert, Geschäftsführer bei Die Wohnkompanie Rhein-Main. Aktuell befindet sich das Projekt Limares in Mühlheim am Main im Bau. Hier entstehen weitere 135 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von 10.420 m² und 152 Stellplätzen. Bezogen auf die eigenen Projektentwicklungen – Eastgate Living, Sophie, Leonhardt, Goethequartier, Mainanker, OstSter‘ und Limares – kumulieren sich die Gesamtinvestitionskosten in den letzten zehn Jahren auf mehr als 470 Millionen Euro. www.wohnkompanie.de Mit der Bestandsimmobilie an der Mergenthalerallee in Eschborn-Süd setzt das familiengeführte Immobilienunternehmen Wöhr + Bauer neue Maßstäbe für nachhaltige, ressourcenbewusste Revitalisierung und innovative New Work-Konzepte. Nach der erteilten Baugenehmigung und dem erfolgten Rückbau der Fassade ist der Startschuss für die Revitalisierung des Objekts direkt gegenüber der Deutschen Börse AG gefallen. Bereits bei der Planung wurde ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz kreislauffähiger Materialien gerichtet. Die Wiederverwertung der bestehenden Rohbausubstanz reduziert die CO₂-Emissionen im Bauprozess. Eine energetische Optimierung des Gebäudes sorgt für einen nachhaltigen Betrieb über den gesamten Lebenszyklus und das ganzheitliche Gestaltungskonzept schafft Komfort und Flexibilität für die künftige Nutzung. Der neue Sky Garden, als Relax-Zone und zur Verbesserung des Mikroklimas, setzt dem neuen Haus die Krone auf. www.mergenthaler-eschborn.de © Wöhr + Bauer © Die Wohnkompanie Rhein-Main NEUES WOHNEN IN MÜHLHEIM 135 Wohneinheiten mit 10.420 m2 Wohnfläche KLIMASCHUTZ TRIFFT NEW WORK Eine Revitalisierung in Eschborn stezt Maßstäbe © Wöhr + Bauer © Die Wohnkompanie Rhein-Main

29 NEUE IMMOBILIEN IN DER RHEIN-MAIN-REGION Gemeinsam mit der F.A.Z. und der Frankfurter Societät gestaltet der Projektentwickler Bauwens auf einem rund 2 Hektar großen Areal ein gemischt-urbanes Quartier. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist Anfang 2023 in ihren neuen Standort im Europaviertel gezogen. Seitdem werden die Bestandsgebäude zurückgebaut. Künftig werden dort 520 Mietwohnungen entstehen, 30 Prozent davon sollen öffentlich gefördert werden. Zusätzlich werden 17.000 m² Büroflächen sowie 3.500 m² für Einzelhandel, Gastronomie, kleine Gewerbeeinheiten und zwei Kitas geschaffen. Auf dem Nachbargrundstück entsteht eine neue Schule. Die „Hellerhöfe“ überzeugen mit einer Blockrandstruktur, die sich nahezu perfekt in die Umgebung einfügt. Herzstück des Quartiers bilden die Innenhöfe mit den bespielbaren Gärten und Innenhöfen. Für die zukünftigen Bewohner:innen und die Nachbarschaft bietet das Quartier nicht nur kurze Wege zur Versorgung, sondern auch ein Café wird dort seinen Platz finden. Das Quartier schafft durch die Öffnung der Erdgeschossflächen für die aktuelle Nachbarschaft langfristig eine Verbesserung gegenüber dem heutigen, vollständig abgeschlossenen Gewerbestandort. www.hellerhoefe.de Das Hyundai Motor Europe Technical Center (HMETC) hat den Grundstein für ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gelegt. Der 25.000 m² große Neubau, der voraussichtlich 2025 eröffnet wird, verdoppelt die bestehende Büro- und Forschungsfläche des HMETC. Damit unterstreicht der Automobilkonzern sein langfristiges Bekenntnis zur Metropolregion Rhein-Main. Die energieeffiziente Konstruktion und der Einsatz erneuerbarer Energien verbessern zudem den ökologischen Fußabdruck und fördern so emissionsfreie Lösungen. Auf dem Weg in eine nachhaltigere Mobilität treibt das HMETC die Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit modernster Technik und neuen Mobilitätslösungen, die auf die Bedürfnisse europäischer Kunden zugeschnitten sind, voran. In den neuen Laboren lassen sich verschiedenste Innovationen wie fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS), Infotainment-Funktionen und die Elektrifizierung (weiter-)entwickeln. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum entsteht unter anderem der größte 4W-NVH-Prüfstand des Konzerns, der das komplette Produktangebot auf einer Plattform testen kann. Auch zwei Fahrwerksprüfstände und ein weiterer für den Antriebsstrang vergrößern die Testmöglichkeiten vor Ort. Die Mitarbeitenden profitieren vor Ort von einer dynamischen Umgebung. Das kollaborative Arbeitsumfeld des HMETC wird nochmals erweitert. Es werden neue Arbeitsplätze und noch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für verschiedene Funktionen im Automobilbereich geschaffen. www.hyundai.news © Hyundai Motor Deutschland GmbH © Schmidt Plöcker Architekten PartG mbH NEUES URBANES QUARTIER Projekt „Hellerhöfe“ im Frankfurter Gallus FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Hyundai Motor-Group baut in Rüsselsheim © kbnk Architekten; Visualisierung: bloomimages

