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Neuapostolische Kirche

Der Sakralbau setzt einen städtebaulichen Akzent und fasziniert mit seinem Lichtspiel im Innern

Das repräsentative Bauwerk der Neuapostolischen Kirche in der Nähe vom Freilager in... mehr

Das repräsentative Bauwerk der Neuapostolischen Kirche in der Nähe vom Freilager in Zürich-Albisrieden leistet einen wichtigen baukulturellen Beitrag und trägt zur städtebaulichen Aufwertung des Quartiers bei. Der von Guignard & Saner Architekten erstellte Sakralbau mit den 36 darüberliegenden Wohnungen steht prominent an der Strassenseite.

Die Eingangshalle öffnet sich als zweigeschossige, voll verglaste Halle gegen die Strasse und wirkt einladend auf Passanten. Das grosszügige Foyer lädt die Kirchgänger zum Verweilen ein. Neben diesen überhohen Räumen sind im Erdgeschoss auch ein Mehrzwecksaal und die Toiletten angeordnet. Über zwei Treppen und eine Galerie mit Ausblick auf die Eingangshalle gelangt man in den ersten Stock, wo sich die Unterrichtsräume und die Sakristei sowie der Eingang zur Empore mit 84 Sitzplätzen befinden. Der Kirchensaal von 9 m Höhe verfügt über rund 330 Sitzplätze. Das Tageslicht wird durch die 16 m breite und 9 m hohe Glaswand hinter dem Altar und das 16 m² grosse Oberlicht in den Kirchensaal geleitet. Die Glaswand besteht aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion, welche die äussere Hülle bildet. Ein Drittel der Glasfläche wird von einer davorstehenden Pfeifenorgel hinter dem Altar verdeckt. Im Inneren wurde im Abstand von ungefähr einem halben Meter eine zweite Glaswand aus aufeinandergelegten Glasscheiben aufgebaut. Die Ansicht vom Saal ist die Bruchkante dieser 15 cm tiefen Gläser. Um einen speziellen farblichen Effekt zu erzielen, wurde die hintere Kante mit Silberoxyd in verschiedenen Brennzeiten eingebrannt, sodass diverse Gelb- bis Brauntöne entstanden. Eine Technik, mit der schon im Mittelalter Glas gelb gefärbt wurde.

Die Verglasung mit ihrem faszinierenden Farbspiel verleiht dem Kirchensaal eine spezielle Magie. Das Licht durch die runde Öffnung am höchsten Punkt der Kuppel ist eine architekturhistorische Referenz an ein Opaion frühchristlicher Kultusbauten.

Das Lichtkonzept für Kirchenraum, Foyer und Eingangshalle erstellte Michael Josef Heusi, Lichtplaner und Mitglied der VSI.ASAI. Um die in sich ruhende Anmut des Kirchensaals zu betonen, wurde für das Kunstlicht ein Konzept des intrinsischen Lichts gewählt. Das Licht kommt aus der Architektur und die Leuchten treten kaum in Erscheinung. Die warme Farbtemperatur der linearen Downlights unterstützt die Stimmung der Geborgenheit. Die Eingangshalle und das Foyer sind jeweils mit einer Gruppe stabförmiger Pendelleuchten bespielt, welche die beiden Räume zentrieren. Die gependelten Lichtobjekte bilden einen Kontrast zum Konzept des Kirchensaals.  

www.guignardsaner.ch
www.mjh.ch

Architekten: Guignard & Saner Architekten www.guignardsaner.ch Fotos: Roland Bernath mehr

Architekten:

Guignard & Saner Architekten
www.guignardsaner.ch

Fotos:

Roland Bernath