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Brauchen wir noch Räume?

Der Umbau einer 60 m2 großen Wohnung überzeugt mit einem etwas anderen Vorschlag

Ein ungarisch-vietnamesisches Ehepaar sehnte sich nach Licht, Luft und Farbe – aber genau das... mehr

Ein ungarisch-vietnamesisches Ehepaar sehnte sich nach Licht, Luft und Farbe – aber genau das fehlte der Wohnung in einem klassischen Wiener Gründerzeithaus, die ihnen ansonsten grundsätzlich von der Lage und von der Größe zusagte. Statt der kleinteiligen Räume, die traditionell und funktional auf der Fläche von 60 m² aufgeteilt wurden, stellte sich das Paar die Wohnung als ein großzügiges Raumvolumen vor, ausgestattet mit Materialien, die ihre kulturelle Vielfalt abbilden sollten.

Unter der Devise: „Je kleiner der Raum, desto intelligenter gilt es mit ihm umzugehen“, schlug das Wiener Büro smartvoll Architekten seinen Bauherren eine Lösung vor, die sie in jeder Hinsicht überzeugte: Die Architekten Philipp Buxbaum und Christian Kircher ließen zunächst alle Raumtrennwände entfernen, sodass ein einziger großer Raum übrig blieb. In diesen stellten sie dann drei Funktionskuben – fürs Kochen und Schlafen sowie für das Bad. Die Besonderheit: Die Einbauten sind nicht raumhoch und sie fallen durch unterschiedlich große Einschnitte auf. „Somit bekommen sie den Charakter skulpturaler Möbelstücke und verbreiten überall das Gefühl von Großzügigkeit, auch in den Kuben selbst“, erläutern die beiden Architekten.

Dem Wunsch der Bauherren nach ausdrucksstarken Materialien kamen die Architekten nach und wählten für die Kuben polierten, weißen Marmor aus, dessen Spiegelungen für ein „Auflösen“ der großen Volumen sorgen und darüberhinaus einen eleganten Kontrast zum klassischen dunklen Fischgrät-Parkett herstellen. „Für die Farbe im Raum sorgt ein prächtiger, vietnamesischer Seidenstoff. Diese zusätzlich szenisch beleuchteten Raumnischen dienen der Präsentation von Arbeiten primitiver Kunst, der Sammelleidenschaft des Bauherren. Der Remix der Kulturen zieht sich weiter bis hin zu den Vorhängen, deren Struktur an vietnamesischen Reisterrassen erinnert“, so erklären die Architekten die Material- und Farbvision.

Vom anfangs beengten Raumgefühl und Mangel an Individualität ist nichts mehr zu spüren – mit diesem ausgeklügelten Raumkonzept hat sich die Wohnung gefühlt nahezu verdoppelt und präsentiert gleichzeitig eine erfrischende Lösung für die generelle Aufgabe, kleinteilige, dunkle Wohnungen attraktiv zu gestalten.

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