30 So zeigt sich das Erdgeschoss zur Glücksteinallee offen und transparent, der Baukörper des Sitzungsbereiches mit den öffentlichen Nutzungsbereichen präsentiert sich eingestellt und an den Dachgarten im 2. Obergeschoss schließt sich ein fensterartiger Einschnitt zur Südtangente hin an. Das Quartier, das sich in den beliebten Mannheimer Stadtteil Lindenhof mit gewachsener Versorgungsinfrastruktur integriert, bietet eine Nähe zur Mannheimer Innenstadt, zum Naherholungsgebiet Stephanienufer am Rhein und zum Mannheimer Hauptbahnhof. www.schneider-schumacher.de In Mannheim entstand in zentraler Lage, direkt am Hauptbahnhof, das Glückstein-Quartier. Das Projekt wurde aus einem 21er-Bahnprojekt der 1990er-Jahre, auf den ehemaligen Gleis- und Betriebsflächen der DB Bahn und einem früheren Industriegelände, entwickelt. Im Endausbau werden hier 170.000 m² Fläche für Büros, Verwaltung und Wissenschaft sowie 90.000 m² Wohnfläche entstanden sein. Das neue Quartier beherbergt seit 2021 auch das Technische Rathaus der Stadt Mannheim. Das vom Architekturbüro schneider + schumacher aus Frankfurt geplante und von der GBG erbaute Gebäude umfasst eine Brutto-Geschossfläche von ca. 29.300 m² mit 13 Vollgeschossen auf 56 Metern Höhe. Es bildet einen gut proportionierten städtischen Block mit einem Hochhausteil als Eckbetonung und einem Innenhof. Am Hauptzugang des Gebäudes, in der Glücksteinallee, bildet der Baukörper einen zweigeschossigen, etwa 4,5 Meter breiten Rücksprung für Fußgänger:innen. An der Gestaltung der Immobilie – einem KfW Effizienzhaus-55-Standard – wird deutlich, dass es sich um ein öffentliches Gebäude handelt: MIXED-USE GEBÄUDE OFFEN UND TRANSPARENT Fotos: GBG/Gero Ulmrich Glückstein-Quartier mit Stadtverwaltung, Wissenschaft und hochwertigem Wohnen

