CUBE Frankfurt · 02|18

28 dass die Grundstruktur der Burganlage statisch und technisch ertüchtigt sowie die historischen Decken und Raumstrukturen saniert wurden. Komplexe Aufgaben. Denn damit beispielsweise die nötigen Arbeiten amDachstuhl durchgeführt werden konnten, musste eine regendichte Not- dachkonstruktion eingerichtet werden. Darüber hinaus wurden u. a. Gauben und Gesimse in Die Burgendichte amMittelrhein ist einzigartig. Eines der vielen historischen Zeugnisse ist die ehemalige Kurfürstliche Burg in Boppard. Zu Beginn des 14. oder bereits Ende des 13. Jahr- hunderts war sie zur Sicherung des Rheinzolls gebaut worden. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es Überlegungen hier ein städtisches Museum einzurichten. Schließlich wurde ein zweipha- siger Ideen- und Realisierungswettbewerb aus- gelobt, in dem u. a. die Einheit der Burg durch das Schließen einer Lücke zumRhein hin herge- stellt werden sollte. Den ersten Platz erhielt das Architekturatelier Berlin/Detmold für seinen Vorschlag eines kubischen, modernen Fugen- schlusses in Beton mit Glas- und Stahlfassaden. Nach diesem Entwurf wurde der neue Zugang von der Rheinpromenade mit einem transpa- renten Erschließungsbereich gebaut. Die Architekten Naujack Rind Hof aus Koblenz übernahmen die Ausschreibung und örtliche Bauleitung. Ziel der Sanierung und Umgestal- tung war die Grundinstandsetzung sowie die Integration des Museums in die Stadt Boppard. Die Koblenzer Architekten sorgten u. a. dafür, BAUKULTUR ERTÜCHTIGUNG UND INTEGRATION Denkmalgerechte Sanierung der Kurfürstlichen Burg in Boppard Fotos: Jörg Hempel

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