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Licht ist Form, Licht macht Form

Die Leuchtwirkung nimmt multioptionale Gestalt an

Maximale Gestaltungsfreiheit – so könnte man die Entwicklung in der Formgebung von Licht... mehr

Maximale Gestaltungsfreiheit – so könnte man die Entwicklung in der Formgebung von Licht bezeichnen. Prägnante Geometrien und kreative Objekte lösen den statischen Lampenkörper ab. Man könnte fast sagen, die Leuchte verliert mit dem Einsatz von LED und OLED Technologie zunehmend ihre Aufgabe als Trägermodul. Findige Kreative können gegenwärtig nahezu jede Gestaltungsform realisieren, von den technischen Möglichkeiten und den biologischen Einflüssen auf den Menschen einmal ganz abgesehen. Grenzen möchte beispielsweise die Designerin Sarah Dehandschutter mit einer Stoffleuchte austesten, die ihre Form aus einem bis zum Äußersten gedehnten Stoff über gebogene Stäbe erhält und so ein Hohlvolumen erzeugt. Es entstehen nicht nur Lichtskulpturen mit einem weichen und stromlinienförmigen Charakter, sondern die fließenden Formen sehen aus jedem Blickwinkel anders aus und suggerieren Leichtigkeit, anhaltende Bewegung sowie einen ausgiebigen Moiré-Effekt.

Auch James Turell ist ein solcher Freigeist. Er zählt zu den bedeutendsten Lichtvisionären unserer Zeit. Für den Künstler braucht es überhaupt keinen festen Körper mehr, um Licht in Form zu bringen. Sein Ziel ist es, eine nicht sichtbare Lichtquelle zu schaffen, die es vermag, jegliche räumliche Kontur vermeintlich ganz in Licht und Farbe aufzulösen. Das Licht selbst wird damit zum formgebenden Stilelement, das in der Lage ist, Räume größer oder kleiner erscheinen zu lassen, ja sogar sich wie ein Mantel um den Betrachter zu legen. Sein Denken und damit viele seiner Entwicklungen sind daher trendgebend und somit ist es nicht verwunderlich, dass sich dieser Richtungspfeil zunehmend in den Produkten der Hersteller wiederfindet wie etwa in flächiger, indirekter Beleuchtung, die zurückhaltend in Metall und Glas eingepasst ist. Insbesondere Glas ist als Leitermaterial für Licht bestens geeignet und zeigt sich etwa im Prinzip der TIR – Total Internal Reflection. Diese physikalische Wirkung, bei der die vollständige Reflexion eines Lichtstrahls in einem Medium wie Wasser oder eben Glas von den umgebenden Oberflächen zurück in das Medium reflektiert, inspirierte den Designer Stefan Diez bei seiner Hängeleuchte Guise für Vibia. Die Lichtstrahlen werden durch die runde Form des Glaskörpers ohne Unterbrechung reflektiert und nur durch den besonderen Schliff des böhmischen Glasschnitts gelangt das Licht nach draußen. Das durchsichtige Material überlässt fast unsichtbar dem Licht die Bühne und wandelt den Raum in eine Atmosphäre des Wohlfühlens.

Überhaupt bringt indirekte Beleuchtung immer mehr Vorteile zutage, denn es blendet nicht, eignet sich ausgezeichnet zur Zonierung und Strukturierung, erzeugt kaum Schatten, bildet eine große Streuung, beruhigt das Auge und entpuppt sich als Dekorationselement par excellence. Das offeriert den Herstellern für wohnliche Wirkungsfelder eine breite Spanne – von dezent in Möbel integrierten Lichtquellen oder als Kreation bizarrster Gebilde für Wand, Decke und dem gesamten Raum. Ein gelungenes Beispiel hierfür sind Lichtgeber in kinetischer Anordnung. Gemeint sind an einem dünnen Schnürchen aufgehängte Kugeln mit integrierten LEDs, die ganz nach dem Prinzip von „Gravity Lift“ funktionieren. Durch die sich permanent ändernden Höhenpositionen, entstehen binnen kurz aufeinander folgender Augenblicke eine Vielzahl unterschiedlicher, sich bewegender Lichtskulpturen. Bei längerem Betrachten, eine Inspirationsquelle pur.

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