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Ausgleichendes Grün

Zwischen bestehender Bebauung vermittelt ein neuer Wohnkomplex

Wohnraum oder Gartenland? In bestehenden Wohngebieten mit freien Flächen dazwischen neigen die... mehr

Wohnraum oder Gartenland? In bestehenden Wohngebieten mit freien Flächen dazwischen neigen die schon Ansässigen meist dazu, an den bestehenden Freiflächen festhalten zu wollen. Stadtplaner und Stadtentwickler hingegen stellen die Freifläche in Bezug zum Bedarf an Wohnfläche. Was also tun? Das scheinbare Entweder-oder haben Synn Architekten zumindest für die Bewohner eines neuen Wohnkomplexes in Liesing aufgelöst, indem sie einen Großteil der Dachfläche als Raum für das gemeinschaftliche Gärtnern definiert haben. Und noch mehr Grün entsteht an den Fassaden, wo Rankhilfen die Pflanzen bei ihrem Streben in höhere Gefilde unterstützen sollen. Die Pflanztröge hierfür wurden in Zusammenarbeit mit GreenLab bereitgestellt.

Auf den ersten Blick ist der Komplex mit seinen 243 Wohneinheiten nicht als Einheit zu erkennen. Vielmehr spielt er mit dem Auge des Betrachters. Mit seinen gestaffelten Bauteilen fügt er sich geschickt in die Umgebung ein, nimmt die Wohntürme von Harry Glück auf der einen und die sachliche Putzendoplersiedlung auf der anderen Seite auf. Zwischen seinen zwei Türmen spannt sich ein niedrigerer, dreigeschossiger Gebäudeteil. Der ist so abgewinkelt, dass er die leicht zueinander versetzten, teilweise auskragenden Türme verbindet. Wo sich Türme und Spange treffen, sitzen mehrgeschossige Kuben wie Bauklötze. Vielseitig wie die Gebäudekubatur präsentieren sich auch die Wohnungsgrundrisse. Die größeren Wohneinheiten liegen in den Ecken der Türme, die kleinsten sind so geschnitten, dass Tageslicht bis in die Erschließungsbereiche dringt. Eine Grundrissvariante platziert die Sanitärzelle als eingestellten Raum, wodurch sich außergewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben.

Mitten drin, im Knotenpunkt des Komplexes, öffnet sich die Spange über zwei Geschosse und schafft Freiraum für einen geschützten Marktplatz. „Die Gelenkpunkte haben wir bewusst für die gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen“, erläutert Architektin Bettina Krauk. Von hier erschließt sich das Gebäude mit einem Zugang zur Gemeinschaftsküche und dem Bewegungsraum, die gemeinsam den Veranstaltungssaal bilden. Hier liegt auch der Eingang zum siebengruppigen Kindergarten, der sich im Norden bis in die zum Baugrund gehörende Grünfläche erstreckt. Noch mehr Grün gibt es auf dem Dach. Die Dachgärten laden alle Bewohner zum gemeinschaftlichen Gärtnern ein. Hinauf geht es über die beiden mittleren Stiegenhäuser. Zwei weitere, als Sicherheitsstiegenhäuser ausgeführte Zugänge liegen in den Türmen. Deren Dächer sind ebenfalls begrünt, aber nicht als Gärten vorgesehen.

www.synn.at

(Erschienen in CUBE Wien 03|19)

Architekten: synn architekten www.synn.at Statik, Haustechnik, Bauphysik: Dr. Ronald... mehr

Architekten:

synn architekten
www.synn.at

Statik, Haustechnik, Bauphysik:

Dr. Ronald Mischek
www.mischek-zt.at

Brandschutz:

Norbert Rabl Ziviltechniker
www.rabl-zt.at

Landschaftsplaner:

Carla Lo Landschaftsarchitektur
01-8901598

Fotos:

Manfred Seidl
www.manfred-seidl.com

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