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Was wäre Wien ohne Wirtshäuser

Die Brüder Figlmüller sorgen für urbane Neuinterpretation

„Was früher gut war mit dem, was man heute mag, vereinen“, so lautet der Leitsatz von Hans und... mehr

„Was früher gut war mit dem, was man heute mag, vereinen“, so lautet der Leitsatz von Hans und Thomas Figlmüller für ihr neueröffnetes Wirtshaus Lugeck. Im geschichtsträchtigen Regensburger Hof, dessen Räumlichkeiten mal Warenhaus, mal Herberge für die Szenegastronomie Little Buddha waren, haben sie auf 1.250 m2 traditionelle Wirtshauskultur mit Charme in die Jetzt-Zeit übersetzt. Während der Planungsphase ließen sich die Brüder für Speisen und Getränke von ursprünglichen Kochbüchern für traditionelle Österreichische Küche und regionalen Produkten inspirieren, und Architekt Gregor Eichinger und sein Team studierten die Wiener Wirtshauskultur bis ins Barock.

Das Resultat? Jedes Detail wurde zeitgemäß interpretiert. Das kulinarische Angebot präsentiert sich etwas leichter als im Traditionsbetrieb Figlmüller, der gleich gegenüber zu finden ist, und lockt neben gut Bekanntem mit wechselnden Neuinterpretationen. Die Architektur zollt historischen Errungenschaften Respekt und überrascht mit Finessen für die Gastlichkeit von heute, so zum Beispiel mit dem Stuhl für „die Dame mit Handtasche“ oder dem ergonomisch optimierten Wirtshaustisch mit Cohiba-Muster. Das Portal und seine neun Meter hohen Fenster wurden entsprechend den Anforderungen des Denkmalschutzes adaptiert und vereinen nun ausgefeilte Technik mit altehrwürdigem Ambiente.

Die Kombination von Tradition und Moderne spiegelt sich auch in der Innenarchitektur wider: wie einst wurde der „Schankraum“ im Erdgeschoss mit Linoleumboden und Holzstühlen bestückt, während der 1. Stock mit Polstermöbel und Holzfußboden für ausgiebigere Wirtshausbesuche komfortabler ausgestattet wurde.

Charme und Gastlichkeit spürt man jedenfalls in beiden Geschossen, die mit einer einladenden geschwungenen Holztreppe und 588 optisch überleitenden Emaille-Platten verbunden sind. Die Ausleuchtung des Raumes wurde in Lichtsäulen aus Holz in der Mittelachse des Gastraumes integriert, Leuchten über den Tischen, die wie Kochtöpfe anmuten, sorgen für wirtshaustypische Stimmung.

„Beim Thema Küche plant ein Architekt gerne anders als ein Gastronom“, so beschreibt Hans Figlmüller einen kleinen Diskussionspunkt während der Planung. Nun gibt es sie aber in genügender Größe, mit modernster Technik und einer offenen Durchreiche, die den Gästen einen Blick über die Schulter der Köche erlaubt.

„Rundum wohl und in die gute alte Zeit zurückversetzt, als man die Freizeit noch gemeinsam beim Wirten und nicht vor dem Mobile Device verbrachte, soll sich der Gast von heute hier fühlen", so der Wunsch von Thomas Figlmüller. In diesem Sinne spielt auch die Werbelinie mit alt und neu und kommuniziert Slogans wie "Echtes Gold entsteht im Butterschmalz“ mit Vintage-Fotos und versteckten modernen Statements.

www.lugeck.com
www.eichingeroffices.com

Innenarchitekten: eichinger offices www.eichingeroffices.com Fotos: Figlmüller/shm... mehr

Innenarchitekten:

eichinger offices
www.eichingeroffices.com

Fotos:

Figlmüller/shm
www.shm-design.at