31 zeit und Blickpunkt ergibt sich ein anderer Effekt. Individuelle, von Fabian Freytag handbemalte Wände im Flur unterstreichen die Einzigartigkeit des Apartments. Der Architektur setzen im Inneren Vintage Möbel einen Bruch entgegen. Das Barmöbel neben der Loggia aus Nussbaum ist aus der Fabian Freytag Kollektion und komplettiert das Gesamtkonzept. Die Badezimmer überzeugen durch den Kontrast aus hochwertig glasierten Fliesen in Blau-Weiß, Badezimmermöbel aus gebürstetem Metall in Gold-Optik sowie einem Boden aus keramischem Plattenwerkstoff. www.fabianfreytag.com www.hpq-frankfurt.com Der mehrfach ausgezeichnete Interiordesigner Fabian Freytag entwarf für das Muster-Apartment im Wohnprojekt „Living“ des Hafenpark Quartiers (HPQ) ein Designkonzept: Internationale Wohnkultur, Kunst gepaart mit der Aussicht auf die Frankfurter Skyline – alles umgesetzt im 11. Stock auf ca. 120 m². Die exklusive Suite unterstreicht die künstlerische Ausrichtung des Quartiers, das mit seiner ikonischen Architektur des international renommierten Architekten Hadi Teherani die Frankfurter Skyline bereits jetzt mit prägt. Das Apartment vereint unterschiedliche Stile sowie Kontraste: Vintage trifft Contemporary. Im Wohnraum dominieren edle Töne wie Gelb und Gold, im Kontrast dazu steht die in schwarz gehaltene Küche mit einer Kochinsel aus „Cherry Red“ Marmor. Sichtbetonflächen bilden einen Gegensatz zu den warmen, harmonischen Farben und goldenen Metallflächen der Schränke, die sich in allen Räumen wiederfinden. Dabei sind die goldenen Oberflächen nicht nur dekorativ: Sie reflektieren das Umfeld sowie Lichtstimmungen, tauchen die Räume in eine warme Atmosphäre und spielen mit den Lichtquellen. Je nach TagesINNENARCHITEKTUR PERFEKTE SYMBIOSE Fotos: Kozy Studio Berlin Berliner Interior-Designer inszeniert Lifestyle-Apartment im Hafenpark Quartier © Wolfgang Stahr © Wolfgang Stahr

32 Farblich hat Bezzenberger, in Abstimmung mit ihren Auftraggebern, dabei die Farben von dunkel nach hell in den Salons abgestuft und zwar so, dass sich Kontraste zum vorhandenen Stuck ergeben. Das Ergebnis ist geglückt: Neue Elemente bilden einen modernen Kontrast zum sehr schönen historischen Bestand, sodass sich Alt und Neu beflügeln. „Eine ruhige zurückhaltende Linie war uns wichtig. Der historische Bestand bringt mit seinem Grundriss und der Wenn es darum geht, Wohnräume in einem früheren Schloss zu sanieren und bewohnbar zu machen, braucht es Know-how und Fingerspitzengefühl. Schließlich müssen Anforderungen des Denkmalschutzes und Ansprüche der Bewohner:innen umgesetzt werden. Und als wäre das nicht manchmal schon komplex genug, stellen auch noch die baulichen Gegebenheiten kleine Herausforderungen. Bei der Sanierung einer Eigentumswohnung in einem Schloss wünschten sich die Bauherren von Juliane Bezzenberger vor allem eine Neuordnung der bestehenden Raumaufteilung: Die Küche sollte in einen der drei Salons verlegt werden und in der ehemaligen Küche ein Arbeitszimmer mit Bücherwand entstehen. Außerdem sollte der Flur mit einer Wand zur Kunstpräsentation versehen, mehr Stauraum in Flur/Garderobe/ Schlaf- und Gästezimmer geschaffen und die vorhandenen sanitären Einrichtungen zugunsten eines schlichten, linearen Bades rückgebaut werden. Aber es galt auch die Parkettböden zu sanieren, die Lichtverhältnisse zu verbessern und die elektrische Infrastruktur zu erneuern. INNENARCHITEKTUR JUNGES GESICHT UND ALTE SEELE Fotos: Thomas Eicken Neue Elemente kontrastieren dezent mit historischem Bestand

33 Um dieses zeitgemäße Gesicht ins alte Gemäuer zu zaubern, hat die Innenarchitektin alle Umbauten und Arbeiten nicht nur denkmalgerecht und minimalinvasiv planen und ausführen lassen. Eine besondere Herausforderung hielt dabei die Küche bereit: Deren Installation im ehemaligen Salon erfolgte nämlich durch einen engen Kriechkeller. So genießen die Bauherren heute eine Küche, die trotz ihres monolithischen Charakters mit den neuesten technischen Möglichkeiten ausgestattet ist. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.sia-bezzenberger.de einzigartigen Ausstattung wie Kaminerker, Stuck, Flügeltüren, Böden, Holzverkleidungen etc. genug Leben“, so Juliane Bezzenberger. Alle historischen Böden, Decken, Wände, Holzverkleidungen, Türen und Stuck blieben also erhalten, während alle Möbel, Einbauten und das Licht hochmodern, aber vornehm zurückhaltend gestaltet wurden. Eine Leistung, die die Bauherren zu schätzen wissen: „Unsere Wohnung hat eine alte Seele, aber dank der Hilfe von SIA Studio und Juliane Bezzenberger ein junges, zeitgemäßes Gesicht.“ INNENARCHITEKTUR

