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Smart, sicher, energiesparend

Der Fenstertausch im Bestand bietet viele Vorteile

Neue Fenster sind wahre Multitalente: Sie können Energiekosten senken, das Raumklima verbessern,... mehr

Neue Fenster sind wahre Multitalente: Sie können Energiekosten senken, das Raumklima verbessern, Lärm reduzieren und Einbrecher abschrecken. Ganz nebenbei sichern sie den Werterhalt einer Immobilie. Zeit für einen Tausch wird es, wenn dauerhafte Zugluft, angelaufene Scheiben und eine hohe Feuchtigkeit in den Innenräumen auftreten. Dies schadet nicht nur der Bausubstanz, sondern lässt auch die Energiekosten steigen. Doch wie geht man am besten vor? Zunächst empfiehlt es sich, einen Blick auf die aktuellen Fördermöglichkeiten zu werfen, etwa zu regionalen Förderprogrammen der Kommunen oder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Förderungen gibt es allerdings nur, wenn die Fenster einen Uw-Wert von 0,95 W/(m²K) haben oder unterschreiten – was in der Regel durch eine Dreifachverglasung erreicht wird. 

Doch Vorsicht: In vielen Produktbeschreibungen von Fenstern wird nur der Ug-Wert genannt. Er bezieht sich nur auf das Glas. Den Dämmwert des gesamten Fensters beschreibt der Uw-Wert („w“ für window). Was es bei der Auswahl neuer Fenster noch zu beachten gibt, weiß Tobias Weiß, Geschäftsführer beim Fenster-, Türen- und Glasbauspezialist Weiß & Weiß aus Kirchheim bei München: „Moderne Fenster setzen auf energieeffiziente Materialien und innovative Technologien. Die Profilhersteller haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, um die Wärmedämmung zu verbessern und den Energieverbrauch zu reduzieren. Im Trend sind beispielsweise Fensterrahmen aus Materialien wie PVC, Holz-Aluminium-Verbund oder thermisch getrenntem Aluminium, die eine sehr gute Isolierfähigkeit aufweisen.“ Zusammen mit Sarger Architekten München hat er kürzlich bei einer Bestandssanierung eines Reihenmittelhauses einer jungen Familie in München die neuen Fenster umgesetzt. Die Vorher-/Nachher-Bilder zeigen, welch eine Aufwertung eines Objekts durch einen Austausch möglich ist.

Auch das Thema smarte Fensterlösungen sollte immer mitbedacht werden. Automatisierte Fensteröffnungs- und Schließmechanismen, die per Smartphone-App gesteuert werden können, sind clevere Helfer, um Energie zu sparen. Zudem ermöglichen integrierte Sensoren Lüftung und Beschattung automatisch zu steuern, um das Raumklima optimal zu regulieren. Darüber hinaus sollten Fensterhersteller gewählt werden, die auf nachhaltige Materialien, recyclebare Komponenten und energieeffiziente Produktionsverfahren setzen. Auch in puncto Sicherheit halten neue Fenster durch stabile Pilzkopfzapfen, abschließbare Fenstergriffe mit Anbohrschutz und Verbundsicherheitsglas Eindringlinge fern. Zudem können Zusatzausstattungen sinnvoll sein: Wer viel unterwegs ist, sollte aufgrund der Dichtigkeit moderner Fenster für einen Luftwechsel sorgen. Hier bieten sich Falzlüfter oder Schachtlüfter an, die in Fenster integriert sind. Bodentiefe Fenster und Außentüren mit niedrigen Schwellen brauchen außerdem eine rückstaufreie Entwässerung, damit Nässe auch bei  Starkregen keinen Weg in den Wohnraum findet. Zusätzlichen Komfort bringen Fliegengitter, eine sommerliche Beschattung oder eine automatische Steuerung des Rollladens. Bei der Montage sollte auf den Standard der RAL-Fenstermontage geachtet werden. Die Ausführung lässt sich mit einem Luftdichtheitstest bzw. einer Infrarot-Thermografie kontrollieren.

Fotos: 

Chris Eberhardt

(Erschienen in CUBE 03|23)