Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Subtil eingefügt

Regionaltypische Proportionen wurden zeitgemäss interpretiert

In der Kernzone von Risi in Birmensdorf ist an der Stelle eines Doppelbauernhauses die... mehr

In der Kernzone von Risi in Birmensdorf ist an der Stelle eines Doppelbauernhauses die Neubausiedlung Risihof mit 13 neuen Mietwohnungen entstanden. Mit ihrem baulichen Eingriff reagieren die Architekten Sarah Gatto und Adrian Weber subtil auf die städtebaulichen Vorgaben. Zwischen den Neubauten wurde ein Freiraum offen gelassen, der dem ehemaligen Wohnhaus bezüglich Grösse und Typologie Rechnung trägt. Mit ihrer Situierung und Volumetrie generieren die Ersatzneubauten klar definierte Aussenräume und Verkehrswege.

Die zwei Mehrfamilienhäuser spannen einen gemeinsamen Aussenraum auf, der die Adresse der beiden Häuser bildet und gemeinschaftlich sowie privat genutzt wird. Der Verkehr und die Fussgängererschliessung sind klar getrennt worden. Der gemeinschaftlich genutzte Aussenraum ist komplett autofrei gestaltet. Der Übergang zwischen dem neugestalteten und dem bestehenden Freiraum des Dorfkerns ist fliessend.

Mit regionaltypischen Proportionen und Dachüberständen nehmen die zwei Baukörper die Typologie ihres Umfelds auf und interpretieren sie in einer zeitgemässen Architektursprache. Die eingezogenen Loggias mit Fensterläden integrieren sich in das Gebäude und korrespondieren so mit dem Gesamtbild des ursprünglichen Objekts. Die Dimensionen der Öffnungen sind der heutigen Wohnnutzung angepasst. Die schlichten Faltschiebeläden aus Aluminium übersetzen die ursprünglichen Klappläden neu. Sie dienen auch als individueller Sonnenschutz und werden zum prägenden Stilelement in der Fassadengestaltung. Die Fassade wurde mit einer vertikal gerillten Kammstruktur verputzt und erhielt dadurch ein einheitliches Erscheinungsbild. Die farblich abgesetzten und abgestuften Fensterfaschen und -läden setzen einen Kontrast zur hellen Putzfassade.

Die neuen Bauten fügen sich so unaufdringlich in den bestehenden Kontext der verputzten Bauten. Jede Wohnung ist auf die Aussicht beziehungsweise auf die Besonnung ausgerichtet. Der grosszügige offene Raum bildet einen Kontrast zu den daran angrenzenden, geschlossenen Raumeinheiten und fliesst kontinuierlich nach aussen über die Loggia ins Grüne.

www.adrian-weber.ch
www.offizin-a.ch

Architekten: Sarah Gatto www.adrian-weber.ch Fotos: Seraina Wirz www.afaf.ch mehr

Architekten:

Sarah Gatto
www.adrian-weber.ch

Fotos:

Seraina Wirz
www.afaf.ch