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Begrünte Fassaden

Ein Mehrfamilienhaus in Kreuzberg und Marthashof in Prenzlauer Berg

Das sechsgeschossige Mehrfamilienhaus in Kreuzberg bereichert die vorhandene Blockrandbebauung... mehr

Das sechsgeschossige Mehrfamilienhaus in Kreuzberg bereichert die vorhandene Blockrandbebauung um einen grünen Akzent: Als Teil einer grünen Agenda für das Gebäude wurde eine vertikale Living Wall realisiert, eine bepflanzte Fassade, die Schadstoffe und Lärm aus den angrenzenden Straßen absorbiert. Zum Einsatz kommen dabei winterharte Pflanzen, die über ein präzise gesteuertes Irrigationssystem bewässert und gedüngt werden. Auf den Balkonen vom ersten bis vierten Stock wird die vertikale grüne Wand für die Bewohner direkt greifbar – man steht mitten im Grünen.

Das Haus wurde als Teil der Luisenstadt 1895 erbaut. Im 2. Weltkrieg wurde die Ecke des Altbaus durch Bomben völlig zerstört. Die beiden erhaltenen aber beschädigten Teile des Gebäudes an der Glogauer und Reichenberger Straße konnten nach dem Krieg instand gesetzt werden. Der neue Eckbau schließt die Baulücke, die bis 2015 als privater Parkplatz genutzt wurde. Das Gebäude bietet Raum für Gewerbe und Wohnen. Der ökologische Fußabdruck des Neubaus ist sehr gering: Nach Räumung des verfüllten Kellers steht das neue Eckgebäude jetzt auf den alten Backsteinkellerwänden und den ursprünglichen Fundamenten. Dadurch konnten die Baukosten und die Menge der neu zu verwendenden Materialien, vor allem Beton, für das Projekt erheblich reduziert werden. Aus ökologischen Gründen wurde der Neubau von der ersten Etage bis unter das Dachgeschoss aus mit vulkanischem Perlit gefüllten Ziegelsteinen errichtet. Eine Fernwärmeheizung stellt sicher, dass auch der Betrieb des Hauses bestmögliche ökologische Anforderungen erfüllt.
Inmitten von Prenzlauer Berg befindet sich die Wohnanlage Marthashof, die urbanes Wohnen mit vielfältigen Freiräumen und einem offenen Hof verbindet. Zentrales Thema des Entwurfs ist die Schaffung einer grünen Mitte – der 3.000 m² große, autofreie Hofgarten ist Erschließungsfläche, Aufenthaltsort, Treffpunkt, Spiel- und Festplatz der Anwohner. Begrünt sind außerdem die Fassaden: Der Blick ins Grüne prägt die Atmosphäre im gesamten Haus und schafft eine belebende Wirkung, die das Wohlbefinden und die Kreativität steigert. Grünräume und begrünte Gebäudehüllen haben messbare Ökosystem-Leistungen: Sie wirken sich nachweislich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Pflanzen binden Schadstoffe und minimieren die Lärmbelastung. Damit unterstützen sie direkt den nachhaltigen Gebäudebetrieb.

www.sarahrivierearchitect.com
www.gruentuchernst.de

Wohnhaus in Kreuzberg

Architekt: Architekturbüro Sarah Rivière
Besonderheiten: ca. 200 m² begrünte Wände
Jahresprimärenergiebedarf:
57 kWh/m²a
Quelle: Architekturbüro Sarah Rivière 

Wohnbebauung Marthashof

Architekt: Grüntuch Ernst Architekten
Besonderheiten: autofreier grüner Hofgarten und vertikale Begrünung
Quelle: Grüntuch Ernst Architekten

(Erschienen in CUBE Real Estate 02|19)

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