34 nenraum getrennt und ebenso wichtig wie der Innenraum. Dort durchdringt ein kräftiger Holzkern vertikal die Architektur und bildet das warme Herz des Hauses. Die Räume fließen um diesen Kern herum, werden durch ihn gebildet. Im Gegensatz dazu stehen die leicht wirkenden Elemente und Flächen, wobei der visuelle Bezug nach außen – auch von diesen Raumbereichen aus – immer gegeben ist. Der Sitzbereich ist in warme Farben getaucht, die von textilen Erbstü cken unterstrichen werden. Die Sitzlandschaft ist richtungslos – man kann sich auf dem Sofa sowohl nach innen als auch in Verbindung mit der Terrasse entspannen. Die Bauherren lieben und leben die Natur. Ihr neues Zuhause, ein an einem Hang gelegenes Terrassenhaus, ermöglicht ihnen einen Rundumblick auf grü ne Täler, Burgen und Weinberge. Die Villa lebt von Aussichten, Durchblicken und dem Hineinfließen der sie umgebenden Landschaft. Wohin man auch schaut, eröffnen sich Weite und Natur, die durch Wetter und Tageszeit sowie unterschiedliche Stimmungen perfekt in Szene gesetzt werden. Das Haus besticht sowohl in der Architektur, der Entwurf vom Architekturb ro Rast aus Großbottwar stammt, als auch in der Innenarchitektur durch eine Wechselwirkung von modernem und teilweise kernigem Stil. Das B ro Aboutlama entwickelte ein ganzheitliches Interior Konzept. So steht eine Außenwand, die als Bruchsteinfassade ausgebildet ist, im Kontrast zur ansonsten modernen Architektur. Panoramafenster rahmen, wie ein ü berdimensionales Gemälde, den Blick in die Ferne. Sie lassen sich vollständig öffnen, so dass Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen können. Ein umlaufender Außenwohnbereich ist nur thermisch vom InINNENARCHITEKTUR EINE AUSGEWOGENE BALANCE Außen- und Innenarchitektur treten bei dieser Villa in Wechselwirkung Fotos: Perspektive Studio D, Dominique Gängler Fotografie

35 liebevoll die Balance zwischen bodenständiger Gemü tlichkeit und ausdrucksstarker Persönlichkeit. Exotische Wohn- und Dekorationsobjekte zeigen, dass die Bewohner:innen weltoffen und weltbereist sind.​Im Bad verstärken geschlagene Natursteinkanten eine höhlenartigen Anmutung. Offenporiger Stein und lebendig gebürstetes Holz schaffen eine kleine Oase, in die man sich zurü ckziehen kann. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.aboutlama.com Die Leuchte darü ber, die fast wie ein schü tzendes Zelt wirkt, akzentuiert durch ihre Form und ihr goldenes Licht den Sitzbereich und macht ihn behaglich. Das bewusst geerdete Zentrum sitzt in einer luftigen Umgebung. Strukturiertes Leder, aufgeraute Leinensäume und geschlagene Steinkanten sind eine Ergänzung zur Natur. Auch in der K che ist eine ausgewogene Balance entstanden – kräftige, erdige Flächen wurden mit hellen, feinen und modernen Elementen in Einklang gebracht. Zwischen Koch- und Essbereich präsentiert sich ein mittig im Raum platzierter Kamin, der von allen Wohn-Bereichen aus zu sehen ist und Assoziationen zu einem Lagerfeuer weckt. Vintage-Möbel und Erbstü cke schaffen eine gewachsene Struktur und einen wohltuenden Bruch zur neuen Architektur.​Sie halten INNENARCHITEKTUR

