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Tower of power

Elektrofahrzeuge und E-Bikes unter sich

Eine flotte Bezeichnung für eine Tankstelle: Der kürzlich fertiggestellte Tower of Power hat... mehr

Eine flotte Bezeichnung für eine Tankstelle: Der kürzlich fertiggestellte Tower of Power hat aber natürlich weit mehr zu bieten als einen unvergesslichen Namen. Die öffentlich zugängliche Tankstelle in Brigittenau bietet der peu à peu ansteigenden Zahl an Elektrofahrzeugen und E-Bikes den notwendigen Strom für ihr Fortkommen an. Ferner wurde die Stromtankstelle als Lehr- und Forschungsprojekt konzipiert.

Hinter den Ideen steht das Wiener Berufsausbildungszentrum (BAZ) des Berufsförder-ungsinstituts (bfi), die mit diesem Projekt auf die Entwicklung höherer Energieeffizienz, den Ausbau alternativer Energiegewinnung, das notwendige Bemühen um Klimaneutralität und den verstärkten Einsatz von alternativ betriebenen Fahrzeugen reagieren. Ihre Auszubildenden können nun an Ort und Stelle praktische und theoretische Erfahrungen sammeln sowie technisches Know-how für aktuelle und zukünftige Entwicklungen erlangen.

Für den Bau der Tankstelle nahm das Berufsförderungsinstitut das Büro Göbl Architektur mit an Bord, das die notwendigen Funktionen und Anforderungen in Architektur verwandelte: „Wir haben zwei der urtümlichsten architektonischen Gesten – Dach und Turm – formal miteinander verbunden und einen Bautypus geschaffen, der dem Projekt seine markante Form gibt“, so Architekt Lukas Göbl. „Unser Ziel war, dass sich dabei die technischen Bauteile zur Energiegewinnung in der Gestaltung abbilden: Zum einem sitzt mittig im Turm eine Windturbine, zum anderen wurden auf dem Sheddach die Photovoltaik-Anlage positioniert“, erläutert Architekt Lukas Göbl weiter.

In Anlehnung an die blau schimmernden Photovoltaik-Paneele wurde die in Stahl konstruierte Tankstelle mit blauen Aluminiumpaneelen verkleidet. Unter dem blauen Dach können insgesamt vier Pkws und vier E-Bikes über verschiedene Ladesysteme mit elektrischer Energie versorgt werden. Gut zu wissen: Der Tower of Power ist direkt an das Wiener Stromnetz angebunden. Das bedeutet, dass bei Energieüberschuss das Plus in das städtische Netz eingespeist wird; umgekehrt kann die Tankstelle bei Bedarf Energie aus ebendiesem Netz beziehen. Es heißt zudem, dass in Summe nicht mehr Energie an Autos und Fahrräder abgegeben wird, als vom Tower of Power selbst produziert wird.

www.goebl-architektur.at

Architekten: Göbl Architektur www.goebl-architektur.at Fotos: Bruno Klomfar für Göbl... mehr

Architekten:

Göbl Architektur
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Fotos:

Bruno Klomfar für Göbl Architektur