CUBE Frankfurt · 04|18

22 Da das frühere Fabrikgelände von einer reinen Wohngegend umgeben ist, mussten sich u. a. die baulichen Änderungen in die Umgebung einfü- gen und an die Vorgaben des Bestands halten. Es wurde energetisch saniert und statisch ertüchtigt. Auch weil das Ziegelmauerwerk heutigen Ansprü- chen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nicht entspricht, wurden die Wände gedämmt. Im ers- ten und zweiten Obergeschoss entstanden je eine Wohneinheit und im Erdgeschoss eine Bürofläche. Vom Treppenraum im Dachgeschoss führt ein Zugang zu der Dachterrasse, die zum zweiten Obergeschoss gehört. Das erste Obergeschoss profitiert von einem an der Gartenseite eigens Obertshausen und Offenbach waren lange Zeit ein überregionales Zentrum für die Herstellung von Lederwaren. Zwar gibt es hier noch heute Manufakturen für Lederwaren, doch der Ma- schinenbau dominiert inzwischen. Leerstehende Fabrikgebäude können daher umgenutzt werden. Im alten Ortskern von Hausen/Obertshausen wandelten geiseler gergull Architekten nun auf einem 1.119 m 2 großen Grundstück eine ehe- malige Lederfabrik in Loftwohnungen um und planten hier zudem drei neue Townhouses. Das ehemalige Ensemble setzte sich aus dem drei- geschossigen Fabrik- und dem zweigeschossigen Bürogebäude zusammen; ein dazugehöriges Vor- derhaus wurde und wird als Wohnhaus genutzt. Alle Bauten wurden 1956 errichtet, standen aber – bis auf das Wohnhaus – zuletzt einige Jahre leer. Das Fabrikationsgebäude sollte auf Wunsch des Bauherren konstruktiv und energetisch saniert und in Loft-Wohnungen umgewandelt werden. Das frühere Bürogebäude konnte wegen seiner Bausubstanz allerdings nicht erhalten werden. Hier wollte der Bauherr neugebaute Town Houses mit Wohnungen realisiert sehen. WOHNGEBÄUDE WOHNEN STATT ARBEITEN Fotos: Moritz Bernoully Auf dem Grundstück einer ehemaligen Lederfabrik entstanden Loftwohnungen und Town Houses

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