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Nachhaltige Architektur

Der Campus Mülheim der Hochschule Ruhr West und der Verwaltungssitz von RAG-Stiftung und RAG AG

2009 fiel die Standortentscheidung zum neuen Campus der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der... mehr

2009 fiel die Standortentscheidung zum neuen Campus der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr auf das Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bundesbahn an der Duisburger Straße im Stadtteil Broich. Auf dem rund 43.000 m² großen Grundstück befinden sich vier Institutsgebäude, ein Hörsaalgebäude, eine Mensa, eine Bibliothek sowie ein Parkhaus. Bauherr und Eigentümer ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Die Architektur setzt auf Öffnung und Transparenz. Klar gegliederte Raumstrukturen und schnelle, sichtbare Wegeverbindungen prägen den Hochschulstandort. Die Institutsgebäude verfügen über Ziegelfassaden mit ausgeprägten Reliefs und Fensterbändern, die Zentralgebäude über eine flächige Fassade mit vorgehängten Sichtschutzelementen, die gleichzeitig als Sonnenschutz dienen und dazu beitragen, dass sich die Räume im Sommer nicht zu stark aufheizen und Energie zur Kühlung gespart werden kann.

Der Campus Mülheim erhielt die „Auszeichnung guter Bauten 2017“ vom Bund Deutscher Architekten Mülheim an der Ruhr. Im Auszeichnungstext des BDA Mülheim an der Ruhr heißt es: „Die Hochschule Ruhr West ist ein gelungenes Beispiel für nachhaltiges, energieeffizientes, urbanes und lehrendes Bauen.“ Zur Beheizung der Gebäude kommt Fernwärme zum Einsatz, die CO₂-Einsparung liegt dank dieser Wärmequelle bei 750 t. Die Dächer sind extensiv begrünt, Regenwasser wird aufgefangen und zur Bewässerung der Pflanzen genutzt. Einige Gebäude verfügen über eine Betonkernaktivierung, mit dieser werden die Flächen im Sommer gekühlt und im Winter beheizt. Die Mensa nutzt Solarthermiekollektoren zur Gewinnung von warmem Wasser. Auf dem Campus wurde zudem ein Biotop für die blaugeflügelte Ödlandschrecke, eine besonders geschützte Insektenart, angelegt.

Der Verwaltungssitz von der RAG-Stiftung und Aktiengesellschaft wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit einem Zertifikat in Platin ausgezeichnet. Das Neubauprojekt auf dem Kokerei-Areal Zollverein in Essen wurde von Kölbl Kruse entwickelt, die architektonische Planung übernahm kadawittfeldarchitektur. Das Baugrundstück befindet sich auf einer vormals intensiv industriell genutzten Fläche der ehemaligen Kokerei, zwischen der Welterbe-Ringpromenade und einem kleinen Waldstück gelegen. Beim Bau des zweigeschossigen Gebäudes in L-Form lag der Fokus von Beginn an auf hohen Nachhaltigkeitsstandards. Das Gebäude entstand aus ortsbezogenen und schadstofffreien Materialien, die in hohem Maße recycelbar sind. So bewahrt das Gebäude auch nach seiner Lebensdauer seine Rohstoffqualitäten und kann als Ressourcendepot dienen. Die begrünte Dachlandschaft bietet einen Rückzugsort, nicht nur für Menschen: Eine sorgfältig ausgewählte, artenreiche Bepflanzung, Fledermauskästen sowie eine Photovoltaik-Pergola für die Gewinnung erneuerbarer Energie schaffen eine nachhaltige Verknüpfung der Natur mit dem Neubau. Zudem wird der Wasserkreislauf durch die Nutzung von Regenwasser für die Gründachbewässerung geschont.

www.hochschule-ruhr-west.de
www.kadawittfeldarchitektur.de

Campus Mülheim HRW

Architekt: Arbeitsgemeinschaft HPP/ASTOC
Auszeichnungen: Auszeichnung guter Bauten 2017 BDA Mülheim, iF-Design Award 2017
Quelle: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Verwaltungssitz RAG-Stiftung & RAG AG

Architekt: kadawittfeldarchitektur
DGNB Bewertung: Platin
Auszeichnung als besonders energieeffizientes Bürogebäude durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW
Quelle: KÖLBL KRUSE GmbH

(Erschienen in CUBE Real Estate 02|19)

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