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Wohnen mit Industriecharme

Eine Wohnüberbauung in Pfäffikon erzählt die Ortsgeschichte weiter

Auf einem vormals industriell genutzten Areal in Pfäffikon am See erstellten die Architekten... mehr

Auf einem vormals industriell genutzten Areal in Pfäffikon am See erstellten die Architekten Anne-Marie Fischer und Reto Visini eine moderne Wohnüberbauung mit 145 Wohnungen und Lofts und einer Gewerbefläche von 1'500 m2. Das Bebauungskonzept hat die Volumetrie der Industriebauten übernommen und kompakte Grossvolumen in den Fussabdruck des Bestandes gesetzt. Die Geschichte des bisher industriell genutzten Ortes bleibt in der neuen Überbauung spürbar und die bestehende bauliche Dichte bleibt erhalten. Entstanden ist ein Ort mit starker Identität, wobei der Charme des Bestandes in den neuen Wohnbauten erlebbar bleibt.

In der Tiefe des Areals sind die drei Längsbauten in unterschiedlichen Abständen zueinander gesetzt; die ehemalige Fabrikfront zur Seepromenade wurde übernommen. Das Gebäude am See bietet jeder Wohnung eine grosszügige Loggia und birgt in den beiden untersten Stockwerken zweigeschossige Gartenmaisonetten, die wie private Reihenhäuser funktionieren, jedoch ins Grossvolumen integriert sind. Eine schmale Wohngasse bildet den Zwischenraum zum zweiten Gebäuderiegel, der in Anlehnung an den früheren Warenumschlagplatz und die dortige Kranbahn fast zwei Geschosse über dem neuen Freiraum schwebt und eine hybride Lofttypologie beinhaltet, die sowohl für Wohnen als auch für Arbeiten geeignet ist. Dahinter erstreckt sich eine weite, chaussierte Platzfläche, die durch ein grosszügiges Wasserbassin unterteilt wird und mit lichten Baumgruppen bestanden ist. Spielgeräte aus Robinienstämmen und Hanfsei-len, sowie Sitzbänke zonieren den differenziert ausgestalteten Freiraum zur multifunktionalen Bespielbarkeit für Gross und Klein.

Mit der Gestaltung der Umgebung wurden die Qualitäten des Seeufers in die Mitte der Überbauung hinein getragen und kommen so allen Längsbauten zugute. Der Abschluss zur Tumbelenstrasse bildet ein übertiefes Gebäude mit schlanken Wohnungen, die auf den Etagen paarweise jeweils nach Süden eine kompakte Kleinwohnung rahmen. Ein zweigeschossiger Sockel mit Gewerberäumen belebt die Strasse. Das vierte Gebäude steht westlich des Platzes senkrecht zum See und begleitet den Weg über die Fabrikstrasse, welche die Uferpromenade zukünftig direkt mit dem Bahnhof verbindet. In ihm sind neben Familienwohnungen zwei Kindergärten und eine Krippe untergebracht. Das gesamte Areal ist eingeschossig unterkellert. In der Einstellhalle unter dem Freiraum befinden sich die Parkplätze.

www.visini-architekten.ch

Architekten: Reto Visini Architekten www.visini-architekten.ch Fotos: Bruno Helbling mehr

Architekten:

Reto Visini Architekten
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Fotos:

Bruno Helbling