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Unter alten Bäumen

Mensch und Umgebung über Material und barrierefreie Erschließung im Einklang

Sacht weht der Wind durch die Kronen der alten Bäume. Weit schweift der Blick über den Hang in... mehr

Sacht weht der Wind durch die Kronen der alten Bäume. Weit schweift der Blick über den Hang in die umgebende Natur. Ein Flecken Erde, wie geschaffen für ein Traumhaus. Und auch wieder nicht, beeinflusst ein Neubau doch immer die Natur, die zuvor so harmonisch in sich ruhend den Menschen anzog. Wie also umgehen mit dem Wunsch, hier zu wohnen und doch alles so zu erhalten, wie es ist? Die Bauherrin entschied sich für ein Holzhaus, gebaut vom Architekturbüro Nöbauer. Vor der Planung stand die Vermessung des alten Baumbestandes, der komplett erhalten werden konnte. Konsequent aus Holz gebaut, mit Zuwegungen aus heimischem Granit, fügt sich das Gebäude heute in seine Umgebung ein, als wäre es schon immer ein Teil davon gewesen. Diesen Effekt unterstützt auch die hinterlüftete Fassade aus einheimischen Lärchenschindeln, die dem Haus sein charakteristisches Aussehen gibt.

Der Hang fällt leicht nach Süden ab, was die Raumaufteilung des barrierefrei erreich- und benutzbaren Hauses definiert. Von der weitgehend geschlossenen Nordseite lässt sich noch nicht erahnen, wie der offene Wohnraum durch großzügige Verglasungen Richtung Süden mit der Natur verschmilzt. Das Brettsperrholz der Konstruktion prägt den Innenraum, der über weite Teile bis in den First offen ist. Wenige Holzstützen tragen die verdeckte Firstpfette. Verdeckt sind auch Zargen und Beschläge der maßgefertigten, bündig sitzenden Türen. Homo­gen präsentiert sich der offene Wohnraum, den eine Galerie unter dem Dach erweitert. Gläserne Absturzsicherungen erhalten die Weite, die dieser Raum bietet. Der hohe Wohnraum stellt für die Wärme in diesem Gegenpol eines Smart­homes kein Problem dar. Zum einen schützt eine Dämmschicht aus Holzweichfaser sowohl vor zu großer Hitzeentwicklung im Sommer als auch vor Kälte im Winter. Zum anderen hält das Vordach der Terrasse die Sommersonne ab, während die tief stehende Wintersonne den Wohnraum dank der großen Glasflächen angenehm erwärmt. Zusätzlich gibt es noch eine mit Biogas betriebene Brennwerttherme. Ein geringer CO₂-Verbrauch war Bauherrin und Architekt wichtig, wie Michael Nöbauer betont, der für die Bauaufsicht mit dem Fahrrad zur Baustelle kam.

www.architekt-noebauer.at

(Erschienen in CUBE Berlin 03|19)

Architekten: Architekt Michael Nöbauer www.architekt-noebauer.at Statik: Zehetgruber... mehr

Architekten:

Architekt Michael Nöbauer
www.architekt-noebauer.at

Statik:

Zehetgruber & Laister
www.zehetgruber-laister.at

Heizungs-, Elektroinstallationen, Sanitärinstallationen, -objekte, Fliesenleger:

Appel
www.appel.at

Fenster, Außentüren:

Lagler Fenster + Türen
www.lagler.co.at

Dachflächenfenster (Hersteller):

Velux Österreich
www.velux.at

Dachflächenfenster (Montage), Baumeister, Zimmermeister, Dachdecker und Spengler:

Zauner
www.zauner-bau.at

Fassadenbündiges Garagentor (Hersteller):

Guttomat Sektionaltore
www.guttomat.at

Fassadenbündiges Garagentor (Montage):

Klinger Elektro-, Tor- und Antriebstechnik
www.klingergmbh.at

Pflasterarbeiten (Material):

Granitwerk Kammerer
www.granitwerk-kammerer.at

Pflasterarbeiten (Verlegung):

Leyrer & Graf
www.leyrer-graf.at

Tischler (Innentüren, Fußboden, Innentreppe, Küche, Einrichtung):

Tischlerei Michael Weinstabl
www.weinstabl.co.at

Glasbau (Glasbrüstung Terrasse/Terrassentreppe, Ganzglaswand zum Windfang):

Glasbau Bartl
www.glas-bartl.at

Schindeldecker (Fassade, Garagentor):

Klaus Hainzer, Lienz

Gartengestaltung:

Kittenberger Erlebnisgärten
www.kittenberger.at

Gartenzaun aus Lärche:

Ing. Michael Fröschl
www.mfroeschl.at

Fotos:

Felber-Spulak Photo
www.felber-spulak.com