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Gestapelte Büroskulptur

Die neue Unternehmenszentrale der Raffinerie Schwechat

Zum 60. Geburtstag im April diesen Jahres hat sich die Raffinerie OMV bereits zu Jahresbeginn... mehr

Zum 60. Geburtstag im April diesen Jahres hat sich die Raffinerie OMV bereits zu Jahresbeginn ihr eigenes Geschenk gemacht: Eine neue Unternehmenszentrale am bewährten Standort in Schwechat. Aufgrund der renommierten Lage zwischen dem Flughafen und der Wiener City wird der Neubau nicht allein als Visitenkarte wahrgenommen. Vielmehr ist der moderne Bürokomplex zum neuen Blickfang geworden, der die Reisenden auf dem Weg in die Donaumetropole als erstes begrüßt.

Verantwortlich für die Integrale Planung ist das Büro ATP architekten ingenieure aus Wien, das mit seiner Idee der gestapelten Büroskulptur überzeugen konnte. Der Baukörper bezieht sich dabei auf die unmittelbare Umgebung der Raffinerie: Der 65 x 75 m große Neubau setzt sich aus vier vor- und zurückspringenden Boxen zusammen, die auf die Raumkanten der Bestandsbauten reagieren, ein vorhandenes Laborgebäude integrieren und eine bestehende Bunkeranlage überspannen. Schräge, expressive Betonstützen tragen den Brückenbau und inszenieren zugleich den Vorplatz des Eingangsbereiches samt Zufahrt ins Werk. In Ergänzung zu diesem öffentlichen, repräsentativen Platz wurden für die Mitarbeiter ruhige, hochwertig gestaltete Innenhöfe zwischen den Gebäudebereichen geschaffen.

Was die äußere Gestaltung des insgesamt 13.000 m² großen Gebäudes betraf, so war die Idee der Architekten, die Aspekte Geschwindigkeit und Mobilität in der Fassade widerzuspiegeln. Charakteristisches Merkmal sind die tiefen, verschiedenfarbigen Fensterlaibungen, die sich je nach Blickwinkel verändern und insbesondere von der angrenzenden Autobahn ihre Wirkung entfalten. Gemeinsam mit hellsilbernen Metallpaneelen gliedern die schmalen, raumhohen Fensteröffnungen den großen Gebäudekomplex. Die Innenräume sind ganz auf die internen Betriebsprozesse zugeschnitten. Während sich in den vier Boxen die unterschiedlichen Funktionsbereiche für die 300 Beschäftigten befinden, sind die öffentlichen und halböffentlichen Nutzungen, wie Seminar-, Schulungs- und Konferenzräume sowie die Kantine, um das zentral liegende, großräumige Foyer angeordnet. Großer Wert wurde bei der Planung auch auf die Energieeffizienz gelegt. Der Standort selbst verfügt über die entsprechenden Voraussetzungen: So wird beispielsweise die Versorgung der Wärmeenergie und Kühlung über das von der Raffinerie gespeiste Dampfnetz sichergestellt und zur Wasserversorgung wird der Hausanschluss des bestehenden Laborgebäudes genutzt.

www.atp.ag


Fotos:

ATP/Kurt Kuball
www.kurtkuball.com