Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Ein Ort der Ruhe

Ehemaliges Kloster wurde nach Umbau sanft in die Landschaft integriert

Das Kloster – ursprünglich im Besitz des Ordens der Kongregation der Töchter der göttlichen... mehr

Das Kloster – ursprünglich im Besitz des Ordens der Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe – beinhaltete bis 2009 einen landwirtschaftlichen Haushaltungsschulbetrieb. 2012 wurde die 160 ha große Liegenschaft an Anja und Claus Ziegler verkauft, die mit viel Liebe und Aufwand das 1895 errichtete Hauptgebäude generalsanierten und in ein Seminarhotel umwandelten. Auch alle anderen Gebäude wurden originalgetreu renoviert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Der Bauherrenschaft war es wichtig alle baulichen Maßnahmen so sachte wie möglich durchzuführen und so kamen Argegarten um Geschäftsführer und Gartenbau-Ingenieur Jörg Zecha zu dem Projekt mit der herausfordernden Aufgabe, die Außenanlagen so zu gestalten, dass sie sich unspektakulär in die Landschaft integriert, aber dennoch dem modernen Betrieb des Seminar- und Hochzeithotels gerecht werden. Alle notwendigen Hangsicherungen wurden mit ortsverbundenem Steinmaterial errichtet – es wurden alte Mauern, die zum Teil verfallen waren, abgetragen und wieder in originaler Bauweise neu errichtet. Dennoch war es notwendig, die Anlage der jetzigen Nutzung anzupassen und zum Beispiel viele verschiedene kleine Sitzplätze zu schaffen, die der Kleingruppenarbeit des Seminarbetriebes gerecht werden. Hier entstanden schon alleine durch die Pflanzgefäße der belgischen Manufaktur Atelier Vierkant, der Möbel der belgischen Marke Extremis und der mailändischen Firma Paola Lenti eigenständige, sich in die landschaft integrierende Ruhezonen.

Die allgegenwertige Landschaft bietet das ganze Jahr über verschiedene Reize mit imposanter Wirkung, so war es wichtig mit den Natursteinmauern Strukturen zu schaffen und auch bei den Pflanzungen sehr großflächig in die Landschaft integriert zu arbeiten – z. B. mit einer Narzissenwiese hinter dem Teich mit ca. 10.000 weißen Narzissen, bzw. eigenständig formal links und rechts des Eingangs von zwei Höfen, sowie dem kleinen klassischen Klostergarten als Kräutergarten.

Ziel war es, die Hotelbesucher in eine Landschaft an einem Ort der Ruhe und der puren Natur unweit von Wien ankommen zu lassen und vor allem auch Kräuter, Beeren, Gerüche etc. fühlen, schmecken und erleben zu lassen.

Das Refugium hat sich nun im Laufe der Zeit zu einem Ort der Ruhe entwickelt. Allein die zwei Kilometer lange Zufahrt durch die hügelige Wiesenlandschaft lässt den Besucher automatisch ruhig und entschleunigt ankommen. All diese Ruhe, die hier nun in der Landschaft erscheint, lässt nicht einmal mehr im Ansatz erahnen, dass hier fast zwei Jahre lang permanent Bagger und LKW gefahren sind, tausende Kubikmeter Erde verfrachtet und verschoben wurden, das Gebäude kernsaniert, eine biologische Kläranlage gebaut, ein Holzschnitzelheizanlage errichtet und modernste Datenkabel vom naheliegenden Ort heraufgezogen wurden.

www.argegarten.at
www.begründer.at

Fotos: Gerhard Kremser Jörg Zecha mehr

Fotos:

Gerhard Kremser
Jörg Zecha