CUBE Frankfurt · 02|18

74 sind es in den Niederlanden 27 Prozent. Allein in der Studentenstadt Münster sind es mehr: 38 Prozent. Die Ausstellung wirbt mit Projekten aus aller Welt für die sanfte Rückeroberung der Stadt Städtebau, Landschaftsarchitektur und Verkehrs- planung widmen sich ein und demselben öffent- lichen Raum. Der Radverkehr spielt in allen drei Bereichen mittlerweile eine zentrale, verbindende Rolle; man könnte ihn auch als Seismografen der Urbanität bezeichnen. Um die Lebensqualität zu erhalten und weiter zu verbessern, braucht es in einer zunehmend dicht bebauten und intensiv genutzten Stadt mehr Raum auf Straßen und Plätzen, mehr Grün- und Freiflächen. Das DAM möchte mit der Ausstellung „Fahr Rad!“ eine integrierende Debatte mit den Ver- antwortlichen anstoßen und die verschiedenen Disziplinen und die breite Öffentlichkeit zum Austausch und zur Zusammenarbeit anregen. Sie dokumentiert, wie eine Stadtentwicklung ausse- hen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt. Zurzeit werden in Deutschland rund 11 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad erle- digt. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden, denn die Nachbarländer zeigen, dass hier noch reichlich Potenzial liegt: Während in Dänemark rund 18 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, Lola Domènech: Passeig de St Joan, Barcelona/ Spanien, 2011/2014, Foto: Adrià Goula Mayer/Reed; ZGF Architects: Max Orange Line, Stadtbahn von Portland nach Milwaukie, 2015, Foto: C. Bruce Forster cepezed architects: Moreelse Brücke, Utrecht/Niederlande, 2017, Foto: cepezed - lucas van der wee SWA Group: Buffalo Bayou Park, Houston/USA, 2015, Foto: Jim Olive, courtesy of Buffalo Bayou Partnership ARCHITEKTURMUSEUM RADFAHREN IN UND FÜR DIE STADT Die Ausstellung „Fahr Rad!“ zeigt Vorzeigebeispiele für die Mobilitätswende

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