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Wiener Gemütlichkeit

Frei interpretiert von fünf Architekten und Designern

Kein Raum gleicht in dem altehrwürdigen Patrizierhaus dem anderen. Dafür ist das Hotel Altstadt... mehr

Kein Raum gleicht in dem altehrwürdigen Patrizierhaus dem anderen. Dafür ist das Hotel Altstadt Vienna bekannt. Ob polarisierend und mutig, modern oder opulent barock. Namhafte und auch aufstrebende Architekten, Designer und Künstler haben hier die Kunst der Gastfreundschaft ganz nach ihren Vorstellungen interpretiert. Neben Mattheo Thun, Lena Hoschek oder Andreas Lackner waren nun fünf weitere Architekten und Designer am Werk im Boboville am Spittelberg. Die einzige Vorgabe an die Kreativen war, den roten Faden des Hotelkonzepts mit seiner Vermittlung der Wiener Gemütlichkeit weiterzuspinnen. Viel Spielraum also für eine persönliche Note.

Lilli Hollein und Markus Eiblmayr bespielen ihre Bühne mit einer dramatischen Wolkentapete vor dessen Vorhang sie die österreichische Designszene holen. Ein Luster von Chmara.Rosinke über dem Diwan von Patrycja Domanska, nebenan ein Sekretär von March Gut. All das rund um ein ganz persönliches Stück: Den eigens von den beiden entworfenen Teppich, der eine Reihe von Farben in dem Zimmer aufnimmt. Die für Wien so typisch großzügigen Altbau-Räumlichkeiten wurden mit Spiegeltricks à la Adolf Loos noch erweitert und das Badezimmer ließen sie mit handgefertigten Fliesen des österreichischen Start-ups Karak kacheln. Gregor Eichinger lenkt den Blick der Gäste gezielt in die Stadt hinein. „Die Stadt ist das Thema, nicht das Zimmer. Das Zimmer versorgt einen und birgt alle Annehmlichkeiten, die man erwartet, aber sie sind nicht im Vordergrund“, so beschreibt er seine Herangehensweise. Zentrales Element ist hier jedenfalls das Bett fernab der Wand und das Fenster, das Wien auch von indoor erleben lässt und wo abends ganz großes Kino ablaufen kann. Adolf Krischanitz übersetzt die Kunst, diesen herausragenden Fokus des Hotel Altstadt, in eine Tapete. Er lässt sie einfließen in die Gestaltung seines Raumes, stellt der künstlichen Blumenwiese eine natürliche Holzvertäfelung gegenüber und verschränkt die unterschiedlichen Funktionen des Hotelzimmers mit einer zentrifugalen Anordnung des Mobiliars, dessen Entwürfe großteils aus seiner Feder stammen. Wie auch die schwebende Bank, die er einst für Wittmann entwarf. Für Roland Nemetz, selbst Betreiber von Hotels, steht neben funktionellen Gedanken Qualität und Geselligkeit im Mittelpunkt. Inspiriert vom Blick aus dem Fenster Richtung Off-Theater holte er mit schweren Vorhängen und einer Melange aus Wiener traditionellen Möbeln der Nachkriegs-Moderne die Kultur in seine Theater-Suite. Eine kleine Hausbar für gastfreundliche Bewirtung durfte keinesfalls fehlen. So unterschiedlich die Zimmer sind, eines haben sie alle gemeinsam: Die Gemütlichkeit, die Wien so liebens- und lebenswert macht.

www.altstadt.at