36 ten, um zusammenzukommen. Beispiele hierfür sind die Sportfläche im Erdgeschoss sowie die Eventfläche im 4. Obergeschoss, die zudem einen Blick auf den Rhein und den Schiersteiner Hafen ermöglicht. Darüber hinaus dienen kommunikationsfördernde Aufenthaltsbereiche, wie die Teeküchen oder aktiv nutzbare Mittelzonen im Zentrum der Büroflächen, dem Allgemeinwohl Im September letzten Jahres hieß es für die Mitarbeiter:innen der Schufa: Umzugskartons packen und auf in den Neubau „Kampus7“, einem Gebäude, das sich unmittelbar an den Hauptsitz der Gesellschaft in Wiesbaden anschließt. Rund 140 Mitarbeitende fanden hier auf insgesamt 4.000 m² einen neuen Arbeitsplatz vor, der den Maßgaben einer neuen Arbeitswelt gerecht wird. Dabei wurde das innenarchitektonische Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Schufa Holding AG vom Büro Leson entwickelt und auch die Mitarbeiter:innen selbst kamen in Workshops zu Wort. Als Ergebnis sind insgesamt fünf Raummodule entstanden, die ein ideales Arbeitsumfeld für verschiedenste Anforderungen abbilden. Zudem wurde die Unternehmenskultur in die Innenarchitektur übersetzt, um diese für die Mitarbeitenden sicht- und spürbar zu machen. Während sinnvoll kuratierte Zonierungen Raum für kommunikatives Arbeiten im Team, für Besprechungen in großer oder kleiner Runde und ruhige Rückzugsmöglichkeiten schaffen, gibt es auch größere Flächen, die ein ideales Umfeld bieINNENARCHITEKTUR GANZ SCHÖN MOTIVIEREND Anbau schafft eine neue Arbeitswelt Fotos: lumen Fotografie – Martin Joppich / Leson

37 jektspezifische Arbeitsprozesse lassen sich dank der Einführung von Desksharing und mobilem Mobiliar einfach im Büroalltag umsetzen. Das ganzheitlich entwickelte Raumkonzept bietet moderne Arbeitsräume, die jegliche Art des Arbeitens unterstützen und so die Motivation steigern. (Beteiligte Gewerke/Hersteller siehe S. 66) www.leson.de der Mitarbeiter:innen und bieten alternative Austauschflächen gegenüber dem klassischen Büro. Mit Hilfe von Themenwelten erhielt das Gesamtgebäude eine abwechslungsreiche Gestaltung, während zugleich in den einzelnen Geschossen Wiedererkennungsmerkmale zu finden sind. Dabei spielt in den Themenwelten die Natur eine große Rolle – da so das angeborene Bedürfnis, sich mit der Natur zu verbinden, unterstützt und das Wohlbefinden gesteigert wird. Um das Bürogebäude so effizient wie möglich zu nutzen, wurden feste Arbeitsplätze abgeschafft und stattdessen ein Buchungssystem eingeführt. Mit Hilfe einer Quote, die den tatsächlichen Bedarf an Arbeitsplätzen abdeckt, konnten die sonst ungenutzten Arbeitsflächen für die entwickelten Raummodule sinnvoll genutzt werden. ProINNENARCHITEKTUR

38 tenverband 2018 als Hoteliers des Jahres aus. Inzwischen betreiben sie auch in Baden Baden und in München Hotels. Zu den Highlights in Frankfurt gehören im Spa fünf in Holzlamellen eingelassene Relax-Becken. Darin entspannen die Gäste inmitten vorgewärmter Glaskugeln. Andere relaxen auf WaterjetLiegen unter einer mit Laser illuminierten Wer für dunkle Atmosphäre schwärmt, ist im „Roomers“ richtig: Schwarz ist die Phalanx luxuriöser Sportkarossen am Eingangsportal des preisgekrönten Fünf-Sterne-Hotels. Hinter dem dunklen Vorhang setzt gedämpftes Licht burlesquen Charme in Szene. Eine Kuckucksuhr mit Totenkopf und schwarzen Raketen zeigt, was die Stunde geschlagen hat. Die Rezeption fällt mit poliertem Edelstahl und von Karim Rashid designten Leuchten ins Auge. Schwanen Sessel und Chaise Longues von Cavalli aus authentischem Fell laden zum Entspannen vor dem Kaminfeuers ein. In 116 Zimmern und Suiten des ehemaligen Bürogebäudes ist dunkles Parkett die Bühne für schickes Mobiliar. Schwarz-Grauer Naturstein prägt das schicke Interior der Bäder. In der „Honeymoon-Suite“ erwartet Paare ein besonderes Packege mit allerlei Überraschungen. Die Inhaber Micky Rosen und Alex Urseanu öffneten vor 15 Jahren in der Gutleutstraße nahe des Frankfurter Hauptbahnhofs das Tor zu einer anderen Welt. Für ihr Konzept zeichnete sie der Deutsche Hotel- und GaststätHOTELS TOR ZU EINER ANDEREN WELT Fotos: Ulrich Mattner Besonderes Design und Konzept sowie burlesquer Charme prägen das „Roomers“

