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Umgeben von alten Obstbäumen

Übernachten, wo sich früher die Hasen Gute Nacht sagten

Im Urlaub muss es nicht immer das Extreme sein, nicht der entfernteste Ort, nicht das größte... mehr

Im Urlaub muss es nicht immer das Extreme sein, nicht der entfernteste Ort, nicht das größte Hotel, nicht die spektakulärste Landschaft. Manchmal sind es umgekehrt genau die kleinen Dinge, die uns ins Erstaunen versetzen, die den größten Effekt auf die Erholung und das Wohlbefinden haben. Fast vor der eigenen Haustür, unter Obstbäumen, in einer kleinteiligen Struktur beispielsweise liegt die Erholung manchmal näher. Beispielsweise im Obstgarten auf Gut Guntrams nahe Neunkirchen. Zu den bestehenden Unterkünften, vom Zimmer in einer sanierten historischen Villa bis zum loftartigen Apartment aus Holz, kamen nun sechs weitere Zimmer hinzu. Die hat das Regensburger Büro Gebauer.Wegerer.Wittmann Architekten in einem Neubau untergebracht, der anstelle des ehemaligen Hasenstalls errichtet wurde. 

In seiner Form gleicht das Gebäude den typischen Schuppen der Gegend mit Holz an Fassade und Dach. Und doch hebt sich das Haus ab, auch farblich. Denn auf der einen Seite schieben sich drei orangefarben verputzte Vorbauten aus dem monolithischen Gebäude, die knapp unter der Traufe enden. Sie beherbergen die Eingangszone der drei im Erdgeschoss liegenden Zimmer. Die Freifläche vor dem jeweiligen Eingang gehört als privater Außenbereich dazu. Auch die drei Zimmer, die im Dachgeschoss liegen, haben jeweils direkt vor der Tür große Außenflächen. Die liegen aber auf der anderen Hausseite und sind über eine gemeinsam genutzte Außentreppe erschlossen. Die Terrasse bildet zugleich das Dach für die Stellplätze der Autos, die so vor Sonne und Regen gleichermaßen geschützt sind.

Kühl bleibt es im Sommer auch in den Apartments. Denn sie werden über die mit Solarenergie betriebene Wärmepumpe sowohl geheizt als auch gekühlt. Ideale Oberflächen dafür sind die Böden aus Naturstein, der auch im Bad verwendet wurde. Ansonsten überwiegt Holz für die Einbauten in den Zimmern, die passend zum Hausnamen „Flora“ „Lilie“, „Orchidee“, „Steinklee“, „Lavendel“, „Sonnenhut“ und „Wildrose“ heißen.

Alle Zimmer sind mit einem Doppelbett und Duschbad ausgestattet. Auch eine Sitznische gibt es, die mit ihren lederbezogenen Polstern zum gemütlichen Essen oder Arbeiten einlädt. Aber wer braucht den schon, wo der Ausblick auf uralte Eichen und Obstbäumen direkt vor der Haustür liegt und die Erholung so nah ist. Und wenn der Blick allein nicht reicht, verspricht das hauseigene Lokal „Veranda“ regionale Kost, lädt der Naturteich auf dem Gelände zum Baden ein und die Landschaft drumherum zum aktiven und genussreichen Aufenthalt.

www.gww-architekten.de

Fotos:

Herbert Lehmann
www.herbertlehmann.com

(Erschienen in CUBE Wien 02|22)