Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Hallenbad mit Seesicht

Aus einer alten Truppenunterkunft wird ein lichtdurchflutetes Schwimmbad

Eine ausgediente, unterirdische Truppenunterkunft auf dem Erlenbacher Schulareal wurde in das... mehr
Eine ausgediente, unterirdische Truppenunterkunft auf dem Erlenbacher Schulareal wurde in das Hallenbad Allmendli verwandelt. Hier erhalten Schulkinder Schwimmunterricht mit Ausblick auf den Zürichsee.

Anstatt alle Bereiche des Bades in den unterirdischen Schutzbau unterzubringen und diesen aufwendig auszuhöhlen, hängte das Team, bestehend aus Pöyry Schweiz und illiz architektur, das Becken einfach in die bestehende unterirdische Kubatur hinein. So liegt der Wasserspiegel ebenerdig im Gelände und ermöglicht einen weiten Seeblick. Im unterirdischen Bestand wurden Becken und Hubboden, die Haustechnik sowie die Eingangshalle mit Garderoben untergebracht. Die eigentliche Badehalle ist als Pavillon über das neue Becken gestülpt und markiert den städtebaulichen Abschluss des Schulareals.

Die Südostecke der Militärunterkunft wurde freigelegt. Zwischen zwei Stützwänden spannt sich eine geschosshohe Glasfassade auf, die den Blick in das Innere freigibt. Nach aussen strahlen dunkelgrüne Wandplatten und assoziieren den Moment des Eintauchens in einen See. Wenn man über den schmalen Treppenraum in der Badehalle an die Oberfläche steigt, wird die Wandgestaltung lichter, auf Höhe der Wasseroberfläche gleicht sie einem sonnigen Ufer in silbrigem Grün und Zartrosa.

Eine massive Betonkassettendecke überspannt die Grundfläche der Badehalle und ruht an ihren Rändern auf einer Reihe schlanker Betonfertigteilstützen. Fast schwebend wirkt die Decke über dem zarten Plattenmuster, welches die Innenwände bespielt. Zwischen den Stützen faltet sich der silbergraue Boden zu Sitzbänken, die das Becken umrahmen. Eine filigrane Glasfassade umhüllt das rohe Betongerippe wie eine Blase. Wenn der Innenraum in der Dämmerung zu leuchten beginnt, wird dieses Spiel der Kontraste zwischen Leichtigkeit und Massivität besonders deutlich. Die dunkle Gebäudehülle löst sich auf und offenbart die Plastizität der tragenden Struktur mit ihrer ganz besonderen Tektonik.

www.illiz.eu
Architektur: illiz architektur www.illiz.eu Fotos: Hertha Hurnaus mehr

Architektur:

illiz architektur
www.illiz.eu

Fotos:

Hertha Hurnaus