39 ob der Tag gerade ausklingt oder der Morgen dämmert, all jene an, die Luxus, Design und eine sinnliche Atmosphäre lieben. www.3deluxe.de www.roomers-hotels.com Nylonskulptur. Das Design des Spa stammt vom Architekturbüro 3deluxe Biorhythm. Weitere Blickfänge des Hotels sind die Sky-Lounge im sechsten Stock mit Skylineblick und das „Burbank-Restaurant“ mit 130 Plätzen, zum Teil unter freiem Himmel. Nischen gewähren romantische Momente zu zweit. Gruppentische erlauben Feiern in größere Runde. Weit über Frankfurt hinaus einen Namen hat die die mehrfach ausgezeichnete. Von Montag bis Samstag spielt hier ein DJ. Live Musik erklingt jeden Mittwoch. So zieht das „Roomers“, egal HOTELS

40 GARTEN UND LANDSCHAFT SPEZIAL Outdoor-Living ist auch 2024 wieder der Trend in der Gartenmöbelwelt und macht dem Interior-Bereich echte Konkurrenz. Garten und die Terrasse sind das neue Drinnen – hier wird sehr viel Zeit verbracht, sei es zum Relaxen, geselligen Beisammensein mit Familie und Freunden oder im nach draußen verlegten Homeoffice. Trotz Witterungsbeständigkeit und Robustheit sind Gartenmöbel und -lounges inzwischen von Interiorstücken kaum noch zu unterscheiden: Lounges mit gemütlichen Polstern, schicke Tisch-Stuhl-Kombinationen im minimalistischen Design oder der kleine Barbereich für den Sundowner haben absolut wohnliche und nicht mehr nur funktionelle Features. Ein neuer Trend bei der Outdoor-Gestaltung ist, verschiedene stimmungsvolle und entspannende Szenarien im Freien zu schaffen: Chillige Liegebereiche mit Deckchairs oder Rollliegen, ein Wohn-Ess-Kochbereich mit Outdoor-Küche für Familie und Freunde, eine schattige kleine Homeoffice-Ecke oder ein Hochtisch mit Barhockern schaffen verschiedene Aufenthaltszonen auf der Terrasse, im (Vor-)Garten oder am © Paola Lenti srl - ph. by Sergio Chimenti © Lafuma © Draenert VIELE PLÄTZE AN DER SONNE Im Trend: Terrasse und Garten werden zu Multifunktionsflächen

41 GARTEN UND LANDSCHAFT SPEZIAL zierten Ausdruck wirken die Möbel leicht und unbeschwert, passen sich perfekt jeder Stimmung an und können durch Accessoires immer wieder anders in Szene gesetzt werden. Immer noch im Trend sind Möbel mit geflochtenen Strukturen oder sehr geerdete, klassisch anmutende Designs aus massivem Holz. Zudem verleihen Materialien mit natürlicher Textur wie grobes Leinen und geflochtene Seile den Möbeln einen organischen Charme. Aber auch Naturstein, etwa als Platte für den großen Familientisch oder als ein Beistellobjekt, unterstreicht mit seinem natürlichen Pool. Was die Materialien angeht, sind auch bei Outdoormöbeln Natürlichkeit und Nachhaltigkeit angesagt: Viele Hersteller setzen auf umweltfreundliche Materialien wie recycelten Kunststoff, (unbehandeltes) FSC-zertifiziertes Holz oder Stahl und Aluminium, das aus wiederverwerteten Rohstoffen stammt. Um Möbel noch wetterfester und robuster zu machen, gibt es inzwischen zahlreiche Innovationen, darunter speziell entwickelte Membrane, die sowohl wasserabweisend als auch atmungsaktiv sind, feuchtigkeitsresistentes Sperrholz, witterungsfeste Verschraubungen oder Drehmechanismen aus rostfreiem Stahl. Vom Stil dominieren Schlichtheit und Klarheit, viele Möbel orientieren sich am Purismus von japanischem oder skandinavischem Design. Durch den redu- © Garpa © Moblibérica © G.T.Design © Lechuza © W.Schillig

