CUBE Frankfurt · 03|20

14 sige Baukörper ab, die wie das zweigeschossige Haupthaus mit Schiefer des Mayener Herstel- lers Rathscheck belegt sind. Die gerade einmal 1,5 cm dicken Platten sind mit einer unsichtba- ren Aufhängung an der Unterkonstruktion aus Aluminium angebracht. Das Grau der Fassa- dengestaltung nehmen auch Fensterrahmen, Laibungen und die Dachgaube auf, die allesamt in Aluminium gefertigt sind. Die Anordnung der Schieferplatten im wilden Verband belebt Lage, Lage, Lage – was auf dem Immobilienmarkt zählt, kommt bei den Bauherren nicht immer an. Ein ungünstig geschnittenes Grundstück, nicht dem eigenen Geschmack entsprechende Gestaltungsvorschriften können da schon ins Zweifeln bringen. Es sei denn, die Bauherren verfügen über Fantasie. Wie in Bad Vilbel, wo ein recht steiles, mit Bäumen verschattetes Grundstück und einem Bestandsgebäude mit steilem Satteldach zum Verkauf stand. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, doch die Vor- züge liegen manchmal etwas versteckter. Hier war es die Möglichkeit, neu zu bauen, und das nur 20 Minuten von der Frankfurter Innenstadt entfernt. Letztendlich war also doch die Lage ausschlaggebend, wenngleich die Topografie vor allem demArchitekturbüro einiges abverlangte. Die Straße an der südlichen Grundstücksgrenze, der Hang nach Norden abfallend. Nicht gerade ideale Voraussetzungen. Wohl überlegt setzte Architekt Andreas Schuchardt das Haus daher so weit an die östliche Grundstückgrenze, wie es das Baurecht erlaubte, ganz oben an die Stra- ße. Den Garten schirmen mehrere eingeschos- WOHNGEBÄUDE SONNIGER NORDHANG Fotos: Rathscheck Ungünstige Topografien gibt es nicht, wenn die Lage stimmt

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