Architektur
Übergreifend
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Interior
Übergreifend
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Garten
Übergreifend
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Spezial
Übergreifend
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen

Impulsgeber

EspacePost in Wankdorf und das neue Rathaus in Freiburg

In Wankdorf im Kanton Bern wurde der neue Hauptsitz der Post errichtet: EspacePost entspricht... mehr

In Wankdorf im Kanton Bern wurde der neue Hauptsitz der Post errichtet: EspacePost entspricht den höchsten Nachhaltigkeitskriterien und erhielt neben dem Minergie-Standard die Auszeichnung Platin des DGNB/SGNI-Labels. Kernstück der neuen Bebauung sind die drei großzügigen Innenhöfe. Dieser vielfältig nutzbare Raum entwickelt sich über acht Geschosse und verbindet die Eingangshalle, die als Horizontalverteilung dient, sowie die Gleisterrasse im ersten Geschoss zu einer Raumfigur. Das Gebäude bietet Platz für 2.000 Mitarbeiter und erlaubt durch Desk-Sharing eine optimale und flexible Arbeitswelt. Die bauliche Form unterstützt dieses Konzept, die tageslichtdurchfluteten Büroflächen sind vielfältig nutzbar, Lichthöfe schaffen mit ihren Ein- und Ausblicken Orientierung. EspacePost wurde als klassischer Stahlbetonbau mit einer Fassade aus vorfabrizierten Betonelementen und Holz-/Metallfenstern erstellt. Die Dächer sind extensiv begrünt. Als erstes Bürogebäude im Land trägt der Hauptsitz der Post das Label SGNI Platin. Die Energie für Heizung und Kühlung stammt in erster Linie aus 69 Erdsonden, die bis zu 140 m tief in den Boden verlegt wurden. Eine Gasheizung hilft, den Spitzenbedarf abzudecken. Mittels Wärmetauschern und Rückkühlern wird die überschüssige Energie aus den technischen Installationen im Gebäude wiederverwertet. In den Büros wird mit Deckenmodulen geheizt bzw. gekühlt.

Das neue Rathaus Freiburg ist das erste Netto-Plusenergiegebäude dieser Art und Nutzung weltweit. Im Laufe eines Jahres erzeugt das Gebäude mehr Energie als es verbraucht. Die überschüssige Energie wird in das Stadtnetz eingespeist. Im Einklang mit den strengen Kriterien des Passivhausstandards liegt der Primärenergiebedarf des Rathauses für Heizung, Kühlung, Belüftung und Warmwassererzeugung bei nur etwa 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr – das sind nur 40 Prozent des Primärenergiebedarfs vergleichbarer moderner Bürogebäude. Die für das Gebäude notwendige Energie wird thermisch über Saug- und Schluckbrunnen und Solarthermie im Zusammenhang mit Wärmepumpen generiert. Außerdem wird sie elektrisch über Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade erzeugt. Erdwärme erzeugt die nötige Energie für Kühlung und Heizung. Die Heizung nutzt thermische Bauteilaktivierung, die mechanische Belüftung ist mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet. Das Raumklimakonzept der Büroräume mit den Komponenten der Bauteilaktivierung, des Heizkühlsegels, außenliegendem Sonnenschutz, Dreifachverglasung und mechanischer Grundlüftung mit Wärmerückgewinnung setzt das Energiekonzept energiesparend um.

www.atelier-ww.ch
www.ingenhovenarchitects.com

Rathaus Freiburg

Architekt: ingenhoven architects
DGNB Bewertung: Platin
Auszeichnung: Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2019
Quelle: ingenhoven architects

EspacePost

Architekt: atelier ww Architekten
DGNB/SGNI Label: Platin
Auszeichnung: Minergie-Standard
Quelle: atelier ww Architekten SIA AG

(Erschienen in CUBE Real Estate 02|19)

NEUES AUS DEN
CUBE-REGIONEN
Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Projekte aus neun Metropolregionen
(Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink)