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Durchdachter Dachausbau

Sammeln, wohnen und leben in heller, großzügiger Atmosphäre

Für eine sammelfreudige Familie baute das Büro cp architektur aus Wien einen zweigeschossigen... mehr

Für eine sammelfreudige Familie baute das Büro cp architektur aus Wien einen zweigeschossigen Dachboden in der Nähe des Wiener Naschmarktes aus. Ganz klar, der größte Wunsch lautete viel Fläche für alles Gesammelte, aber bitte geordnet. Die Architekten schufen dafür einen 15 m langen „Setzkasten“, der sich über beide Ebenen erstreckt. Bewusst im zurückhaltenden Weiß gehalten, um den ausgestellten Objekten den Vortritt zu lassen.

Das Wichtigste war also schnell geplant. Wohnen und leben sollten jedoch auch noch Platz finden unter diesem Dach. Und das, im Gegensatz zum Gesammelten, auf großzügiger Fläche. Schon den Eingangsbereich schufen die Architekten mit dem nötigen Weitblick. Wer ankommt, soll sich direkt wohlfühlen. Jede Menge Licht dringt ein. Fast möchte man hier erst einmal verweilen und könnte es auch, wenn sich nicht angrenzend der geräumige, helle Wohnbereich befände. Die oft als eng empfundenen Dachschrägen fangen hier erst ab der zweiten Ebene an, so dass die großflächigen Dachfenster das Tageslicht herein holen können und optisch den Raum nach oben hin öffnen.

Die Küchenzeile wurde geschickt um eine Stufe erhöht, abgegrenzt vom Essbereich und dennoch fließend ineinander übergehend. Für die Küchenrückwand wurden dieselben Mosaik–Zementfliesen gewählt, die auch den Boden im Eingangsbereich und den Kamin im Wohnbereich schmücken – eine gelungene Komposition. Direkt an den Wohn-/ Essbereich grenzt eine Terrasse, die im vorderen Bereich von einer bewachsenen Pergola überdacht wird und in einer Holzwelle mit aufgesetzten Stufen ausläuft.

Nach so vielen fließenden Räumen entschieden sich Bauherr und Architekt, die Bereiche für die Kinder, die sich auch noch auf der unteren Ebene befinden, bewusst als eine Art Séparée zu planen. Direkt vom Eingangsbereich aus können sie sich zurückziehen – welcher Nachwuchs findet das nicht optimal. Ganz privat wollten es auch die Eltern. Auf der zweiten Ebene, die über die einläufige Treppe im Wohnzimmer zu erreichen ist, befindet sich ihr Reich. Zuerst scheint es allerdings, dass lediglich die Fernsehecke auf der Galerie sowie der „Setzkasten“ hier oben noch Platz gefunden haben. Unauffällig zurückgesetzt öffnet sich die Tür zum Elternbereich. Wer das helle, frische Material- und Farbkonzept betrachtet, kann sich auch das Ankleide- Bade- und Schlafzimmer vorstellen. Ob sich daraus zudem Rückschlüsse ziehen lassen, welcher Leidenschaft des Sammelns nachgegangen wird, wurde nicht verraten.

www.cp-architektur.com

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Philipp Kreidl
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