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Luxus auf 150 Quadratmeter?

Ein feines, scheinbar kleines Wohnhaus lässt es an nichts fehlen

Im Sommer vergangenen Jahres stellten Poppe*Prehal Architekten aus Steyr eine Einfamilienvilla... mehr

Im Sommer vergangenen Jahres stellten Poppe*Prehal Architekten aus Steyr eine Einfamilienvilla mit einer extravaganten Zigarrenlounge und einem üppigen Wellnessbereich im Schlafgemach fertig. Wer gleich an Protz und Prunk denkt, der täuscht. Für die exquisiten Wünsche haben die Architekten ein lediglich 150 m² großes Wohnhaus realisiert und somit scheinbar konträre Vorgaben vorbildlich befolgt.

„Wie kann ein verhältnismäßig kleines Einfamilienhaus als luxuriöse Villa wirken?“, fragten sich die Architekten in den ersten Gesprächen mit ihrem Bauherrn, der die konkreten Vorgaben von einem maximal 150 m² großen Haus, in dem seine höchst individuellen Wünschen berücksichtigt werden sollten, stellte. Die solide Antwort von Architekt und Büromitinhaber Helmut Poppe kam prompt: „Mit einem guten architektonischen Konzept und der Reduktion auf wenige Materialen.“ Das Ergebnis ist ein zurückhaltender, langer Baukörper, in dem die einzelnen Funktionen auf einer Ebene aneinandergereiht sind; gezielte Blickbeziehungen in die landschaftliche Umgebung runden das Gesamtkonzept ab.

Der Neubau liegt in einer Reihe von Wohnhäusern auf einer Hangkante mit einer weiten Gartenaussicht. Während auf Straßenniveau die Garage und Technikräume angeordnet sind, führt eine freiliegende Treppe mit langem, überdachtem Zugang zum höher liegenden Eingangsbereich. In diesem Teil des Hauses befinden sich zur einen Seite die privaten Räume mit besagtem Schlafraum und Wellnessbereich. Zur anderen Seite schließt sich der gemeinschaftlich genutzte Wohn- und Essbereich mit offener Küche an. Raumhohe Verglasungen mit integrierter Glastür verbinden den Bereich mit der außenliegenden, überdachten Zigarrenlounge. Daneben befindet sich abschließend eine separat erschließbare Gästewohnung.

Unter dem Motto „Reduzierte Architektur schafft Klarheit“ haben sich die Architekten für lediglich vier prägende Materialien entschieden: Sichtbeton, Holz, Glas, rostiger Stahl. Die Außenhülle besteht aus einem breiten Sichtbetonrahmen. Während die Eingangsseite zum großen Teil ebenso in Sichtbeton geschlossen wurde, ist die private Seite vollständig verglast. In der Verlängerung der privaten Räume schützen schmale Cortenstahl-Lamellen die Bewohner vor unerwünschten Einblicken. In der Zigarrenlounge sorgt die Lamellenverkleidung in Kombination mit einer Glasscheibe für einen geschützten und windstillen Aufenthaltsort, von dem die Bewohner aus an langen Sommerabenden die Abendsonne genießen können. Doch vornehmlich ist die fein bestückte Zigarrenlounge für den Hausherrn vorgesehen, der sich – nach gutem amerikanischen Vorbild – gerne dorthin zurückzieht.

www.poppeprehal.at

Architekten: Poppe*Prehal www.poppeprehal.at Sanitär, Heizung, Haustechnik: Franz... mehr

Architekten:

Poppe*Prehal
www.poppeprehal.at

Sanitär, Heizung, Haustechnik:

Franz Leitner
www.franz-leitner.at

Schreiner, Möbel:

Kaun
www.kaun.at

Bodenbeläge:

Stein-Zeit Köllnreitner
www.stein-zeit.at

Licht:

Molto Luce
www.moltoluce.com

Fenster:

Metallbau Hammerschmid
www.metallbau-hammerschmid.at

Dach:

FDD Flachdach, Dicht, Dauerhaft,
Schwarzdecker-Bauspenglerarbeiten
Telefon: 0043 732 377577

Fotos:

Walter Ebenhofer