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Betreutes Wohnen

Das Haus Niederfelben bietet eleganten Wohnraum für 40 Menschen mit Beeinträchtigungen

Am Stadtrand von Zürich Richtung Zollikon verfügt die Schweizerische Epilepsie-Stiftung über ein... mehr

Am Stadtrand von Zürich Richtung Zollikon verfügt die Schweizerische Epilepsie-Stiftung über ein grosses, zum Zürichsee hin abfallendes Areal mit Bauten unterschiedlichster Nutzung. Auf dem öffentlich zugänglichen Grundstück an herrlicher Aussichtslage über dem Zürichsee wohnen und arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Bruno Giacometti entwarf einst den Masterplan für das Areal und begleitete die baulichen Entwicklungen von 1962-1979.

Der von Tobler Litscher Architekten erstellte Neubau für 40 betreute Wohnplätze ergänzt die städtebauliche Struktur des Areals peripher und macht dessen Weite lesbar. Der kompakte Baukörper geht haushälterisch mit der Landreserve um den Obsthain um. Mit seinem zurückspringenden Attikageschoss reagiert das Gebäude auf das angrenzende, weniger hoch bebaute Wohnquartier. Dank der grossen Durchlässigkeit zwischen den Bauten bleibt die Topografie ablesbar. Das Gebäude erscheint bergseitig zwei- und seeseitig viergeschossig. Das Wohnhaus Niederfelben bietet Wohnraum für Menschen mit einer kognitiven und körperlichen Beeinträchtigung. Über seinen zweigeschossigen Eingang gelangt man in die Treppenhalle mit einem grossen Oberlicht über dem Treppenauge. Die Treppenhalle ist zentraler Ort der Begegnung und schafft kurze Wege im Betrieb. Auf jedem Geschoss sind zwei Wohngruppen mit dazugehörigen Betreuungseinrichtungen organisiert. Ein Entrée führt in die in den Gebäudeecken platzierten Wohn- und Essbereiche. Die Pflegebäder sind um den Erschliessungskern herum angeordnet und die privaten Zimmer mit unterschiedlicher Aussicht und Besonnung auf drei Seiten orientiert. Die Dienstzimmer liegen zentral am Treppenhaus und die Büros der Leitung neben der Anlieferung.

Das nach Minergie zertifizierte Gebäude ist in Massivbauweise erstellt und das Einsteinmauerwerk sorgt für ein angenehmes Raumklima. Die verputze Fassade ist stark horizontal gegliedert. Die grobe Körnung des Verputzes nimmt von unten nach oben ab und lässt ein subtiles Licht- und Schattenspiel zu. Unterstützt wird das lebendige Fassadenbild durch eine nach oben abnehmende Farbintensität der Putzbänder. Das fest im Gelände verankerte Gebäude erlangt nach oben eine zunehmende Leichtigkeit. Die französischen Fenster und der textile Sonnenschutz verleihen der Fassade den ausgeprägten Charakter eines Wohnhauses.

Naturbelassene Holz-/Metallfenster sorgen zusammen mit dem Parkettboden für eine wohnliche Atmosphäre, welche sich bis auf die Terrassen hinaus erweitert. Der helle, fugenlose Terrazzoboden verleiht der Treppenhalle eine enorme Eleganz und bietet gleichzeitig die notwendige Robustheit. Die haustechnischen Anforderungen entsprechen jenen eines Pflegeheims, ohne dass dies offensichtlich ist.

www.toblerlitscher.ch

Architekten: Tobler Litscher Architekten www.toblerlitscher.ch Bauleitung: Rebobau... mehr

Architekten:

Tobler Litscher Architekten
www.toblerlitscher.ch

Bauleitung:

Rebobau
www.rebobau.ch

Bauingenieur:

Borgogno + Eggenberger Partner
www.beup.ch

HLKSE-Planer:

Meili Tanner
www.mtpb.ch

Akustik und Bauphysik:

Bakus
www.bakus.ch

Landschaftsarchitekten:

Jaqueline Noa
www.noa.ch

Fotos:

Marc Latzel