CUBE Frankfurt · 03|20

22 zügigen und offenen Grundrissen. „Die bauli- chen Rahmenbedingungen, die Wohnhäuser in der Niederwaldstraße um ein Geschoss aufzusto- cken, waren außerordentlich gut“, erläutert Jan Spork vomWiesbadener Architekturbüro, „denn die Struktur der Gebäude ließ es zu, nachträglich noch Aufzugsanlagen einzubauen.“ Das war eine wesentliche Voraussetzung, um die beiden sechs- geschossigen Gebäude jeweils um ein Stockwerk zu ergänzen. Dadurch konnten insgesamt sechs neue Wohnungen geschaffen werden. Wie viele andere Städte braucht auch die hes- sische Landeshauptstadt dringend mehr Woh- nungen. Eine Möglichkeit, diesenWohnraum zu schaffen, ist, bereits vorhandene Gebäude auf- zustocken. So geschehen auch imWiesbadener Rheingauviertel. Im Zuge von Sanierungs- und Nachverdichtungsmaßnahmen der GWWWies- badener Wohnungsbaugesellschaft wurde in ver- schiedenen Siedlungsstrukturen der 1950er- und 1960er-Jahre auch der Geschosswohnungsbau an der Niederwaldstraße 46–48 in Wiesbaden saniert und aufgestockt. Gebäude aufzustocken, um neuenWohnraum zu schaffen, ist auch öko- logisch sinnvoll, weil keine Flächen versiegelt werden müssen. Wie die Aufstockung des Ar- chitekturbüros grabowski.spork zeigt, kann der so gewonnene neue Wohnraum auch Qualität schaffen, die zur architektonischen Aufwertung des Gesamtgebäudes beiträgt. Für die Aufstockung wurde der frühere Dach- stuhl abgetragen und das Haus um ein Vollge- schoss in Holzbauweise ergänzt. So entstanden auf der vormals ungenutzten Dachfläche zusätzli- che Wohneinheiten als Wohneigentummit groß- WOHNGEBÄUDE ÜBER DEN DÄCHERN WIESBADENS Eine Aufstockung in Holzbauweise schafft hochwertigen Wohnraum Fotos: Jean-Luc Valentin

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