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Drei unterschiedliche Wohnformen

Das zukunftsweisende Stadtentwicklungsmodell Seestadt Aspern

Und wieder ist in einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, der Seestadt Aspern, eine... mehr

Und wieder ist in einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, der Seestadt Aspern, eine Bebauung fertiggestellt worden: Auf dem rund 5.000 m² großen Grundstück – Baufeld D22 – hat das Wiener Büro clemens kirsch architektur drei Baukörper entstehen lassen, die sich zwar in Farbe und Materialität einander ähneln, in Form, Ausdruck und Nutzung hingegen ihren ganz eigenen Auftritt haben. Dahinter steckt ein großes Angebot, das vom Baugruppenhaus über einen „Laubengang-Riegel“ mit Mietwohnungen bis zum Wohnheim für schwerbehinderte Kinder und Jugendliche reicht. Die zukunftsweisende Anlage wurde im Rahmen der Wohnbauförderung errichtet mit dem zentralen Anliegen, die Wohnhäuser ganz auf die jeweiligen Nutzungen sowie die Bewohner abzustimmen und eine Durchmischung unterschiedlicher Wohnformen zu fördern.

In dem sechsgeschossigen, quadratischen Baugruppenhaus, in dem eine starke Bindung zwischen den Bewohnern im Mittelpunkt steht, übernimmt ein zentrales Atrium die Funktion der Erschließung als Ort der Begegnung. Dachterrassen, eine Gemeinschaftssauna, ein Vereins-café und ein gemeinschaftlich genutztes „urban gardening“-Feld in der Mitte der Wohnanlagen runden die vielfältigen Möglichkeiten, miteinander solidarisch zu leben, ab. Gegenüber bietet der viergeschossige, rechteckige Baukörper, der gemeinsam mit den zukünftigen Nutzern entwickelt wurde, schwerbehinderten Kindern und Jugendlichen ein Zuhause an. Das nach allen Himmelsrichtungen ausgerichtete Wohnheim umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Wohn- und Gemeinschaftsräume, die ganz auf die Bedürfnisse und Anforderungen der jungen Menschen zugeschnitten ist. Lang, schmal und effizient präsentiert sich der sechsgeschossige „Laubengang-Riegel“. Lediglich zwei Treppen- und Aufzugskerne erschließen insgesamt 78 Wohnungen, die in unterschiedlicher Form und Größe flexible Wohnungslösungen zulassen. Vervollständigt wird die Wohnanlage durch ein durchgängiges Grünraumkonzept, das für ein gelebtes Miteinander im Freien sorgt und die angrenzenden Baufelder zu einem schlüssigen Ganzen verbindet.

So zukunftsweisend das Wohnkonzept, so nachhaltig ist auch die Bauweise. Architekt Clemens Kirsch: „Gemeinsam mit dem Bauträger haben wir uns dafür entschieden, die gesamte Gebäudehülle statt mit einem Wärmedämmverbundsystem mit hochwärmegedämmten Ziegeln zu errichten. Durch den rein mineralischen Aufbau der Wände trägt das Gebäude einen wesentlichen Beitrag zum Verzicht auf einen erdölbasierten Vollwärmeschutz bei und sorgt für ein angenehmes, gesundes Raumklima.“

www.clemenskirsch.at

Architekten: clemens kirsch architektur www.clemenskirsch.at Fotos: Hertha Hurnaus... mehr

Architekten:

clemens kirsch architektur
www.clemenskirsch.at

Fotos:

Hertha Hurnaus
www.hurnaus.com