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Ein Hauch von Nichts

Nicht nur der Pool versteckt sich hinter einer spiegelnden Fassade

Etwas Perfektes zu ergänzen, ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Einen perfekten Sommertag... mehr

Etwas Perfektes zu ergänzen, ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Einen perfekten Sommertag etwa, den Grillabend mit Freunden oder den Sprung ins erfrischende Nass des eigenen Pools. Es gleicht einem Balanceakt auf dem Hochseil, hier mit der passenden Grillstelle, dem Infinitypool und der Tafel für Feiern im eigenen Park das Perfekte zu betonen. Zumal wenn das Haus im Park ein historisches Gebäude ist, die Zufahrt direkt am vorgesehenen Freizeitbereich vorbeiführt. Der Architekt hat mit genau solch einem Hochseilakt reüssiert, indem er sich auf klare Linien sowie eine deutliche und dennoch harmonische Abgrenzung zum Bestand fokussierte.

Geradezu glanzvoll vollzieht sich diese Abgrenzung hin zur Auffahrt und dem hier liegenden Gartenbereich. Verschwindet das relativ große Bauvolumen des neuen Außenbereichs doch hinter einer Fassade aus schwarz emailliertem Glas, provoziert auf diese Weise die Illusion des Nichtvorhandenseins. Die Natur des Gartens spiegelt sich farbecht in den Scheiben, verdoppelt sich quasi. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die nahtlose Montage des Glases, dem Fassadensystem StoVentec Glass, das ohne jegliche Verblechung oder mechanische Sicherung auskommt. Der Eingang zum Poolbereich, den eine Wandscheibe verdeckt und doch auch freigibt, gleicht einem Spiegellabyrinth. Dahinter erstreckt sich einem Schiffsdeck gleich eine Holzterrasse, die ihre flächigen Dimensionen verlässt, sich in eine tieferliegende, von einer Sitzgruppe umgebene Feuerstelle absenkt. Aus schwarzem Sichtbeton, kombiniert mit schwarzem Glas und Rohstahl, strahlt sie archaische Wärme aus. Diese Materialität zeigt sich auch in einem kubischen Bar- und Küchenblock. Ein robuster Gegenpol zum warmen Farbton des Holzes, das sich vom Boden über die Innenflächen von zwei Kuben hochzieht. Sie umrahmen die Terrasse, die der Szenerie eines Sommerfilms gleicht.

Die gleichmäßige Lattung der Wände überzieht auch die eingebaute Tür, die auf diese Weise kaum wahrnehmbar ist. Sie führt, wie weitere Zugänge an der verspiegelten Rückseite, hinein in die lang gestreckten Raumkörper, wo sich Platz für notwendige Dinge wie Dusche, Toilette und Aufbewahrungsräume findet. Fast lässt sich unter dem weit gespannten Sonnensegel von Sunsquare das eigentliche Highlight dieser Anlage vergessen: Wie beiläufig erstreckt sich der Pool vor der Terrasse, in dem das blaue Wasser glitzert – oder ist es das Spiegelbild des Himmels?

www.m-u-x-e-l.com

(Erschienen in CUBE Wien 03|20)

Architekten: m.u.x.e.l. www.m-u-x-e-l.com Entwurf: Muxel/Perktold/Reisigl Stahlbau,... mehr
Architekten:

m.u.x.e.l.
www.m-u-x-e-l.com

Entwurf:

Muxel/Perktold/Reisigl

Stahlbau, Fassade, Dach:

Heidenbauer Aluminium
www.heidenbauer.com

Fassadensystem:

Sto
www.sto.de

Terrasse, Holzverkleidungen:

Dania Manufaktur für Malerei, Parkett & Wohnen
www.dania.at

Betonmöbel:

Mandl & Bauer
www.mandl-bauer.at

Sonnensegel:

Sunsquare
www.sunsquare.com

Pool:

Pumo
www.pumo.at

Fotos:

Christian Schellander
www.architektur-fotograf.at

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