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Kreativität – alle Macht den Machern

In Kombination mit digitalen Technologien ein ungeahntes Potenzial

In unserem letzten Büro Spezial-Bericht haben wir detailliert die Parameter beschrieben, die das... mehr

In unserem letzten Büro Spezial-Bericht haben wir detailliert die Parameter beschrieben, die das zukünftige Arbeiten und die Arbeitsraumgestaltung beeinflussen werden. Betrachten wir einmal den Arbeitsprozess als solches, sind es aber in erster Linie Kreativität und Wissen, die alles vorantreiben. „Die Zukunft der Arbeit ist kreativ“, sagte Ryan Gavin, General Manager für Microsoft Surface. Auch gemeinsame Forschungsergebnisse mit Steelcase belegen, dass Kreativität eine der gefragtesten Fähigkeiten ist, die Unternehmen für Innovation und Wachstum benötigen. Sie ist ein Entwicklungsprozess, der einer Idee Gestalt gibt und dieser Prozess besteht aus Forschen, Entdecken, Umdenken, Abstrahieren, Visualisieren, Übersetzen, Machen. Jeder einzelne Aspekt im Design Thinking bedarf oftmals unterschiedlicher Örtlichkeiten. Dafür werden im regen Wechsel Themenwelten für die sogenannte „Creativity Works“ entwickelt. Laut einer Vielzahl von Mitarbeiterbefragungen mit mäßigem Erfolg, weil sie in einer den Bedürfnissen untergeordneten universellen und lieblosen Raumkultur umgesetzt werden. Die besten Erfahrungen für eine optimale Raumgestaltung liegen erfahrungsgemäß in der Einbeziehung der Mitarbeiter. Sie wissen im Idealfall, welche Arbeitsumgebung für ihre kreative Entfaltung benötigt wird.

Wie könnte nun das Raumlayout aussehen, welches die Kreativität in konkreter Betrachtungsweise fördert? Dies bedarf zunächst das Wissen und Verständnis um den ganzheitlichen Kreativitätsprozess. Dabei geht es im Wesentlichen um unterschiedliche Kontexte, verschiedene Blickwinkel und Umgänge bei der Problemlösung. Kreativität äußert sich aber auch in der Tatsache, dass man Wahlfreiheiten in den Nutzungen von Raum und Platz multioptional zur Verfügung hat. Kreativität beansprucht zudem Platz – räumlich, zeitlich und in freien Organisationsstrukturen. Das setzt vielfältige, mobile und in den Arbeitsraum integrierte Technologien voraus. Eine passende Synergie, um diese Analogien herzustellen, bildet die Kooperation von Steelcase und Microsoft: Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung von „Creative Spaces“ und IoT-Lösungen wie der Microsoft Azure IoT-Technologie. Jedes der Geräte ist darauf ausgelegt, den Gestalter in uns zu aktivieren, um so die individuelle Art zu arbeiten und sich zu vernetzen, bestmöglich zu unterstützen. Diese sind integriert in fünf Raumkonzepte, die das kreative Potenzial durch die Verzahnung von Technik in die Arbeitsplatzgestaltung optimal fördern. Da wären das Focus Studio für Konzentration und Fokus, das Duo Studio mit integriertem Loungebereich für die Arbeit zu zweit, der Ideation Hub, bei dem es sich um eine Hightech Umgebung handelt, die zur aktiven Teilhabe am Schaffensprozess einlädt, dem Maker Commons Raum für den schnellen Wechsel zwischen Austausch, Experiment (Prototyping) und Konzentration und der Respite Room. Seine Intension liegt in der aktiven Gruppenarbeit, die sich mit Einzelarbeit und individueller Denkarbeit abwechselt und eine entspannte Körperhaltung einräumt.

In ähnlicher Weise übersetzt der Büromöbelhersteller Sedus mit „Freedom at Work“ seine Vorstellung in vier unterschiedlichen Arbeitssituationen: Konzentration, Kommunikation, Zusammenarbeit und Entspannung. Daraus entstand beispielsweise das Raummodell „Brainstorming“.

Im Zuge einer Untersuchung von Toca im Auftrag von Haworth wurden zwei maßgeblich genannte Werte deutlich: Autonomie und Performance. Ersteres trifft im Kern den wachsenden Trend selbstbestimmten Arbeitens. Durch den hohen Grad der Technologisierung ist der Ort des Arbeitens absolut selbst bestimmbar und die Art des Arbeitens individualisiert sich. Routine wird zunehmend durch automatisierte Prozesse ersetzt, während Nicht-Routine-Arbeiten und damit kreative Arbeit immer wichtiger werden. Interessant ist, dass es die intelligenten Algorithmen durch verfügbare Echtzeitdaten selbst sind, die Tätigkeitsspektren eröffnen, die mehr Wissen, Kreativität und Empathie in Eigenregie ermöglichen. „Mit genialen Köpfen vernetzt, profitieren sie vom Wissensfortschritt und verfügen dank Virtual und Augmented Reality über vielfältige Kommunikations- und individuell justierbare Lernformate“, ist Allison Sander, Direktorin des Center for Sensing and Mining the Future, BCG in Boston überzeugt.