CUBE Frankfurt · 02|18

18 Eine Deckenaufkantung schaufelt auf dieser Seite durch eine Reflexion von außen zusätz- lich Tageslicht ein. Es entsteht eine annähernd schattenlose Ausleuchtung des Raumes imVer- lauf eines Tages“, erläutert Entwurfsverfasserin Prof. Susanne Gross. Die massiven Betonträger sind an den Schnittstellen mit der Außenwand mittels Vouten verjüngt und lagern nicht auf der Wand, sondern sind hängend mit ihr ver- bunden. Unterhalb dieser Schnittstelle zwischen Nach nur 19 Monaten Bauzeit konnten die vier Fachgebiete des Maschinenbaus das neue Ger- hard-Pahl-Zentrum nutzen. Bis dahin waren sie auf zwei Standorte verteilt. Das dreigeschossige Gebäude von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner mit 2.750 m 2 Nutzfläche, vier Computer-Pool-Räumen für 320 Studierende, Maschinenhallen für rund 20 unterschiedliche Prüfstände der Fachbereiche Strukturdynamik, Mechatronische Systeme und Produktentwick- lung Maschinenelemente sowie einem Schu- lungsraum mit Werkstatt ist im Inneren klar zoniert: Lehre und Forschung gruppieren sich um eine Kernzone mit Erschließung, Bürobe- reichen und Nebenräumen. „Die mittig gelegene, 52,5 m lange und 9 m hohe Halle wird als Raumkörper aufgefasst, der aus zwei Lichtquellen kontinuierlich ein Maximum an Tageslicht einfängt. Die zwei Lichtquellen ver- laufen über die ganze Länge parallel zueinander und verstärken sich gegenseitig: Ein Oberlicht- band entlang einer Raumkante spendet zeni- tales Licht und wird verstärkt durch ein hohes gegenüberliegendes Fensterband nach Norden. © Philip Kohler ÖFFENTLICHE GEBÄUDE UNTER EINEM DACH Fotos: Yohan Zerdoun, Freiburg Im neuen Gerhard-Pahl-Zentrum ist Platz für die Fachgebiete des Maschinenbaus

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