CUBE Frankfurt · 03|20

76 Toby dafür verantwortlich – und das Unglück nimmt seinen Lauf ... Gian Carlo Menottis Be- gegnung mit einer englischen Baronesse, wel- che regelmäßig „Kontakt zu ihrer verstorbenen Tochter aufnahm“, hatte den Komponisten so tief erschüttert, dass er das Thema zum Sujet seiner Oper machte. „The Medium“ an der Oper Frankfurt 13., 17., 19. & 25. September, 1., 4., 8., 10. & 17. Oktober 2020 Karten & Informationen: www.oper-frankfurt.de Vor dem Hintergrund der Einschränkung des Proben- und Spielbetriebs durch die Corona- Krise hat die Oper Frankfurt den Spielplan im August und September an einigen Punkten geändert. Die Frankfurter Erstaufführung von György Ligetis „Le Grand Macabre“ wird in die Spielzeit 2023/24 verschoben. Stattdessen wird die Produktion von Gian Carlo Menottis „The Medium“ (musikalische Leitung: GMD Sebastian Weigle, Inszenierung: Hans Walter Richter), die im vorigen Sommer im Bockenheimer Depot ihre deutsche Erstaufführung feierte, erstmals im Opernhaus zu sehen sein – neu kombiniert mit kurzen Orchester- und Chorwerken. Madame Flora inszeniert Séancen, die sie sich gut bezahlen lässt. Ihre tagträumende Tochter Monica und der stumme Waisenjunge Toby, für den Monica liebevolle Gefühle hegt, helfen ihr dabei. Floras Klienten sind fest davon überzeugt, durch sie Kontakt mit verstorbenen Angehörigen aufnehmen zu können. Sie selbst hält wenig vom Übernatürlichen – bis zu dem Tag, an dem sich ihr aus demNichts eine kalte Hand um den Hals zu legen scheint. Die verunsicherte Flora macht KUNST UND KULTUR THE MEDIUM Fotos: Barbara Aumüller Gian Carlo Menottis Oper ab 13. September erstmals im Frankfurter Opernhaus

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