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Dreifache Seesicht

Ein Gebäude, zwei Etagen, drei Wohnungen

Beim Mehrfamilienhaus oberhalb des Greifensees handelt es sich um einen Ersatzneubau in einem... mehr

Beim Mehrfamilienhaus oberhalb des Greifensees handelt es sich um einen Ersatzneubau in einem typischen Einfamilienhausquartier. Aufgrund von Generationenwechseln stehen Häuser zur Disposition, was oft zu Um- oder Ersatzneubauten führt. So auch hier, mit dem Unterschied, dass die Eigentümerin den Neubau selbst initierte: Wo früher eine Familie auf einer Grundstücksfläche von 1‘098 m² ein Zuhause hatte, wohnen jetzt neu drei Parteien in einem repräsentativen Neubau.

Bereits von aussen fällt der Bau aus dem Rahmen. Volumetrisch und massstäblich sucht das Gebäude zwar den Dialog mit dem Ort und dem Quartier. Doch die gestapelten Wohneinheiten, die sich von aussen klar abzeichnen – ein sauber geschnittenes kubisches Obergeschoss auf einem Erdgeschoss mit gerundeten Ecken, das wiederum auf einem sich in Aluminium abzeichnenden Sockelgeschoss ruht – setzen in dem Quartier einen markanten Akzent.

Der Neubau beherbergt in einem Gebäudevolumen von 2‘720 m³ drei Wohnungen unter einem Dach: zwei auf Gartenniveau und eine im Attika. Darunter liegt das Eingangsgeschoss mit vorgelagerter Erschliessungs- und Spielfläche. Die Parzelle fällt zum See hin leicht ab; je nach Fassadenseite tritt das Gebäude dadurch ein-, zwei- oder dreigeschossig in Erscheinung und weist sowohl für den Nutzer wie auch für die Nachbarschaft einen angenehmen Massstab auf.

Grosse Fensterflächen öffnen die Fassaden allseitig, abgerundete Ecken brechen die Gebäudedimensionen im Grundriss und lassen es sanft wirken. Die Organisation des Gebäudes bietet den drei Parteien viel Privatsphäre mit Eigenheimqualitäten. Die Wohnungen sind weitgehend entflochten und so vor gegenseitigen Einblicken geschützt. Sie profitieren jedoch von der gemeinsam nutzbaren Infrastruktur im Sockelgeschoss. Die Erdgeschosswohnungen sind aufgrund des Bezuges zum Greifensee sowie der Himmelsorientierung bzw. Besonnung unkonventionell organisiert. Der aussergewöhnliche Grundriss ermöglicht die vollumfängliche und optimale Nutzung der Lagequalitäten: die Wohn- und Essküche ist seeseitig in Richtung Osten zu finden, das Wohnen gegenüber in Richtung Westen zur Abendsonne hin situiert. Dazwischen liegen die Schlafzimmer. Entsprechend ist auch der Aussenraum flexibel nach denselben Kriterien individuell nutzbar.

Die grosszügige Attikawohnung ist direkt mit dem Lift erschlossen und verfügt über gedeckte und offene Dachterrassen, eine herrliche Aussicht über den See inklusive. Die Auskragung im Attika mit Alpenpanorama richtet sich frontal zur Strasse aus.

Das Gebäude per se ist in Richtung See überhängend, spielt mit der Topografie und stellt die Hauptorientierung der Anlage klar. Stützmauern, Garten- und Platzbeläge schaffen einen nahtlosen Übergang von der Architektur zur Landschaft und weiten so den Wohnraum nach aussen aus.

Die Massstäblichkeit manifestiert sich darin, wie sich das neue Gebäude in der Grund- und Schnittentwicklung ins bestehende Quartier einfügt. Und wie es mit den Aussenräumen umgeht; diese sind nicht zu reinem Abstandgrün degradiert, sondern als Ausweitung der Innenräume konzipiert worden.

www.m3-architekten.ch

Architekten: m3 Architekten www.m3-architekten.ch Fotos: Bruno Helbling Basil Düby mehr

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Fotos:

Bruno Helbling
Basil Düby