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Wohnhaus mit Panoramablick

Der Anbau ermöglicht Ausblicke auf den Zürichsee, die Stadt und Glarner Berge

Das Zweifamilienhaus am linken Zürichseeufer aus dem Baujahr 1911, das in seiner Formensprache... mehr

Das Zweifamilienhaus am linken Zürichseeufer aus dem Baujahr 1911, das in seiner Formensprache in der Tradition der städtischen Riedtlisiedlung steht, ist am nordöstlichen Rand des Dorfkernes in der Nähe des Bahnhofes situiert. Das Gebäude ist orthogonal zum See ausgerichtet. Ausgangslage für die Erweiterung war ein bewilligtes Bauprojekt von Outumuro Hasler.

Das dreigeschossige Wohnhaus mit grossem Umschwung liegt an erhöhter Hanglage. Durch den dem Gartengeschoss vorgelagerten Anbau wurde die orthogonale Stellung des Hauses akzentuiert. Ostseitig wurde das bestehende Haus um einen eingeschossigen Anbau erweitert. Dieser ist mit dem bestehenden Erker verbunden und soll neu als Terrasse und gedeckter Aussenraum genutzt werden.

Die topographische Situation sowie ein überhohes Kellergeschoss ermöglichten das Einschieben eines Erschliessungsgeschosses und damit die konsequente Trennung der Funktionen innerhalb der Wohnung, aber auch der beiden Wohnungen innerhalb des Hauses. Das eingeschobene Zwischengeschoss im Gebäudesockel erlaubt es, einerseits die Hauseingänge neu zu disponieren und somit die beiden Wohnungen über eigene Eingänge zu erschliessen und andererseits das Erdgeschoss mit dem neu genutzten Untergeschoss zu verbinden.

Herzstück der Wohnung bilden die überhohe Wohnküche im ehemaligen Kellergeschoss sowie der Anbau mit dem grossen Panoramafenster auf die Landschaft des Zürichsees. Präzis eingefügte Öffnungen ermöglichen spannende Durchblicke vom einen auf das andere Geschoss sowie diverse Ausblicke auf den See, die Stadt Zürich und auf die Glarner Bergketten. Diese Ausblicke, Durchblicke und Lichteinfälle hatten die Architekten Nicola Baviera und Katrin Hürzeler in unterschiedlichen Modellen untersucht. Ziel war es, die gut erhaltene Bausubstanz, deren Charakter sowie die neue Raumdisposition im Innern mit spezifisch ausgewählten Materialen und den eigens entwickelten Einbaumöbeln in Einklang zu bringen. Die olivgrün oder weiss gespritzten Raumteiler, Geländer, Küche und Sideboard stehen in Kontrast zu den weissen Wänden und dem hellen Eichenparkett.

Das äussere Erscheinungsbild wird hauptsächlich durch zwei unterschiedliche Farbtöne geprägt. Das neu aussengedämmte Gartengeschoss erscheint in einem erdigen Braunton und lässt das Volumen quasi aus dem Boden herauswachsen. Das Erdgeschoss hingegen ist in einem hellen Weiss gehalten und hebt sich somit vom dunklen Sockelgeschoss klar ab. Diese sorgfältige Differenzierung und der Umgang mit den unterschiedlichen Farben führte dazu, dass die Schlosserarbeiten zu einem wichtigen architektonischen Element wurden.

www.nicolabaviera.ch

Architekten: Nicola Baviera Architekten www.nicolabaviera.ch Fotos: Johanna Muther mehr

Architekten:

Nicola Baviera Architekten
www.nicolabaviera.ch

Fotos:

Johanna Muther