42 GARTEN UND LANDSCHAFT SPEZIAL dem Naturtrend an: Erdtöne, wie Braun, Beige, Creme, Sand und Weiß, repräsentieren 2024 im Garten die Verbundenheit mit der Natur. Als Eye-Catcher passen dazu trendige Grüntöne wie Salbei, genauso wie die neue Pantone-Farbe Peach Fuzz. Auch mit einem kleinen Garten lässt sich der multifunktionale Outdoor-Lifestyle verwirklichen, denn es gibt immer mehr klapp- oder stapelbare Stühle, ausziehbare Tische sowie modulare Sofas, die sich an verschiedene Platzsituationen anpassen und immer wieder neu arrangieren lassen. Charme jeden Outdoorwohnbereich. Kunststoff wird weniger eingesetzt, wenn, dann aus recyceltem Material und vor allem, um Akzente zu setzen und Farbe ins Spiel zu bringen – etwa mit tragbaren Outdoorleuchten, wetterfesten Kissen oder Teppichen. Auch ein oder mehrere „IT-Pieces“, wie etwa der legendäre AcapulcoChair, kubusförmige Sitzhocker oder besondere Designerstühle in bunten Farben sorgen für noch mehr Individualität und Hingucker-Momente in der persönlichen Gartenoase. Ansonsten sind die Farblichkeiten eher reduziert und passen sich © Solpuri © Bolia B&B Italia © Tommaso Sartori © Idyl © Carl Hansen

Markisen · Terrassendächer · Wintergärten · Haustüren & Fenster · Zäune & Tore · Metallbau Erleben Sie alle Terrassendächer LIVE in unserer Ausstellung! Am Taubenbaum 10 · 61231 Bad Nauheim Telefon 06032 / 81851 · www.gueldener-metallbau.de Zuhause genießen. Natur erleben.

44 GARTEN UND LANDSCHAFT SPEZIAL ab“, erläutert Nina Rudolph. Auch für Spiel- und Gärtnerspaß im Garten ist gesorgt: Der Rasen ist groß genug, um zwei kleine Tore aufzustellen und seitlich des Hauses befindet sich ein Hochbeet für die Kinder und die Kräuter der Familie. Außerdem sorgen hier Schneeball, Rispenhortensien, Gräser wiegen sich sanft im Wind, ein Wasserspiel plätschert leise vor sich hin und auf dem Holzdeck liegend blickt man über Pool und Garten auf das Haus samt Küche im Freien. Hohe Kirschlorbeerhecken und eine große Bambushecke schirmen diese grüne Idylle zu den Nachbargrundstücken ab. Nina Rudolph und Sabine Ullrich-Brosch von Rudolph Gartendesign haben diese Oase samt Pool für ihre Bauherren geplant – wobei die Entscheidung für den Pool erst spät fiel. Auf Wunsch der Auftraggeber entstand so ein ebenso kindgerechter wie pflegeleichter Garten mit modernen und klaren Strukturen, dessen Pflanzen möglichst weiß blühen sollten. Neben dem Sichtschutz zu den Nachbarn wünschten sich die Bauherren auch einen absolut kindersicheren Pool. Lediglich eine wunderbare alte Linde mussten die Landschaftsplaner dabei in ihr Konzept integrieren. „Da der Garten pflegeleicht sein sollte, verwendeten wir für die Terrasse und die Umrandung des Pools cremefarbene Keramikplatten. Die anthrazitfarbenen Sitzblöcke aus Beton neben dem Pool fangen den Hang zur rechten Seite URLAUBSFEELING IN DER STADT Fotos: Nina Rudolph Kindgerechter und pflegeleichter Garten mit modernen Strukturen für eine Familie

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