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Wie weiter bauen?

Herausforderungen und Chancen angesichts der Klimakrise

Wie weiter bauen?
Die Zentrale des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne
Wie weiter bauen?
Der Wohnkomplex „Holistic Living“ in Berlin
Wie weiter bauen?
Bürogebäude der niederländischen Wohltätigkeitslotterie in Amsterdam
Wie weiter bauen?
Der Klimaschutz Supermarkt in Graz
Wie weiter bauen?
Das Eis- und Schwimmstadion Lentpark in Köln
Wie weiter bauen?
Das Futurium in Berlin
Die Klimakrise ist die größte globale Herausforderung für die Menschheit. Extremwetterereignisse... mehr

Die Klimakrise ist die größte globale Herausforderung für die Menschheit. Extremwetterereignisse wie Stürme, Dürre, Waldbrände und Hitzeperioden häufen sich. Bereits heute übersteigt unsere Nutzung natürlicher Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich. Gebäude haben aktuell in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamts einen Anteil von 13,5 Prozent am Treibhausgasausstoß und verursachen etwa ein Drittel der CO₂-Emissionen.

Zudem gehört der Bausektor zu den rohstoff­intensivsten Wirtschaftsbereichen in Deutschland. Errichtung, Ausbau, Nutzung, Modernisierung und Instandhaltung von Gebäuden verbrauchen einen Großteil an Fläche, Energie und Rohstoffen. Gemäß einer Studie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sind im Gebäudebestand rund 50 Milliarden Tonnen mineralische Rohstoffe wie Kalk, Kies, Sand oder Ton gebunden. Gerade die Langlebigkeit von Gebäuden birgt das Risiko, einen bestimmten Energieverbrauch wortwörtlich in Zement zu gießen: Fehlendes Engagement der heutigen Generation wird in Form nicht-optimaler Gebäude an künftige Generationen weitergegeben. Unabdingbar brauchen wir sehr schnell einen veränderten Umgang mit Baustoffen.

Fast die Hälfte des Energiebedarfs in Deutschland wird gebraucht, um Bauprodukte zu erzeugen, zu transportieren, neue Häuser zu bauen, den Bestand zu sanieren und schließlich Gebäude mit Wärme, Kälte und Strom zu versorgen. Die Wirkung und Sinnhaftigkeit gesetzlicher Vorgaben zur energetischen Gebäudesanierung oder Neubaustandards werden seit Jahren heftig diskutiert. Dabei drängt die Zeit mehr denn je. Hoffnung machen die hier gezeigten Projekte, bei denen Architekten, Ingenieure, Planer, Projektentwickler, Handwerker, Verwaltungen, Investoren und Bauunternehmen ganzheitlich gedacht haben.

Im Neubau der IOC-Zentrale am Genfer See von 3XN verwendeten die Architekten 95 Prozent der Bausubstanz der vier vorher vom IOC genutzten Verwaltungsbauten für das neue Gebäude mit 22.000 m² Fläche. Begrünte Dächer fangen Regenwasser auf, das für Toilettenspülung und Pflanzenbewässerung genutzt wird. Es ist eins der nachhaltigsten Gebäude der Welt in dieser Größenordnung.
 
Der von Benthem Crouwel errichtete Sitz der Wohltätigkeitslotterie in einem sanierten Industriebau in Amsterdam erhielt die BREEAM Zertifizierung „Outstanding“. Das Baumaterial von abgerissenen Gebäudeteilen wurde wiederverwendet, das ganze Objekt im Energie-Plus-Standard realisiert. Auf dem Dach gewinnen fast 1.000 Photovoltaikelemente Energie, Regenwasser wird gesammelt und als Brauchwasser oder zur Bewässerung des Dachgartens genutzt.
In Berlin-Wannsee bieten die drei deutschlandweit einzigartigen Plus-Energie Holzbauten „Holistic Living“ die Möglichkeit, vorhandene elektrische Überschussenergie für Elektrofahrzeuge zu nutzen. Das Architekturbüro Graft betrachtete alle Baumaterialien über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Gewinnung und Verarbeitung über die Nutzung, Pflege und Veränderbarkeit bis hin zum Abriss und die Entsorgung bzw. Wiederverwendung.

Der Klimaschutz Supermarkt in Graz von Love Architecture + Urbanism mit hochdämmender Gebäudehülle sowie ausgeklügelter Gebäudetechnik verwendet nur trenn- und wiederverwertbare, schadstofffreie Baustoffe. Mit einer Photovoltaikanlage und einer Wasserkraftturbine erzeugt er mehr Energie, als der Markt benötigt.

Der Kölner Lentpark beherbergt eine Eishalle, ein Schwimmbad mit vier Becken, eine Saunalandschaft und Gastronomie. Eine intelligente Vernetzung der technischen Anlagen erlaubt es, die vermeintlich widersprüchlichen klimatischen Anforderungen der Eis- und Schwimmhalle synergetisch zu nutzen und besonders energie­effizient zu betreiben. Das Gebäude von Schulitz Architekten wurde als erste Eissportstätte Europas in das GreenBuilding Programm der EU aufgenommen.

Im Futurium in Berlin von Richter Musikowski geht es um das Thema Zukunftsgestaltung. Es erfüllt als ganzheitlich ökonomisch, sozio-kulturell und ökologisch optimiertes Plus-Energie-Gebäude den BNB Gold-Standard der DGNB. Der Skywalk auf dem Dach erlaubt Besuchern einen Blick auf das solare Meer aus Kollektorfeldern für Photovoltaik und Solarthermie, das durch eine hocheffiziente Kraft-Kälte-Wärme-Kopplung ergänzt wird. Um die Wärmeenergie der Sonne und hausinterne Energiegewinne nutzbar zu machen, wird ein neuartiger Hybrid-Energiespeicher eingesetzt und im zentralen Bereich der Veranstaltungsortes erlebbar gemacht. Dieser vereint durch eine patentierte Makroverkapselung das latente Phasenwechselmaterial Paraffin mit dem sensiblen Speichermedium Wasser und erreicht dadurch die achtfache Kapazität von herkömmlichen Wasserspeichern.

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