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Wie das Haus, so der Garten

Gelungene Symbiose von Architektur und Außengelände

Dass man sich immer zweimal im Leben sieht, konnten kürzlich auch die Gestalter von Argegarten... mehr

Dass man sich immer zweimal im Leben sieht, konnten kürzlich auch die Gestalter von Argegarten feststellen. So wurde das Unternehmen für die Revitalisierung eines in die Jahre gekommenen Gartens angefragt, den sie in ihren Anfangsjahren angelegt hatten. Was das Projekt damals besonders interessant machte, war die Tatsache, dass der Auftraggeber zugleich der Architekt war, sodass eine Symbiose von Garten und Architektur im beiderseitigen Interesse stand. Das Gebäude zeichnet sich durch eine zeitlose formale Architektursprache aus, die bei der damaligen Gartengestaltung aufgegriffen wurde. Eine Herausforderung bei der Gestaltung lag in der Grundstücksform: So besitzt das Gebäude ein langes Fahnengrundstück als Zufahrt. Zudem ist der eigentliche Garten südlich des Hauses leicht unterhalb angeordnet. Auch die Topografie hat die Gestaltung nicht leichter, dafür aber umso spannender gemacht. Denn da sich das Haus am höchsten Punkt befindet, war es erforderlich, die schon sehr langgezogene „Vorgartensituation“ um eine Stützmauer für die Hangsicherung zur Zufahrt auszustatten und somit die Grünfläche noch schmaler zu machen. „Wir entschlossen uns, die landschaftliche Situation mit dem Altbestand durch sehr streng formale Elemente zu unterteilen und so die Architektur zu wiederholen“, erinnert sich Jörg Zecha und ergänzt: „Da im Terrassenbereich vor allem ein Edelstahlpool den Außenraum prägt, trafen wir damals die Entscheidung, Edelstahl für diese formalen Elemente zu verwenden.“ So wurden Stützmauern aus Edelstahl errichtet sowie Edelstahlkuben mit Lavendel bepflanzt und wie hingeworfene Würfel in die Grünfläche neben der Zufahrt platziert. Als Trennung zwischen Garagenvorplatz und Hauszugang wurde in eine Pflanzinsel ein Edelstahlbrunnen mit derselben kubischen Grundform errichtet. 2018 war die Anlage in die Jahre gekommen und viele der damals gesetzten Inhalte nicht mehr zu erkennen. Die Bauherrin entschied sich nun, den Garten zu revitalisieren und auch zum Teil neu zu interpretieren. Dadurch ergab sich die Situation, auf die natürliche Veränderung der Landschaft Rücksicht und Bezug zu nehmen. Um dies zu erreichen, wurde zum Beispiel auch das Beleuchtungskonzept komplett überarbeitet. Darüber hinaus wurden als ruhender Gegenpol zur Formsprache drei Tonskulpturen von Atelier4Kant integriert, die wie überdimensionale Sitzsteine in der Landschaft liegen.

www.argegarten.at
www.begründer.at

Fotos:

mw-moments
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