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Wegweisende Konzepte

Das Aktiv-Stadthaus Frankfurt und FortySeven & Co.

In der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes ist in weniger als zwei Jahren Bauzeit das europaweit... mehr

In der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes ist in weniger als zwei Jahren Bauzeit das europaweit größte Aktiv-Stadthaus entstanden: Es dient als Forschungs- und Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen unter den Rahmenbedingungen des Klimawandels und der Energiewende. Mit diesem Projekt sollten die bisherigen Entwicklungen von Plusenergiegebäuden im Bereich von Einfamilienhäusern erstmals auf einen großmaßstäblichen Geschosswohnungsbau im Innenstadtbereich einer Metropole übertragen und ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Das etwa 150 m lange und nur 9 m tiefe Gebäude ist mit 74 Mietwohneinheiten von 2- bis zu 4-Zimmer-Wohnungen geplant worden. Elektrische Energiequelle ist das große Pultdach: Um ausreichend Energie über  die Photovoltaikanlage zu generieren, überragt es allseitig den Gebäudekörper. Zusätzlich ist die Südfassade mit Photovoltaikmodulen belegt. Als Wärmequelle dient ein nahegelegener Schmutzwasserkanal, dem über Wärmetauscher Wärme entzogen wird. Über Wärmepumpen und große Pufferspeicher werden die Wohnungen so mit Warmwasser versorgt. Nicht genutzte Energie wird in einer Batterie mit einer Kapazität von 250 kWh gespeichert, dies erhöht den Eigennutzungsgrad der am Haus erzeugten Energie und entlastet das Stromnetz. Den Mietern kommt das neue Energie- und Versorgungskonzept über eine Flatrate-Miete zugute.

An der Mainzer Landstraße 47 ist 2015 mit FortySeven & Co. ein sehr ästhetisches und zugleich nachhaltiges Bürogebäude entstanden: Das Frankfurter Architekturbüro Tek To Nik Architekten hat den Neubau vom Entwurf bis zur Fertigstellung begleitet. Die Gestaltung der Fassade fällt besonders ins Auge. In einem umlaufenden Rahmen aus hellem Stein baut sich die Hauptfassade in einem quadratischen Raster auf, das in Höhe und Breite je acht Einheiten zählt. Dabei bilden jeweils vier quadratische Fenster durch die Naturstein-Lisenen ein großes Quadrat. Die mit einer 5-Achs-Fertigungstechnik realisierten Elemente wurden jeweils exakt nach den Daten des 3-D-Modells aus dem Naturstein herausgefräst. Solche Abmessungen waren bisher nur mit Betonfertigteilen möglich. Ausgebildet in Form einer hochwärmegedämmten Vorhangfassade, stellt diese langlebige, ökologische und ökonomische Art der Fassadengestaltung einen wegweisenden Fortschritt in der plastischen Gestaltung mit Naturstein dar. Naturstein hat eine ungewöhnlich hohe und kaum mit anderen Baustoffen vergleichbare Nutzungsdauer: bis zu mehrere tausend Jahre. Zudem kann der Naturstein, anders als viele Baustoffe, gefahrlos in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

www.hhs.ag
www.tektonik.net

Aktiv-Stadthaus Frankfurt

Architekt: HHS Planer + Architekten
Bauherr: ABG Frankfurt Holding
Auszeichnungen: Martin-Elsaesser-Plakette des BDA 2018, Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik 2017, Europäischer Solarpreis 2015
Quelle: HHS Planer + Architekten AG

FortySeven & Co.

Architekt: Tek To Nik Architekten
DGNB Bewertung: Gold
Auszeichnungen: Nominierung zum Deutschen Natursteinpreis, Iconic Award: Prädikat Winner Product
Quelle: TEK TO NIK Architekten

(Erschienen in CUBE Real Estate)

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