CUBE Frankfurt · 01|20

76 rotemMainsandstein, in dem das Museumsdepot und das Stadtarchiv untergebracht sind, wurde das Baugrundstück am Hangfuß des Schloss- bergs nivelliert“, so Martin Bez vom Stuttgarter Architekturbüro. Aus diesem massiven Sockel erheben sich zwei über Eck gestellte, gläserne Gebäudelaternen, die den Stadteingang akzentu- ieren. „In ihrer hellen und nachts hinterleuchte- tenMaterialität aus transluzentem Profilbauglas bilden sie einen ästhetischen Kontrast zum So- Miltenberg gilt als Perle am Main. Malerisch umschließenMauern und Tortürme die schma- len Gassen mit Häusern aus Buntsandstein und Fachwerk der gut erhaltenen Altstadt. Zur einen Seite erstreckt sich der Main und zur anderen begrenzt ein steiler Berghang die Stadt, in deren Westen beimMainzer Tor auch ein Steinbruch liegt. Der ehemals dort abgetragene rote Main- sandstein dominiert Miltenberg. Das zeigt schon das repräsentative, zentral gelegene rote Torhaus amMain. Weniger schmuck war viele Jahre der Zugang von Westen. Dabei steht dort mit dem Mainzer Tor ein Relikt aus dem Spätmittelalter. Seit an dem Turm angrenzend 2019 der Neubau des Museumsdepots, Stadtarchivs und Jugend- zentrums eröffnet wurde, hat auch der Westrand der Stadt Miltenberg ein repräsentatives Entree erhalten. Museumsdepot, Stadtarchiv und Jugendzentrum von Bez + Kock Architekten befinden sich da- bei auf einem leicht abschüssigen Grundstück, worauf zuvor ein Autohaus stand, das mehrere Jahre unbesetzt war. „Durch ein eingeschossiges Sockelbauwerk aus handwerklich behauenem, AUSFLUGSTIPP ÄSTHETISCHER KONTRAST Fotos: Stephan Baumann/bild_raum Neubau mit Bezug zur Region wertet Stadteingang auf

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