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Neupositionierung des Wiener Fernsehsenders W24 als Auftakt für einen Relaunch

Wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Wiener Stadtfernsehens W24 heute gefragt werden... mehr

Wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Wiener Stadtfernsehens W24 heute gefragt werden würden, wie sich die neue Umgebung auf ihre Arbeit auswirkt, sollten nur positive Antworten kommen. W24 hat sich jedenfalls im letzten Jahr zu einem ambitionierten Sender mit redaktionellem Anspruch entwickelt. Nicht zu unrecht wird oft behauptet, dass es für eine inhaltliche Neupositionierung neue Orte braucht. Ganz einfach ist das allerdings nicht, für eine kreative, schnelle, laute und hektische Branche mit ihren vielfältigen Arbeitsabläufen passende Raumszenarien zu planen.

Das Büro Sue Architekten aus Wien war deshalb frühzeitig in den Prozess der Veränderung integriert. Das alte Industrieloft, das sie vorfanden, war zwar als Immobilie von Anfang an ideal für diese Branche, doch die vielen Möglichkeiten, die diese Räume boten, blieben ungenutzt. Dafür hatten sich die Mitarbeiter auch schon zu lange mit provisorischen Mitteln einen individuellen Arbeitsbereich geschaffen. Ein gemeinsames Fernsehformat in solch einer Umgebung zu schaffen, war schwer umsetzbar. 2012 hieß es dann für das junge Team und seine Geschäftsführung, eine gestalterische und organisatorische Neuplanung gemeinsam mit Sue Architekten auszuarbeiten. In moderierten Workshops kam jeder zu Wort und konnte seine individuellen Wünsche vortragen. Es ging durchaus kontrovers zu. Doch eins wurde von allen gleichermaßen gewünscht: vielfältige Arbeitsszenarien, die sowohl intensiven Austausch als auch konzentriertes Arbeiten zulassen – daneben sollten auch Orte für informelle Treffen geschaffen werden.

Auf 1.500 m² ist nun nichts mehr wie es vorher war. Der L-förmige Grundriss bot sich von den Abmessungen hervorragend für den gewünschten Mix von Raumzonen an. Ein zentraler „Dorfplatz“ lädt gewissermaßen das gesamte Team zu den Redaktionssitzungen und Meetings ein – hier entstehen gemeinsam neue Ideen und Themen. Mehrere runde Arbeitstische mit maßgefertigten Schurwollteppichen und sondergefertigten Leuchten bestimmen den Treffpunkt und das emotionale Zentrum des Dorfplatzes. Gleichzeitig fühlt es sich unter den Feigenbäumen großzügig und erfrischend an. Die einzelnen Abteilungen arbeiten an klar definierten Orten an Teamarbeitsplätzen und können zudem an offenen Arbeitsinseln einzelne Meetings abhalten. Konzentriertes und ungestörtes Arbeiten und Telefonieren ist in mit Glaswänden abgetrennten Einbauten vorgesehen. Dass die Teeküche sich in der Materialität von den Arbeitsbereichen absetzt, ist ganz bewusst entschieden worden. In dem ganz von Holz umgebenen Pausenbereich kann neue Kraft getankt, gekocht, konzipiert oder gefeiert werden. Die, die nicht ganz ohne Arbeit auskommen, können die Livesendungen über einen Bildschirm verfolgen.

www.sue-architekten.at

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Hertha Hurnaus
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