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Hart und fein zugleich

Das Hotel Caroline macht mit seiner äußeren und inneren Gestaltung auf sich aufmerksam

Adresse und Name sind unverändert geblieben, die Hotelgäste müssen sich aber auf einen neuen... mehr
Adresse und Name sind unverändert geblieben, die Hotelgäste müssen sich aber auf einen neuen Anblick einstellen: Das Hotel Caroline, seit den 1990er-Jahren im 10. Wiener Bezirk in zwei Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert ansässig, hat im vergangenen Jahr einen verbindenden Neubau hinzubekommen. Anstatt die Eckbebauung in neuem alten Glanz an den Bestand anzupassen, haben sich die Architekten des Wiener Büros BWM Architekten für eine moderne Klinkerfassade entschieden, die an die zahlreichen Backsteinbauten in dem ehemaligen Industriebezirk erinnert. Hinter der rauen äußeren Gestaltung präsentiert sich das Hotel dann als Hommage an die Wiener Moderne mit einem Design-Konzept, das ganz auf die Individualität des Standorts zugeschnitten ist.

Der rotbraune Klinkerbau mit vorgelagerten Faltläden aus naturbelassener Seekiefer beherbergt auf fünf Geschossen insgesamt 27 Hotelzimmer, die in ihrer Grundrisskonfiguration leicht variieren. Im Dachgeschoss befinden sich zusätzlich drei großzügig gestaltete Suiten mit Terrassen. Betritt der Gast sein Zimmer, wird er nicht nur an die Zeit des Wiener Fin de Siècle erinnert, er fühlt sich gleich in diese Zeit hineinversetzt: Maßgefertigte Echtholzmöbel, dunkel geöltes, massives Eichenparkett, ausgelegt in großformatigem, französischem Fischgrätmuster und bequeme Polstermöbel, die an moderne Möbelklassiker erinnern, unterstreichen die ungebrochene Wirkung dieser künstlerischen Bewegung, die der Zeit von etwa 1890-1910 zuzuordnen ist. „Die Möbel sind edle Unikate, belegt mit dunklem Eichenholzfurnier und mit matten Messinggriffen beschlagen“, ergänzen die Architekten. Das klassische Bild des „Wiener“ Designs vervollständigen weiße Glaspendelleuchten, stilvolle Stehlampen sowie angefertigte Lese- und Schreibtischleuchten aus mattem Messing.

Farben spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in den als geräumige Doppelzimmer konzipierten Zimmern. Weiche, gedeckte Pastelltöne wie mauve, grünblau, lindgrün, nachtblau, hellgrau und mattrot bei der Wandgestaltung und bei Möbelstücken sorgen für dekorative Details und schaffen somit eine helle und warme Atmosphäre. „Für die Heimtextilien haben wir hochwertige Stoffe ausgewählt nach Entwürfen und Motiven des österreichischen Malers und Kunsthandwerkers Koloman Moser – ganz nach dem Motto ‚Zeitlose Eleganz in moderner Interpretation in Anlehnung an die große Zeit des Wiener Jugendstils‘“, erläutern die Architekten. Außen und innen verbindet das Hotel drei entscheidende Faktoren: Urbanität, Kultur und Qualität – auch das ist Hotelkultur im 21. Jahrhundert.

www.bwm.at
Architekten: BWM Architekten www.bwm.at Fotos: Wolf Silveri www.silveri.eu mehr

Architekten:

BWM Architekten
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Fotos:

Wolf Silveri
www.silveri.eu