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Auffallend vielfältig

Wohnen und leben mit sanften Rundungen

In unmittelbarer Nähe zur Wiener Innenstadt, an einem außergewöhnlichen Bauplatz, sollte ein... mehr

In unmittelbarer Nähe zur Wiener Innenstadt, an einem außergewöhnlichen Bauplatz, sollte ein herausragendes architektonisches Wohnbauprojekt im Premiumsegment entstehen. Diese Voraussetzung hat sich das Wiener Büro Koeck Architekten zu Eigen gemacht und einen Entwurf präsentiert, der ins Blickfeld rückt. Die Fertigstellung des Projektes erfolgte Ende 2013. „Die Aufgabe war es, auf dem Grundstück eines Bürohauses der Gewerkschaft aus den 1960er Jahren inmitten von Palais- und Gründerzeithäusern Wohnraum zu schaffen“, so Ulrike Koeck. „Wir wollten in der Gestaltung so dauerhaft und nachhaltig sein, wie es die Umgebung vorgibt. Zeitlos, in jugendlich-moderner und auffallender Ästhetik – das war unser Ziel“.

Zugute kam den Architekten, dass der Bebauungsplan zwei Bauklassen vorgab. Dadurch ergaben sich zwei Baukörper von unterschiedlicher Höhe, die formal individuell behandelt werden und gleichzeitig ein harmonisches Gesamtbild erzeugen sollten. Der individuelle Charakter der beiden Häuser wurde durch die gezielte Interpretation grundsätzlich gleicher Gestaltungsmittel unterstrichen. Eine Besonderheit an der Gebäudehülle stellen die erkerartigen Fensterelemente entlang der Argentinierstraße und an der Ecke zur Plößlgasse dar. Diese entstanden aus der Idee, für die jeweils dahinter angeordneten Essbereiche und deren besonders reizvolle Ausblicke ein außergewöhnliches Bildformat zu schaffen. Bereits ab dem zweiten Obergeschoss entstanden so spektakuläre Stadtpanoramen.

Die gesamten Fassadenflächen wurden mit großformatigen Faserzementplatten verkleidet. Auf den ersten Blick überzeugt schon die samtige helle Oberfläche. Das allein genügte den Architekten jedoch nicht. Sie entschieden sich außerdem für Faserzement, weil es sich um ein Produkt aus weitgehend naturnahen Bestandteilen handelt und großer Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt wird. Zudem sollte die Außenhülle trotz Witterungs- und Umwelteinflüssen möglichst lange unverändert bleiben.

Einzigartig sind die abgerundeten Gebäudekanten, die in der Umsetzung eine besondere Herausforderung waren. „Wir verstehen den Baukörper als skulpturales Objekt, dessen Seitenflächen ineinander übergehen, ohne scharfe, trennende Kanten. Daher haben wir die Gebäudekanten in einem Radius von 80 cm abgerundet“, heißt es bei Koeck Architekten. Keine Seite wurde dabei vernachlässigt, die sanften Rundungen gibt es auch im Innenbereich. Die Umsetzung war jedoch keinesfalls selbstverständlich, abgerundete Platten gab es erst einmal nicht. Gemeinsam mit dem Hersteller Eternit Werke Ludwig Hatschek AG wurde hier technisch gesehen Neuland betreten, da ein neues Verfahren für die Verwirklichung des Entwurfes gefunden werden musste. Es ist gelungen – seit 2014 bringen die Eternit Werke Österreich einen neuen Faserzement Eckwinkel mit individuellen Radien auf den Markt und eröffnen damit neue und kreative Einsatzmöglichkeiten der großformatigen Fassadentafeln bei gerundeten Gebäudekanten.
Insgesamt gesehen sind die beiden unterschiedlich hohen Baukörper mit ihren vorspringenden Balkonen, Terrassen und Fenstern sowie den abgerundeten Ecken sehr belebend und vielfältig. Das werden auch die Bewohner, die in den 48 Wohnungen residieren und leben, bemerkt haben und die erfrischende Abwechslung außen wie innen zu schätzen wissen.

www.atelier-auhof.at
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Fotos

Eternit ( www.eternit.at)

Monika Nguyen (www.monikanguyen.net)

AnnABlaU (www.annablau.com)