CUBE Frankfurt · 01|21

22 Sehnsucht vieler Stadtplaner nach Wildwuchs und Monotonie in den Stadtbildern nach dem 2. Weltkrieg.“ Der kräftige Sockel ist aufgrund der kleinen Geschosshöhen zweigeschossig, das Wintergartenprinzip bestimmt die teilweise aus- tragenden Loggien als Erker im 2. bis 5. Geschoss und eindeutige regelmäßige Lochfassaden die üb- rigen Bereiche mit Brüstungscharakter. In den Schlafzimmern gibt es keine raumhohen Fenster. Ziel war es, individuelle Wohnhäuser in einer Fassadensprache zu entwickeln. Der Wechsel Im Frankfurter Ostend wird eifrig gebaut. Hier entsteht das Hafenpark Quartier mit Wohnraum aber auch Hotels, Büro- und Einzelhandelsflä- chen sowie Kitas. 182 Wohnungen sind inzwi- schen auf dem Baufeld Ost in zwei Gebäude- blöcken untergebracht. Für den südlichen der beiden Blöcke haben die Architekten Prasch Buken Partner mit felsensteinproject eine Part- nerschaft gebildet und gemeinsam die Gesamt- planung übernommen. Neben den vomBauherrn gewünschten differen- zierten Fassadenmussten die Architekten insbe- sondere Lösungen für Brandschutz und Schall- schutz finden. Im Fall des Schallschutzes waren verglaste Loggien die Lösung, die auch einen Teil der Fassadengestaltung prägen. „Die Fassaden- gestaltung ist insgesamt eine Rückbesinnung auf einzelne erkennbare und sich abzeichnende Fassa- denstrukturen der Gründerzeit. Wir haben diese für die einzelnen parzellengebundenen Gebäude unterschiedlich dekliniert. Dennoch verbindet sie die einheitliche Sprache“, erläutern die Ar- chitekten ihr Konzept. „So entstanden attraktive Straßenzüge, die keine Brüche aufwiesen. Eine © Martin Duckek © Martin Duckek WOHNGEBÄUDE DIFFERENZIERT & EINHEITLICH Gebäudeblöcke im Hafenpark Quartier schaffen Wohnraum und bruchlose Straßenzüge

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