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Leicht und beschwingt

Markenzeichen des Beak Chair von Ole Wanscher ist die schmale, ausdrucksstarke Silhouette

Beim Möbeldesign scheint die Skandinavienwelle im Zuge der überstrapazierten Hygge-Mode langsam... mehr

Beim Möbeldesign scheint die Skandinavienwelle im Zuge der überstrapazierten Hygge-Mode langsam zum Abklingen zu kommen. In der Sammler-Szene und bei Liebhaber von Klassikern hat die skandinavische Moderne jedoch nach wie vor allerhöchsten Stellenwert. Vor allem das hohe Niveau der Fertigung machen selbst Möbel im Vintage-Zustand zu einer Wertanlage. Derzeit geraten neben den bekannten Ikonen von Hans Wegner, Poul Kjaerholm, Alvar Alto oder Arne Jacobson auch weniger bekannte Protagonisten der Szene in den Fokus. Darunter der Däne Ole Wanscher, der 1903-1985 in Kopenhagen lebte. Wanscher war Architekt und hatte sich als Professor auf Möbeldesign spezialisiert. Er schrieb mehrere bedeutsame Bücher zur Geschichte der Möbelfertigung.

Der „Beak Chair“, entworfen 1951, ist einer der bekanntesten Entwürfe von Ole Wanscher. Der elegante, kleine Sessel zeigt mit seiner extrem schmalen Silhouette, wie wagemutig der dänische Architekt entworfen hat. Die Elemente des Möbels fließen fugenlos ineinander. Alles erscheint so leicht und beschwingt wie der Flug eines Vogels. Gleichzeitig wirkt die Konstruktion des Möbels robust und sehr stabil. Im Gegensatz zu den schmucklosen Möbel eines Alvar Altos finden sich bei Wanscher raffinierte Details. Die dezenten seitlichen Verschlusskappen an den Armlehnen erinnern an das Auge eines Vogels. Den Beak Chair kann man aufgrund der exzellenten handwerklichen Fertigung problemlos als Vintage-Objekt kaufen. Der Stuhl ist ebenso immer noch erhältlich im Programm des legendären Spezialisten für skandinavische Designklassiker, Carl Hansen & Søn.

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